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Detailliertere Karten Darstellungen wie eine politische
, eine Relief
und Vegetationskarte
finden Sie bei der University of Texas. Auch auf der Website
Bolivia Internet
, bei der bolivianischen Regierung
und ReliefWeb
finden Sie nützliche Karten.
Betrachten Sie Bilder verschiedener Landschaften Boliviens
, des Titicaca-Sees und Umgebung
sowie von La Paz
.
Inter-american Development Bank
, Fischer Weltalmanach
und die CIA
liefern Grundinformationen über Bolivien. Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer internationaler und nationaler Organisationen, die statistische Daten zum Land bereitstellen. Besonders zu erwähnen sind hier die Botschaft in Berlin
, das nationale statistische Institut (INE
) und die Weltbank
.
Das Hauptmerkmal der Geographie Boliviens ist der Kontrast zwischen der kalten andinen Höhe und dem heißen Tiefland. Zwei Bergketten durchqueren das Land: die westlichen vulkanischen Anden und die "königliche" Kordillere. Dazwischen erstreckt sich das 700 km lange und 200 km breite Hochlandebene Altiplano, in dem mit 3606 m La Paz, die höchste Großstadt der Welt, liegt. Am Ostabhang der Anden befindet sich die fruchtbare Region der "yungas"(Berg- und Nebelwälder mit tiefeingeschnittenen Tälern und Schluchten), die in die tropenfeuchte Urwaldebene übergeht, die 3/4 des bolivianischen Territoriums ausmacht.
Die großen Höhenunterschiede bedingen sehr vielfältige Klimazonen (wie auf nachfolgenden Klimmadiagrammen zu sehen ist): vom Altiplano (La Paz
), am Ostabfall der Anden (warm gemäßigtes bis subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit) bis hin zum Tiefland (Santa Cruz
). Die interaktive Klimakarte
gibt Auskunft über weitere Orte.
In unregelmäßigen Abständen taucht eine warme Meeresströmung an der pazifischen Küste auf, was zu extremen klimatischen Veränderungen in den betroffenen Regionen führt. Man spricht von dem "El Niño"-Phänomen. Das stärkste bisher beobachtete El Niño-Ereignis der Jahre 82/83 löste in Bolivien nach tagelangen, anhaltenden Niederschlägen Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Die Schadensbilanz war damals, ebenso wie die negativen Auswirkungen in den Jahren 97/98, erheblich. Trotz getroffener Vorkehrungen durch den bolivianischen Staat waren die Folgen des El Niño-Stromes im Jahr 2007
verheerend.
Durch seine Täler und sein Hochland beheimatet Bolivien unterschiedlich(st)e Vegetationszonen. Wobei in der Provinz Gran Chaco im Süden Boliviens überwiegend Buschland zu finden ist. Im Hochland wachsen aufgrund des windigeren und kälteren Klimas beispielsweise Zwergsträucher (Ichugräser). In Boliviens Nordosten dagegen gibt es tropische Berg- und Regenwälder.
Die am weitest verbreiteten Tiere des Hochlands sind die Alpakas
, Vikuñas
und Guanakos
. Das Lama, die Haustierform des Guanakos, dient als Lasttier und bietet Milch, Fleisch und Wolle. Affen, Pumas
, Jaguare
und Gürteltiere
sowie eine Vielzahl von Reptilien-, Vogel- und Insektenarten sind hauptsächlich in den tropischen Regenwäldern beheimatet. In den Savannen leben Ñandus
, Schlangen und Termiten. Am imposantesten dürfte allerdings der nicht mehr so weit verbreitete Kondor sein, der schon zur Zeit der Inka als besonderes Tier galt. Er ist der größte flugfähige Landvogel und ist in den Anden und dem Hochland zu Hause.
Im Jahr 2003 zählte Bolivien mehr als 54 TCF (Trillionen von Kubikfuß) bescheinigter Erdgasvorkommen und ist damit das Land mit den zweitgrößten Erdgasreserven in Lateinamerika nach Venezuela.
Neben Gas und Erdöl verfügt das Andenland über bedeutende Reserven an Zink, Silber, Kupfer, Eisen und Zinn.
Die Umweltprobleme in Bolivien haben eine lange Geschichte und vielfältige Ursachen. Sensible Ökosysteme, die vom Menschen falsch genutzt werden, bilden das Hauptproblem. Bolivien, das als Schlusslicht in der Entwicklung der Länder Lateinamerikas gilt, leidet mittlerweile in vielen Fällen unmittelbar unter den Umweltschäden. Mit der Zerstörung der eigenen Ressourcen hat sich das Land ein großes Entwicklungshemmnis selbst in den Weg gelegt. In Bolivien geht es demnach bei dem Schutz der Ressourcen keineswegs nur um den Schutz natürlichen Reichtums, vielmehr geht es direkt um das Leben und zukünftige Überleben der Bevölkerung, die von Überschwemmungen, Bodendegradation, Vegetationsverlust, Wasserknappheit, Waldrodung (1997 rund 168 000 ha) und vielen anderen Umweltproblemen direkt betroffen ist.
Das Vizeministerium für Umwelt, Naturressourcen und Waldwirtschaft
sowie das Nationale Umweltinformationssystem SIA
informieren über die Umweltlage, -politik und -projekte. Bolivien beteiligt sich an der Reduktion von Kohlendioxid Emissionen im Rahmen des Projektes Nationalpark Noel Kempff
.
Zur Erhaltung der biologischen Artenvielfalt hat man in Bolivien eine Reihe von Maßnahmen zu diesem Zweck eingeführt. Die geschützten Gebiete
werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: Nationalparks, Naturgebiet mit integrierter Verwaltung und Reserve zum Schutz der Flora und Fauna. Hierbei werden Initiativen der indigenen Bevölkerung
mitaufgenommen, wie die Gründung des Kaa-Iya National Parks im Osten des Landes beweist. Auf diesem Gebiet leben Indigenas der Isoceño Guaraní mit der größten Jaguarpopulation der Welt zusammen.
Mit einer Bevölkerungsdichte von 7,3 Menschen pro qkm (8,3 Mio Einwohner und 1,1 Mio qkm groß) ist Bolivien einer der am dünnsten besiedelten Länder des Subkontinents. Dabei ist der Altiplano mit 20 Einw/qkm relativ dicht (80% der Bevölkerung leben hier). La Paz
als größte Stadt hat über 1,8 Mio Einwohner (davon ½ Mio in El Alto), Santa Cruz
über 800 Tsd., Cochabamba
300 Tsd. und Potosi
, Sucre
, Oruro
und Tarija
mehr als 100 Tsd.
Durch Bolivien führt die "Transoceánica", die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Nur 5 % der Straßen sind asphaltiert oder betoniert (2001), die restlichen Straßen sind geschottert. Da das Klima vor allem im Tiefland durch ausgedehnte Regenzeiten gekennzeichnet ist, führt diese Situation zu katastrophalen Verkehrsbedingungen.
Das Eisenbahnnetz des Landes umfaßt 3.700 km eingleisige Strecken in Meterspur und entspricht noch weniger als das Straßennetz den Anforderungen an ein modernes Verkehrsnetz. Das Schienennetz ist zweigeteilt und gehört der Empresa Ferroviaria Andina S.A.
(FCA) auf dem Altiplano mit einem Schienennetz von 2276 km und der Ferroviaria Oriental S.A. (FOSA) im bolivianischen Tiefland mit 1244 km. Eisenbahnlinien verbinden Bolivien mit Peru, Chile, Brasilien und Argentinien.
Die Fluglinien bieten Direktflüge und Verbindungen nach Nord- und Südamerika, Europa und Asien an. Wichtigste Flughäfen unter den 37 bolivianischen Flughäfen sind die von La Paz, Santa Cruz und Cochabamba.
Die Fluss-Schifffahrt auf dem Amazonas und dem Río Plata öffnet den Weg zum Atlantik. Das Pfahlbausystem (Titicacasee und Río Desaguadero) verbindet Bolivien mit den Häfen in Peru.
Die Landesflagge
besteht aus drei gleich breiten horizontalen Streifen in der Folge rot-gelb-grün. Die Symbole im Staatswappen
sollen die Reichtümer des Landes darstellen (Cerro Rico in Potosí (mineralische Rohstoffe) und die Lama). Der Kondor im oberen Teil symbolisiert die Freiheit und Unabhängigkeit. Den Text der offiziellen Hymne
schrieb José Ignacio de Sanjinés (1800 - 1864). Die Vertonung
stammt von Leopoldo Benedetto Vincenti (1815-1914).

Gerardo Basurco Valverde, Dr. phil, Dipl. Volkswirt, geb. 1953, Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft.
Gutachter von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.
Für Anregungen und Kommentare wäre ich Ihnen dankbar.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juni 2011 aktualisiert.
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