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Für die Einreise nach Chile benötigen Deutsche einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, wenn der Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauert. Eine einmalige Verlängerung des Touristenvisums ist gegen eine Gebühr von 100 USD beim „Departamento de Extranjería
“ (Santiago, San Antonio 580, Tel. 600 626 4222) bzw. in anderen Regionen bei der jeweiligen „Gobernación Provincial“ möglich. Alternativ ist zu überlegen, ob man nicht einen Kurzausflug ins benachbarte Ausland macht (z.B. von Santiago aus ins argentinische Mendoza) und anschließend mit einem neuen Touristenvisum einreist.
Für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich. Es ist sinnvoll sich rechtzeitig bei der chilenischen Botschaft
bzw. den Konsulaten
über die Einreise- und Visabestimmungen zu informieren und das Visum
rechtzeitig zu beantragen.
Aktualisierte Hinweise zu den Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen finden sich auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.
In Chile gibt es im Grunde alle Waren problemlos zu kaufen. Für Lebensmittel und Alltagsgüter stehen v.a. in den Städten große Supermärkte in ausreichender Zahl zur Verfügung. Daneben gibt es zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und Märkte. Spezialisiertere Güter sind in den größeren Städten in der Regel ohne Probleme erhältlich.
Auch Wohnraum steht in der Regel problemlos zur Verfügung. Wer bereits im Voraus eine Wohnung oder ein Haus suchen möchte, kann auf den Service von ContactChile
zurückgreifen.
Die Währung ist der chilenische Peso (Ch$). Zum Berechnen der Kurse stehen zahlreiche online-Währungsrechner
zur Verfügung. In den Supermärkten und größeren Geschäften kann problemlos mit den gängigen Kreditkarten oder mit Debit-Karten (mit dem „Maestro-“ bzw. „Cirrus“-Zeichen) bezahlt werden. Geldautomaten stehen in den Städten und größeren Dörfern in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die bequemste Art, Geld zu transferieren, ist es gegen eine geringe Gebühr mit einer Debit-Karte an einem der Geldautomaten vom heimischen Konto abzuheben.
Wer länger in Chile lebt, wird vielleicht auch ein Konto bei einer der chilenischen Banken eröffnen wollen. Dies ist möglich – kann aber je nach Bank mit einem gewissen Aufwand verbunden sein.
Sich in Chile fortzubewegen, ist kein Problem. Für längere Strecken stehen die Inlandsflüge
von LanChile
, Sky Airline
oder Aerovias DAP
zur Verfügung.
Chile verfügt weiterhin über ein hervorragend ausgebautes Netz an komfortablen Mittel- und Langstreckenbussen. Für Reisen mit dem Auto steht ein gut ausgebautes Netz an Autobahnen und Nationalstraßen zur Verfügung.
In den Großstädten gibt es ein umfassendes Netz an Bussen
. In Santiago steht zusätzlich die moderne Metro
zur Verfügung.
Für Familien, die nach Chile ausreisen, sind die Deutschen Schulen
eine wichtige Anlaufstelle. Neben den deutschen Schulen finden sich v.a. in Santiago noch eine Reihe guter nationaler wie internationaler Schulen.
Das Land und die Städte bieten für Familien zahllose interessante Ausflugsziele
für Tages- oder Wochenendexkursionen, wie auch für längere Urlaube.
Chile ist im Grunde ein sicheres Zielland. Mit Ausnahme des Mapuche-Gebietes gibt es keine gewaltsamen Konflikte. Die Kriminalität selbst in Santiago liegt unterhalb des Niveaus vergleichbarer lateinamerikanischer Großstädte. Dennoch gilt es, allgemeine Sicherheitsvorschriften zu beachten (keine Wertgegenstände und teuren Schmuck offen tragen, keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen, nachts nicht zu Fuß alleine in unsicheren Sektoren unterwegs sein etc.). Ein großer Vorteil Chiles gegenüber anderen lateinamerikanischen Ländern ist, dass die Polizei hier vergleichsweise zuverlässig und professionell agiert und die Korruption im Vergleich zu anderen Staaten des Kontinents weniger ausgeprägt ist.
Aktuelle Reiseinformationen bietet die Seite des Auswärtigen Amtes
sowie dies britischen Foreign Office
.
In gesundheitlicher Hinsicht ist Chile recht unbedenklich. In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Hinweise
auf Infektionskrankheiten, die aber v.a. in abgelegenen Regionen des Landes auftraten. Dennoch ist es vor der Ausreise sinnvoll, reisemedizinische Hinweise
zu beachten.
Im Krankheitsfall ist in den Städten in der Regel eine gute medizinische Versorgung gewährleistet. In Santiago selbst gibt es mit der „Clínica Alemana“
ein deutsches Krankenhaus.
Die Versorgung mit Mobil- und Festnetztelefonen sowie mit Breitband-Internet
stellt in Chile kein Problem dar. In vielen Fällen ist es wesentlich einfacher, eine Mobil-Nummer zu erhalten als einen Festnetz-Anschluss.

Veit Straßner
(geb. 1975) studierte in Mainz und Santiago/Chile Politikwissenschaft, Soziologie und Erziehungswissenschaft (Dr. phil.) sowie Philosophie und katholische Theologie (Lic. theol.); Studien- und Forschungsaufenthalte in Chile, Argentinien, Uruguay und Peru.
Von 2003 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz, seit 2008 im Schuldienst.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.
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