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Weitere Karten zu China sowie einige Stadtpläne finden Sie unter anderem auf der Weltkarten-Homepage oder bei der University of Texas.
China liegt zwischen dem 18. und 53. Grad nördlicher Breite und dem 73. und 135. Grad östlicher Länge. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 4.500 Kilometer und die Ost-West-Ausdehnung etwa 4.200 Kilometer.
Das Land erstreckt sich über 9.597.995 Quadratkilometer (inklusive Taiwan, Hongkong und Macao) und ist damit in etwa so groß wie die USA oder ganz Europa bis zum Ural. Dabei beheimatet das bevölkerungsreichste Land der Erde mit 1,3 Milliarden Einwohnern mehr Menschen als Nordamerika und Europa zusammen.
Die Landgrenze Chinas ist mit 22.133 Kilometern die längste der Erde. Die Volksrepublik hat 14 direkte Nachbarländer (Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea) und damit ebenso viele wie Russland und mehr als alle anderen Länder der Erde. Auch die Küstenlinie am Gelben Meer, dem Ostchinesischen Meer und dem Südchinesischen Meer summiert sich auf ganze 14.500 Kilometer.
Wichtige Grunddaten zu China liefern unter anderem das Auswärtige Amt sowie das CIA Factbook. Etwas ausführlicher informiert Sie beispielsweise der China-Guide. Informationen aus chinesischer Sicht zu Land und Leuten gibt es hier. Und die Internet-Enzyklopädie Wikipedia hat ein eigenes China Portal mit zahlreichen Fachartikeln. Auch die chinesische Botschaft stellt viele Informationen auf ihrer Internetseite bereit.
Offizielle Statistiken über China auf Englisch hat das National Bureau of Statistics of China. Die Botschaft in Deutschland informiert darüber, dass China seine fünfte nationale Volkszählung am 1. November 2000 durchgeführt hat. Laut den neuesten Statistiken hat China insgesamt 1,29533 Milliarden Menschen. Das bedeutet seit der letzten nationalen Volkszählung 1990 eine jährliche Wachstumsrate von 1,07 Prozent. Für das Jahr 2009 wird die Bevölkerung auf über 1,3 Milliarden Menschen geschätzt.
Die Bevölkerung setzt sich folgendermaßen zusammen: männlich 51,63%, weiblich 48,37%; bis 14 Jahre 22,89%, 15-64 Jahre 70,15%, ab 65 Jahre 6,96%; Stadtbevölkerung 36,09%, Landbevölkerung 63,91%; Han-Chinesen 91,59%, alle Minderheiten 8,41% der Gesamtbevölkerung.
Die durchschnittliche Lebenserwartung gibt China mit 71,8 Jahren (Ende 2002) an.
Zahlreiche Impressionen aus China, geordnet nach Regionen, finden Sie bei chinaweb.de und pbase.com sowie auf der Homepage von Harald Rädler. Bilder sortiert nach verschiedenen Suchbegriffen bietet trekearth an.
China ist durch eine Reihe natürlicher Grenzen von seinen Nachbarn getrennt: im Osten und Südosten durch das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer, im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten durch verschiedene Gebirge, im Norden durch Steppen und Wüsten und im Nordosten durch die Flüsse Amur und Ussuri.
Der längste Fluss Chinas ist der Jangtse (Pinyin: Chángjiāng) mit rund 6.300 Kilometern, der höchste Berg ist der auf der Grenze zu Nepal liegende 8.848 Meter hohe Mount Everest und der flächenmäßig größte See ist der Qinghai-See mit rund 4.500 Quadratkilometern.
Das Festland der Volksrepublik China kann in drei geografische Bereiche unterteilt werden:
Im Osten liegen vier große, dicht besiedelte Schwemmebenen, die großen Flüsse bilden Deltas an der Küste und das Gebirge am südöstlichen Küstenstreifen geht im Süden in eine Hügellandschaft über. Insgesamt hat das Gebiet jedoch lediglich eine maximale Höhe von rund 500 Metern über dem Meeresspiegel.
An die Ebenen schließen sich im Westen verschiedene Gebirge mit Hochebenen und großen Becken an: etwa die Mongolische Hochebene, das Tarimbecken, das Sichuan-Becken, das Lössplateau und das Yunnan-Guizhou-Hochland. Die Berge erreichen dort eine durchschnittliche Höhe von 1.000 bis 2.000 Metern.
In Westchina herrscht ein ausgeprägter Hochgebirgscharakter mit dazwischen liegenden Hochebenen. Die größten Gebirge sind der Himalaya, das Himmelsgebirge (Tianshan), der Pamir und das Hochland von Tibet. Letzteres liegt auf durchschnittlich 4.500 Metern. Gemeinsam mit der Inneren Mongolei zählt der Westen zu den trockensten Landesteilen Chinas, darunter insbesondere die Wüsten Gobi und Taklamakan.
Die Volksrepublik China erstreckt sich über 18 Klimazonen: Im Westen, Norden und Nordosten herrscht ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und heissen Sommern. Tibet hat ein spezielles Hochgebirgsklima und der Süden ist subtropisch bis tropisch.
Landwirtschaft ist in China im Wesentlichen nur in der süd-östlichen Hälfte des Landes möglich. Eine ungefähre Grenze zeigt die rote Linie, ab der ein Niederschlag von rund 380 Millimetern im Jahr gemessen wird.
Die hohe Bevölkerungsdichte, politische Fehlentscheidungen wie der "Große Sprung nach Vorn", die Billigproduktion für In- und Ausland und nicht zuletzt der gestiegene Lebensstandard, der mit dem Wirtschaftswachstum einher geht, verursachen schwerwiegende Umweltschäden.
Luftverschmutzung durch zunehmende Industrialisierung und wachsenden Straßenverkehr, ineffiziente Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe (vor allem Kohle) sowie fehlende Abgasfilter verursachen vermehrt Atemwegs-Erkrankungen sowie sauren Regen in rund 30 Prozent des Landes. Beim Schwefeldioxid-Ausstoß ist China nach den USA der zweitgrößte Emissionär weltweit.
Rund 34 Prozent der Fläche Chinas ist desertifiziert. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wuchsen die Wüsten noch mit einer Geschwindigkeit von 10.400 Quadratkilometern pro Jahr. Von 1999 bis 2004 konnten die Wüsten aufgrund des Programms "Grüne Mauer" jährlich um 7.585 Quadratkilometer zurückgedrängt werden, sagt die chinesische Regierung. Allerdings gibt es kritische Stimmen, die diesen Erfolgsmeldungen widersprechen.
Der landwirtschaftlich nutzbare Boden in China ist durch Umweltgifte so stark belastet, dass nach Aussagen des chinesischen Ministeriums landesweit jährlich 12 Millionen Tonnen Getreide übermäßig mit Schwermetallen belastet sind. Die wirtschaftlichen Kosten durch die Vergiftung des Bodens werden auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.
85% der industriellen Abwasser und 90% der Haushaltsabwasser werden ungefiltert in Flüsse und Seen sowie das Meer geleitet. Die Wasserverschmutzung gilt in China als eines der größten Umweltprobleme. 1996 wurde in etwa jedem zweiten getesteten Fluss eine gesundheitsschädigende Wasserqualität festgestellt und lediglich zwei von insgesamt 27 getesteten Seen hatten eine akzeptable Wasserqualität. Als Folge der Wasserverschmutzung konnte im Jahr 2003 beinahe die Hälfte der Reisernte nicht den Lebensmittelstandards genügen.
Dabei bescheinigt die Friedrich-Ebert-Stiftung der chinesischen Regierung in vielen Bereichen eine vorbildliche Umweltgesetzgebung. Diese besteht jedoch in vielen Bereichen nur auf dem Papier, unter anderem aufgrund der weit verbreiteten Korruption.
Die Grundfarbe der Flagge der Volksrepublik China ist das kommunistische Rot, das zugleich auch die Farbe der Han-Chinesen ist. Zudem gilt Rot in China als Glücksfarbe. Im linken oberen Eck ist ein großer fünfzackiger gelber Stern, der bogenförmig von vier kleineren Sternen umrahmt wird.
Der große Stern symbolisiert die Führung der kommunistischen Partei, die kleineren Sterne stehen für die vier Klassen: die Arbeiter, die Bauern, die Kleinbürger und die patriotische Kapitalisten (andere Deutungen sprechen von den Arbeitern, den Bauern, den Intellektuellen und der nationalen Bourgeoisie).
Die Zahl fünf hat ausserdem eine traditionelle Bedeutung, man spricht von fünf Herrschern, fünf Farben, fünf Elementen, fünf Tugenden, fünf Sorten und historisch von fünf Teilen Chinas: das eigentliche China, die Mandschurei, die Mongolei, Xinjiang und Tibet.
Das Wappen der Volksrepublik China zeigt in seinem Zentrum das Tor des Himmlischen Friedens, das von fünf Sternen erleuchtet wird:
Das Tor des Himmlischen Friedens ist der südliche Zugang zur Verbotenen Stadt in Beijing. Von dessen Balustrade aus hat Mao Zedong am 01. Oktober 1949 die Volksrepublik China ausgerufen.
Der große Stern symbolisiert die Kommunistische Partei Chinas, die vier kleineren Sterne stehen für die vier Klassen, auf die sich die politische Macht der Volksrepublik China stützen soll: die Arbeiter, der Bauernstand, die Intellektuellen und die nationale Bourgeoisie (andere Deutungen nennen die Arbeiter, die Bauern, die Kleinbürger und die patriotischen Kapitalisten).
Umrahmt wird das kreisförmige Wappen von einem Ährenkranz mit einem Zahnrad als unterem Abschluss: Die Ähren symbolisieren die Landwirtschaft und das Zahnrad steht für die Industrie.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2010 aktualisiert.
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