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Das Auswärtige Amt in Berlin liefert wichtige aktuelle Informationen zum Thema Einreisebestimmungen
. Kümmern Sie sich bitte rechtzeitig um das Visum, in dem Sie die geforderten Unterlagen bei der Botschaft oder einem Konsulat einreichen. Ich habe einmal drei Wochen auf das Visum gewartet - ab dem Zeitpunkt der Antragsstellung. Sie haben auch die Option, ein "landing permit" bei der Ankunft am Flughafen in Dhaka zu beantragen. Meine Empfehlung lautet: Tun Sie dies nur, wenn der Zeitdruck so groß ist, dass die erste Option mit Risiken behaftet ist (s. Erfahrung oben)
Um Ärger bei der Einreise zu vermeiden, sollten die bestehenden Zollvorschriften
genau eingehalten werden.
Sie werden vermutlich als erstes den internationalen Flughafen in Dhaka, Shahjalal International Airport
, erleben. Wenn auch "nur" rund sechs Millionen Menschen dort pro Jahr einen Flug antreten, so können Sie sicher sein, dass innerhalb eines Jahres vor der Abfertigungshalle ein Vielfaches dieser Zahl steht. "Busy" ist eine nette Beschreibung für das, was den Sinnen der Ankommenden hier begegnet.
Als Ausländer in Bangladesh wird man sehr aufmerksam beobachtet und oft auch angesprochen. Bereits auf der Straße versuchen Unbekannte mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. "How are you?", "What is your name?", "What is your country?" sind beliebte Einstiegsfragen, auf die Sie nicht unbedingt antworten müssen. Tun Sie es, werden Sie eine Reihe weiterer Fragen zu hören bekommen.
Arbeitskollegen werden Sie nach Ihrer Gesundheit fragen, nach der Familie, ob Sie verheiratet sind und Kinder haben. Fragen zum unbekannten Land Deutschland werden gestellt, u.a. zu den Hauptnahrungsmitteln. Preise für Warengruppen fehlen genauso wenig wie Fragen zum Einkommen. Was letzt genannten Punkt anbelangt, so sollten Sie zurückhaltend sein. Auf keinen Fall ist es ratsam, sein Nettoeinkommen preiszugeben, da man so schnell zum Image des Superreichen gelangt. Im Vergleich zu der großen Mehrzahl der Bangladescher ist man zwar superreich, aber es ist geschickter, die Formulierung "Es ist ok!" zu benutzen, da man sich im Allgemeinen dann Folgefragen erspart.
In den Großstädten Bangladeschs, d.h. v.a. in Dhaka und Chittagong, gibt es fast alles, was der Reisende bzw. dort Lebende benötigt.
Das Leben und Reisen
in Bangladesch unterscheidet sich in vielfältiger Weise von dem, was Sie in Deutschland gewohnt sind. Dies gilt in Dhaka für alle Gebiete außerhalb von Gulshan oder Banani. Im ländlichen Bangladesch sind die Unterschiede zu Deutschland noch ausgeprägter. Das erleben Sie u.a. abends, wenn z.B. kaum noch Frauen anzutreffen sind in den Straßen v.a. der kleinen Ortschaften. Das erleben Sie im Straßenverkehr. Sie erleben es im Nachtleben und und und. Ein wichtiger Hinweis bezieht sich auf die leider sehr oft vorkommenden Netzschwankungen. Empfindlichen elektronischen Geräten wie Laptops sollte man unbedingt ein UPS (Uninterrupted Power Supply) vorschalten, damit diese Schwankungen ausgeglichen und Schäden an Geräten verhindert werden können.
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genau richtig.
Es mag überraschen, aber Bangladesch hat viele touristische Attraktionen
zu bieten. Mein persönlicher Favorit sind die Teegärten
im Nordosten des Landes. Landschaftlich sehr reizvoll sind natürlich auch die Mangrovenwälder
im Südwesten und die Region südlich von Chittagong mit dem in keiner Touristeninformation fehlenden Sandstrand
. Für solche, die an der Geschichte des Landes interessiert sind, lohnt ein Besuch im Nordwesten des Landes mit dort vorkommenden Zeugnissen aus der Zeit der Pala-Dynastie
. Sehenswert ist auch die alte Hauptstadt Sonargaon
. Empfehlenswert sind schließlich auch Ausflüge in die Chittagong Hill Tracts
. Bei Besuchen in den Hil Tracts braucht man aber eine besondere Genehmigung. Auch muss man darauf eingestellt sein, sich bei den Militärposten, die es in großer Zahl gibt, zu melden.
Die nach oben schnellende Zahl der Verkehrsteilnehmer
, seien es Autos, Lastwagen, Mofataxis oder die bunten Fahrradrikschas, in Kombination mit einer weiterhin kaum gegebenen Verkehrsregelkenntnis oder -akzeptanz lässt das Autofahren und insbesondere die Fortbewegung mit schwächeren Verkehrsmitteln zunehmend gefährlicher werden. Auf keinen Fall sollten Sie sich selbst ans Steuer setzen, weder in Dhaka oder Chittagong noch bei Überlandfahrten. Nachts liegen häufig defekte LKWs auf den Straßen, kreuzen Fußgänger oder Karren die Straße oder werden leicht Straßenschäden übersehen. Daher sollten Fahrten Nachts generell nicht unternommen werden, auch nicht mit einem Fahrer.
In Bangladesch wird (fast immer) eine ungeschriebene Regel eingehalten: Laster und Busse haben immer Vorfahrt. Danach kommen Jeeps, dann Autos und so weiter. Am Ende steht der Fußgänger. Kritisch, insbesondere bei Überlandfahrten, sind Begegnungen von Verkehrsteilnehmern der gleichen Kategorie. Es ist leider keine Seltenheit, dass Tollkühnheit vor Bedachtsamkeit kommt. Die Folge: Schwere Kollisionen von Bussen mit teilweise Dutzenden von Todesopfern, die sich oft auf den Dächern der Busse aufhalten.
Vergleichsweise sicher sind Fahrten mit Zügen
. Diese sind indes recht langsam und decken bei weitem nicht das Land flächenmäßig ab.
In einem Wasser reichen Land wie Bangladesch nimmt der Personen- und Gütertransport mit Schiffen
unterschiedlicher Kategorie eine wichtige Rolle ein. Manchmal kentern überladene Fähren bei Stürmen und reißen viele Menschen in die Tiefe. Für die Bessergestellten gibt es kleine, aber gut ausgestattete Kabinen auf dem Oberdeck.
Es empfiehlt sich auch, auf die teils beträchtlichen Temperaturunterschiede
zu achten. Beste Reisezeit ist der Zeitraum Oktober/November bis März. Danach wird es sehr heiß (April/Mai) bzw. feucht (Juni - September).
In den Städten, v.a. in Dhaka, hat sich die Situation in den vergangenen Jahren stark verändert. Man hört häufiger von Provokationen, manchmal auch von Überfällen auf Ausländer. Oft sind es Jugendbanden, die in den Abendstunden mit Babytaxis oder Autos solche Überfälle ausführen. Lebensgefahr besteht nicht, sofern man seine Wertsachen herausrückt. Widerstand sollte man auf keinen Fall üben, selbst wenn man glaubt, den Kampf aufnehmen zu können, denn Verstärkung für die Diebe kann sehr schnell herbeikommen. Um solche unfreundlichen Konfrontationen zu vermeiden, sollten Sie - v.a. als Frau
nicht - nach Möglichkeit spätabends nicht allein und zu Fuß oder per Rikscha unterwegs sein. Dies trifft auch für die teuren Stadteile von Gulshan und Banani zu, in denen viele Ausländer leben.
Lassen Sie sich generell nicht auf der Straße ansprechen bzw. setzen Sie Ihren Spazier- oder Dienstgang ohne Hektik und zielstrebig fort.
"Hartals", Streiks, die das öffentliche Transportsystem zum Erliegen bringen und von teils brutalen Auseinandersetzungen befeindeter politischer Gruppierungen begleitet werden, wurden in den Monaten vor den Parlamentswahlen so oft ausgerufen, dass im Grunde jeder im Land davon betroffen war. Selbst das Fahren mit einer Fahrradrikscha war nicht mehr sicher. Wiederholt wurden Brennsätze auf solche Gefährte geworfen, Fahrer und Fahrgäste starben oft. Persönlich fahre ich nur noch mit einem Einheimischen auf der Rikscha und lasse die Rikscha sofort anhalten oder einen Umweg einschlagen, wenn eine Pro-Hartal Prozession auf uns zukommt. Wenn möglich, sollten Sie an solchen Tagen keine Verkehrsmittel benutzen und vorzugsweise Zuhause bleiben. Wenn Sie im Büro sind, so sollten Sie versuchen, dass die Gesprächspartner zu Ihnen kommen. Bangladescher können die Gefahren schneller erkennen und einschätzen als Ausländer.
Bangladesch ist im Vergleich zu vielen anderen Staaten in der Region noch immer ein recht sicheres Land. Sie werden auf viele nette, gastfreundliche und Sie mit Respekt behandelnde Personen stoßen. Es gibt keinen Grund für Angstgefühle. Gleichwohl sind wie hier zu Lande auch, bestimmte Verhaltensweisen wie die genannten angebracht. Auch sind Sicherheitsmaßnahmen
, z.B. die Anstellung eines Wächters für Ihr Haus, absolut geboten und sollten allgemeine Ratschläge beim Reisen
beachtet werden.
Umfangreiche aktuelle Gesundheitsinformationen
werden vom Centrum für Reisemedizin angeboten. Dazu gehören die Impfvorschriften des Landes und empfohlene Schutzimpfungen. Entscheidend für Ihre Entscheidung dürfte sein, in welchen Landesteilen
Sie sich überwiegend aufhalten und wie es um Ihre eigene Risikoperzeption bestellt ist.
Keine Bange: Durchfall ergibt sich fast immer auf Reisen in Bangladesch. Die Darmflora muss sich erst auf die unterschiedlichen Speisen einstellen. Man kann aber auch einiges an Prävention tun: Nur abgekochte Speisen essen, Obst schälen und auf keinen Fall Leitungswasser trinken.
Sie tragen sich mit dem Gedanken, einen eigenen Internetanschluss in Bangladesch zu beantragen? Die Liste der sich rasant vermehrenden Internet-Provider
hilft Ihnen, den Erstkontakt herzustellen und sich über die jeweiligen Konditionen zu informieren. Mittlerweile gibt es eine große Zahl an Providern, wobei Grameenphone die größten Marktanteile hat. Mit Surfsticks an Ihrem PC können Sie schnell und komfortabel durchs Netz surfen.
Europäische Handys funktionieren auch in Bangladesch und können preisgünstig mit der SIM-Karte eines örtlichen Netzbetreibers ausgestattet werden. Die Preise ändern sich schnell. Gespräche (Mobilfunk) innerhalb Bangladeschs kosten etwa ein Taka pro Minute. Nach Deutschland sind Sie mit etwa 10 Taka pro Minute dabei.
Die amtliche Währung des Landes heißt Taka (Tk); die kleinere Einheit heißt Poisha. 1 Taka entspricht 100 Poishas. Man erhält Banknoten im Wert von 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1.000 Tk. Münzen sind erhältlich in den Werten von 1 und 5 Tk sowie 1, 5, 10, 25 und 50 Poisha.
Bei sämtlichen Banken des Landes kann Fremdwährung in Landeswährung umgetauscht werden. In den Großstädten ist die Bezahlung via Kreditkarten problemlos.
Der Wechselkurs
war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen ausgesetzt. Er bewegte sich zwischen 1:70 und 1:110.

Dr. M. P. Houscht war als Politikwissenschaftler, Gutachter und Forschungskoordinator in und zu Bangladesch im Einsatz. Seit 1998 ist er Bangladesch-Projektreferent bei einer deutschen Entwicklungsorganisation; dadurch regelmäßige und intensive Aufenthalte in Bangladesch.
Ich freue mich auf Ihre Kommentare, Anregungen, Kritik.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Januar 2012 aktualisiert.
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