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Für touristische Aufenthalte in Ecuador (bis zu 90 Tagen) müssen EU-Staatsangehörige vor Reiseantritt kein Visum einholen. Es besteht vor Ort die Möglichkeit, vor Ablauf der 90-Tage-Frist beim Außenministerium unter Vorlage des gültigen Reisepasses eine Verlängerung des Touristenvisums um bis zu 30 Tage zu beantragen. Pässe müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein; der alte, nicht-maschinenlesbare deutsche Kinderausweis wird nicht anerkannt. Der Einreisestempel ist obligatorisch (auch bei Einreise über die Landgrenze von Peru oder Kolumbien). Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht muss mit empfindlichen Bußgeldern gerechnet werden (mindestens 200 US$). Der Pass oder eine (beglaubigte) Passkopie sollte stets mitgeführt werden.
Für Aufenthalte von über 90 Tagen müssen EU-Angehörige eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Es gibt kurzfristige Aufenthaltsvisa (entweder für einmalige oder mehrmalige Einreise) und langfristige Aufenthaltsvisa (ebenfalls entweder für einmalige oder mehrmalige Einreise).
Grundsätzlich können Sie sich auf eine ausgeprägte Gastfreundschaft und Fremdenfreundlichkeit freuen, sollten sich aber auch auf immense soziale Kontraste, einen immer noch häufig anzutreffenden Machismo, ein an traditionellen (katholischen) Moralvorstellungen und Werten
ausgerichtetes familiäres und gesellschaftliches Leben sowie das unausweichliche Problem der Korruption in praktisch allen Lebensbereichen einstellen.


Offizielle Währung und Zahlungsmittel ist der US-Dollar. Reiseschecks lassen sich bei allen Finanzinstitutionen einlösen. Die gängigen Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Bargeld kann von vielen Bankautomaten direkt mit der EC-Karte abgehoben werden.


Die Straßen sind das ganze Jahr über meistens gut befahrbar und das Benzin noch immer viel günstiger als in Europa. Allerdings sollte man berücksichtigen, daß die Beschilderung eher dürftig ist. Für den Verleih eines Mietwagens benötigt man einen internationalen Führerschein, den Reisepass und eine Kreditkarte.
Der Bus ist das wichtigste und preiswerteste Verkehrsmittel in Ecuador. Ausserdem sind auch alle Städte damit untereinander verbunden, so können Sie ohne Probleme alle bedeutenden touristischen Ziele erreichen. Die Preise für Überlandfahrten sind sehr günstig.
Ecuador ist über die beiden internationalen Flughäfen Quito und Guayaquil an das internationale Flugnetz angeschlossen. Darüber hinaus werden Cuenca, Loja, Manta, Lago Agro (Oriente), die Galapagos-Inseln und einige andere Städte im Inlandsflugverkehr bedient. Inlandsflüge sind noch immer relativ preiswert und werden am besten direkt an den lokalen Flughäfen, in den Stadtbüros der Airlines oder zunehmend auch online gebucht. Die vier in Ecuador operierenden Fluggesellschaft sind TAME, Lan Ecuador, Icaro und AeroGal. Nachdem die Inlandsflugtarife der Fluggesellschaften noch bis vor Kurzem weitgehend identisch waren, hat die Konkurrenz inwischen das Geschäft belebt und es lohnt sich die Tarife zu vergleichen.

Die Sicherheitslage im ecuadorianischen Grenzgebiet zu Kolumbien, v.a. in der Provinz Sucumbíos, wird durch Entführungen und Aktivitäten bewaffneter Gruppen massiv beeinträchtigt. Von Reisen in diese Region wird abgeraten. Auch bei Überlandfahrten in den Provinzen Esmeraldas, Carchi, Orellana und Napo ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten.
Im Juli und August 2006, im Februar 2008 sowie periodisch seit Mai 2010 haben starke Ausbrüche des Vulkans Tungurahua (Provinz Tungurahua) mehrere Todesopfer gefordert, zahlreiche Dörfer zerstört und Verkehrswege unterbrochen. Der Vulkan ist derzeit weiterhin aktiv. Bei Reisen in das Touristengebiet Baños ist es ratsam, sich zuvor bei den örtlichen Behörden über aktuelle Einschränkungen der Sicherheit zu informieren. Durch die Ausbrüche seit Mai 2010 kam es wiederholt zu Evakuierungen, unpassierbaren Straßen sowie kurzzeitigen Schließungen der Flughäfen in Guayaquil und Cuenca wegen Ascheflugs. Informationen in spanischer Sprache auf der Homepage des Instituto Geofísico.
Das Auswärtigen Amt, Britische Foreign Office und das US State Department veröffentlichen regelmäßig aktuelle Sicherheitshinweise.
Straßenkriminalität gehört in Quito, Guayaquil und inzwischen auch in Cuenca zur leider zur Realität. Nach Dunkelheitseinbruch sollte man in den jeweiligen Städten ausserhalb der unmittelbaren Stadtzentren, die relativ sicher sind, nicht mehr zu Fuß unterwegs sein, unabhängig davon, mit wie vielen Personen man zusammen ist. Niemals Gepäck und Wertgegenstände im Auto lassen! Schmuck sollte möglichst nicht getragen werden; Uhren, Kameras und Mobiltelefone sollten nicht auffällig zu sehen sein.
Die Täter wenden u.a. folgende Tricks an:

Aufgrund der Höhenlage Quitos (2.800 m ü. M.) kann es innerhalb von 6 - 12 Stunden nach Ankunft in den ersten Tagen zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens in Form von verstärkter Atmung, beschleunigtem Herzschlag, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen und Schwellungen im Bereich der Füße, Arme und des Gesichts kommen.
Durchfallerkrankungen, auch Cholerainfektionen, werden durch Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden. Wasser immer abkochen, bzw. industriell verpackte Getränke kaufen. Gekochte und gut durchgebratene Speisen sind unbedenklich. Rohe Salate sollten vermieden werden. Schalenfrüchte können nach Überbrühen mit kochendem Wasser und Schälen bedenkenlos genossen werden.
Ansteckung durch verunreinigte Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hände, ungenügend gegarte oder kalte Speisen, nicht pasteurisierte Milch u. a.:
Ansteckung durch Insekten (vorwiegend in Jahreszeiten mit starken Niederschlägen):
http://www.derreisefuehrer.com/country/79/health/S%FCdamerika/Ecuador.html
Das Telefon-Festnetz funktioniert gut und Mobiltelefone sind ebenso stark verbreitet wie in Europa. Es gibt mehrere Mobilfunkanbieter. Handys sind mit Vertrag oder im 'pay-as-you-go' Verfahren mit Karte zu haben. Internet-Zugang ist in den Städten und größeren Ortschaften kein Problem. Die Zahl der Internetcafes wächst ständig.
Die Botschaft Ecuadors
in Washington hält ausführliche und sehr nützliche Aufstellungen von links zu Behörden des Landes sowie Universitäten, Medien, Handelskammern, Finanzinstitutionen etc. bereit (leider steht die website temporär nicht immer zur Verfügung). Gute Links bietet auch der Wikipedia-Artikel zu Ecuador
und die website Ecuadorline
.
Die erste Adresse für alle Internet-Recherchen zu Lateinamerika ist die Datenbank (mit Suchmaschine) des Latin American Network Information Center
(lanic). Eine weitere gute, stets aktualisierte Zusammenstellung von Links hauptsächlich zu wirtschaftlichen Themenbereichen bietet die Library of Congress
in Washington. Zur Planung der eher erholsamen Tage ihres Aufenthaltes kann ein Blick in die Ecuador Travel Database
(search engine für Hotels, Restaurants und Touren) nicht schaden. Ein neues Ecuador-Internet Portal ist ecuador.com
u.a. mit Kultur- und Reisehinweisen.
Eine Vielzahl aktueller Informationen zu Kultur und Sport sind der Zeitung El Comercio
zu entnehmen. Daneben gibt es eine Liste mit den Adresse der deutsch-ecuadorianischen Handelskammer und anderer Organisationen
mit Kontakt und/oder Präsenz in Ecuador. Für Informationen über Feiertage
, Netzspannung
(120 V, 60Hz) etc. klicken Sie auf diese links. Sehr hilfreich ist auch der Ecuador Eintrag im Spiegel Online Länderlexikon
und die aktuellen Informationen und Impressionen
einer Ecuadorreise'.

Dr. Ana Lucía Salinas-Dosch ist Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin und lehrt Ibero-Amerika Studien an der Leeds Metropolitan University in Großbritannien. Sie ist Autorin eines Buches über die Medien in Ecuador.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im September 2011 aktualisiert.
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