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Schulkinder beim Arbeitseinsatz

Gesellschaft, Kultur und Religion

BeschreibungInhalt
Amtssprache(n):französisch, englisch
Regionalsprachen:ca. 250
bedeutendste Religion:Christen 40 %
weitere bedeutende Religion:trad. Religionen 40 %, Muslime 20 %
Städtische Bevölkerung:57 %
Lebenserwartung:54 Jahre

Kamerun

Landesflagge Kamerun

Makrosoziale Struktur

Fulbéreiter
© www.bp-reiseberichte.de
Baka Pygmäen
no ©

Stabilität durch Instabilität

"Afrika im Kleinen" spiegelt sich auch in der ethnischen Vielfalt Kameruns wieder. Bantuvölker (z.B. Ewondo, Bulu, Bassa) und Pygmäen (Baka) besiedeln vorwiegend den Süden, Semibantu (z.B. Bamilekevölker) vor-wiegend den Westen des Landes und Sudanvölker, Peul/Fulbé, ja sogar Araber sind im Norden Kameruns ver-treten. Die Städte Kameruns bieten einen ethnischen Querschnitt, da dort alle Bevölkerungsgruppen des Landes anzutreffen sind. Über die Anzahl der in Kamerun lebenden Völker gehen die Zahlen auseinander. Während in der SIL (Summer Institut of Linguistics) Sprachenliste für KamerunÖffnet externen Link in neuem Fenster insgesamt 278 Sprachen verzeichnet sind, mit Sprecherzahlen zwischen einigen wenigen bis zu mehreren 100 000 Personen, findet man in anderen Quellen die Angabe "über 200 Landessprachen". Deutlich wird auf den Sprachenkarten die kleinräumige Sprachenverteilung in den Mandarabergen und im Hochland der Nord-West Provinz. Daneben gibt es Sprachen mit überregionaler Bedeutung, wie das Fulfuldé im Norden des Landes und das "Pidgin" in den anglophonen Provinzen Süd-West und Nord-West.

Als Amtssprachen wurden auf Grund der geschichtlichen Entwicklung (zwei getrennte Verwaltungsmandate nach dem ersten Weltkrieg) Französisch und Englisch bestimmt, wobei die beiden anglophonen Provinzen Nord-West und Süd-West etwa 20% der Bevölkerung Kameruns stellen.

Karten zur Sprachenvielfalt Kameruns bietet das SIL (Summer Institute of Linguistics, Dallas). Selbst wenn die SIL-Sprachenklassifizierung unter Sprachwissenschaftlern nicht unumstritten ist, die SIL eine zu enge Auffassung bei der Klassifikation unterstellen, geben die Karten doch einen guten Eindruck der Sprachenvielfalt Kameruns.

 

Darüberhinaus entstand aus dem Französischen eine neue Mischsprache, die Elemente des Französischen, des Cameroon Pidgin-English und verschiedener Landessprachen in sich vereinigt: das Camfranglais.

Videos zum Thema:

In diesem völkerreichen Land treffen somit unterschiedlichste Kulturen, Lebensformen, Sprachen und Religionen - deren Grenzen teilweise auch ethnienübergreifend verlaufen - aufeinander. Gegensätze und Interessenskonflikte zwischen verschiedenen EthnienÖffnet externen Link in neuem Fenster, Nomaden und Sesshaften bzw. Viehhaltern und AckerbauernÖffnet externen Link in neuem Fenster,  allochthonen und autochthonen BevölkerungsgruppenÖffnet externen Link in neuem Fenster, Frankophonen und AnglophonenÖffnet externen Link in neuem Fenster, Stadt- und Landbevölkerung, "Nordisten" und "Südisten", Christen und Muslimen führten und führen manchmal auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Teilweise werden diese Konflikte auch von einzelnen Eliten oder politischen Parteien instrumentalisiert. Trotz, ja vielleicht gerade  wegen, seiner Heterogenität zählte Kamerun bisher zu einem der, vergleichsweise, stabilsten Länder der Region. Eine Situation, die aber nicht unbedingt von DauerÖffnet externen Link in neuem Fenster bleiben muss.

Regionalismus, Ethnizität

Trotz offiziell propagierter Zweisprachigkeit ist die Unterscheidung in französisch- und englischsprachige Kameruner die augenfälligste Trennlinie, die die kamerunische Gesellschaft durchzieht. Französischsprachige Kameruner orientieren sich verstärkt an Frankreich und der FrankophonieÖffnet externen Link in neuem Fenster, während sich die Anglophonen mit Großbritannien und dem CommonwealthÖffnet externen Link in neuem Fenster identifizieren. Militante sezessionistische Kräfte proklamierten 1999 die Republik AmbazoniaÖffnet externen Link in neuem Fenster, die Mitglied der "Unrepresented Nations and Peoples Organisation (UNPO)" ist. Trotzdem handelt es sich bei Anglophonen und Frankophonen um keine homogenen Blöcke, sondern innerhalb dieser Gruppen existieren mannigfache interethnische Konflikte. Beispiele hierfür sind die Spannungen zwischen den anglophonen Nordwestlern und SüdwestlernÖffnet externen Link in neuem Fenster oder den Bamilékévölkern und anderen frankophonen Ethnien. Interessenskonflikte, z.B. um Landnutzungsrechte oder Grundbesitz, aber auch Versorgungsnotlagen, wie z.B. Wassermangel, oder aber parteipolitische Auseinandersetzungen werden häufig ethnisiert oder ethnisch instrumentalisiert. Bei der Besetzung öffentlicher Ämter wird zwar streng auf ethnischen Proporz geachtet, trotzdem stellt es kein Tabu dar, ethnische Konflikte parteipolitisch zu nutzen. Bisher kam es aber nur vereinzelt zu lokal eng begrenzten ethnischen Zusammenstößen.

Die Identifizierung mit der eigenen Ethnie ist stark ausgeprägt. Ob Kirdigruppe aus den MandarabergenÖffnet externen Link in neuem Fenster, Mbororo-FulaniÖffnet externen Link in neuem Fenster, BamunÖffnet externen Link in neuem Fenster, BakweriÖffnet externen Link in neuem Fenster, BamilékévölkerÖffnet externen Link in neuem Fenster (wie z.B. BahamÖffnet externen Link in neuem Fenster, BabadjouÖffnet externen Link in neuem Fenster, BandenkopÖffnet externen Link in neuem Fenster), BassaÖffnet externen Link in neuem Fenster, FangÖffnet externen Link in neuem Fenster, PygmäenÖffnet externen Link in neuem Fenster oder SawaÖffnet externen Link in neuem Fenster - die Ethniengruppe Südkameruns - jede Volksgruppe veranstaltet "Kulturtreffen", betreibt eigene Tontines und propagiert ethnische Solidarität und Zusammenhalt, vor allem wenn sich ihre Mitglieder in der "Diaspora", wie z.B. in den Städten außerhalb ihrer Region oder im Ausland, befinden.

Soziale Lage und soziale Klassen

Die gewaltigen sozialen GegensätzeÖffnet externen Link in neuem Fenster werden in Kamerun vor allem in den großen Städten augenfällig, wo Arm und Reich direkt aufeinandertreffen. Eine gesellschaftliche Mittelschicht ist nur schwach entwickelt. Mittlerweile kommt es immer öfter zu Zerstörungen von städtischen ArmenviertelnÖffnet externen Link in neuem Fenster.
Statussymbole wie Luxusautos, teure Villen, exklusive Clubmitgliedschaften und der Konsum von Importwaren gehören zum Lebensstil der kamerunischen Eliten. Oder, wie es augenzwinkernd heißt: "Les "V-s": Voiture, villa et ventre", wobei inzwischen auch vidéo und virement hinzugezählt werden.
Andrerseits steht jeder reiche Kameruner unter genauer Beobachtung sowohl durch seine (Groß-) Familie, als auch durch sein Heimatdorf und seiner ethnischen Gruppe,- und dem sozialen Druck zur "Streuung" des Reichtums ist nur schwer auszuweichen.

Videos zum Thema:

Stadt-Land-Verhältnis

Trotz der hohen Verstädterungsrate ist für jeden Kameruner "au village" der "Mutterschoß", in den auch der Städter in regelmäßigen Abständen zurückkehrt.
Einerseits wartet die Stadt mit Möglichkeiten und Verheißungen auf, die vor allem auf junge Leute eine große Anziehungskraft ausüben. Andererseits bietet das Dorf für viele Kameruner angesichts wiederholter ökonomischer Krise eine LebensgrundlageÖffnet externen Link in neuem Fenster, die in der Stadt nicht mehr zu finden ist.

Geschlechterverhältnis

Nach wie vor besteht in Kamerun eine deutliche Diskrepanz zwischen bestehenden GleichstellungsrechtenÖffnet externen Link in neuem Fenster und der WirklichkeitÖffnet externen Link in neuem Fenster. Frauen sind in Kamerun zu einem sehr hohen Anteil erwerbstätig. Die große Mehrheit ist BäuerinÖffnet externen Link in neuem Fenster und damit für die Nahrungsmittelproduktion des Landes zuständig. Mehr Frauen als in anderen afrikanischen Ländern bekleiden untere und mittlere Positionen in Verwaltung und Schule oder arbeiten als Kleinunternehmerinnen. Sehr viele verdienen - daneben oder ausschließlich - ihren Lebensunterhalt bzw. das zum Leben notwendige Bargeld im informellen SektorÖffnet externen Link in neuem Fenster. Trotzdem sind sie in Entscheidungspositionen unterrepräsentiertÖffnet externen Link in neuem Fenster und auch in familiären Angelegenheiten gilt der Mann als Chef, was durch traditionelles und modernes Familien- und EherechtÖffnet externen Link in neuem Fenster bestätigt wird. Der UNDP-"Gender-Related Development Index (GDI)" gibt Auskunft über den Unterschied in der Lebensqualität (Lebenserwartung, Alphabetisierung, reale Kaufkraft) von Männern und Frauen. Er beträgt für Kamerun 114 (v. 156; 2007/2008).
Alles in allem ein deutlicher WiderspruchÖffnet externen Link in neuem Fenster zu den heeren Zielen der Millenium Development Goals.

Es gibt inzwischen viele kamerunische NichtregierungsorganisationenÖffnet externen Link in neuem Fenster, die sich mit Themen wie Gewalt gegen FrauenÖffnet externen Link in neuem Fenster, Verheiratung Minderjähriger, ZwangsehenÖffnet externen Link in neuem Fenster, Frauenalphabetisierung, Frauengesundheit, aber auch mit der Förderung und Begleitung von Frauen bei der UnternehmensentwicklungÖffnet externen Link in neuem Fenster und vielem anderen mehr auseinandersetzen. Aber auch die Frage der politischen Teilhabe von Frauen in der kamerunischen Politik wird aufgegriffen, pressure groups entstehen und es wird Hilfe für Betroffene angeboten. Obendrein ist die internationale VernetzungÖffnet externen Link in neuem Fenster per Internet kein Problem.

Aber auch Männer, vorallem junge Männer, werden von traditioneller RollenerwartungenÖffnet externen Link in neuem Fenster und den Anforderungen des "modernen" Lebens unter Druck gesetzt.

Weitere Themen, die ausschließlich oder schwerpunktmäßig die Rechte von Frauen und Mädchen betreffen sind ProstitutionÖffnet externen Link in neuem Fenster, auch KinderprostitutionÖffnet externen Link in neuem Fenster, MenschenhandelÖffnet externen Link in neuem Fenster, VergewaltigungÖffnet externen Link in neuem Fenster und Praktiken wie weibliche GenitalverstümmelungÖffnet externen Link in neuem Fenster und das BrustbügelnÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Bildung

Schule

Schülereinzug
© E. Herold

Die Geschichte der formalen Schulbildung Kameruns begann mit den europäischen Missionaren. Heutzutage existieren in Kamerun zwei SchulsystemeÖffnet externen Link in neuem Fenster: die anglophonen Provinzen orientieren sich am britischen Schulsystem, wohingegen im frankophonen Landesteil das französische Modell vorherrscht.
Zuständig für die Bildung ist der StaatÖffnet externen Link in neuem Fenster. Auf dem Papier besteht in Kamerun allgemeine Schulpflicht, die staatliche PrimarschulbildungÖffnet externen Link in neuem Fenster soll kostenlos sein. 50% der Primarschulen sind staatlich, 50% in privater, vorwiegend konfessioneller Trägerschaft. Auch unter den SekundarschulenÖffnet externen Link in neuem Fenster, die es sowohl in allgemeinbildender als auch technischer Ausrichtung gibt, existieren sowohl staatliche als auch private.
Schlecht bezahlte, unmotivierte Lehrer, unangepaßte Lehrinhalte, überfüllte Klassen, hohe Abbruch- und Wiederholungsraten sowie Korruption sind nur einige der vielen Probleme in Kameruns Schulen. Schulbildung für MädchenÖffnet externen Link in neuem Fenster ist keine Selbstverständlichkeit, und diese Aussage gilt nicht nur für den in solchen Fragen als besonders rückständig geltenden Norden.

Hochschulbildung

UniversitätenÖffnet externen Link in neuem Fenster entstanden in Kamerun nach der Unabhängigkeit 1961/62Öffnet externen Link in neuem Fenster.
Staatliche Universitäten bestehen in Yaoundé (Yaoundé IÖffnet externen Link in neuem Fenster und IIÖffnet externen Link in neuem Fenster), DoualaÖffnet externen Link in neuem Fenster, DschangÖffnet externen Link in neuem Fenster, NgaoundéréÖffnet externen Link in neuem Fenster , BueaÖffnet externen Link in neuem Fenster und MarouaÖffnet externen Link in neuem Fenster; letztere ist die einzige anglophone Universität Kameruns. Es gibt auch mehrere private Universitäten (z.B. Université des MontagnesÖffnet externen Link in neuem Fenster) und Hochschulen.
Seit Jahren befinden sich die Hochschulen Kameruns in einer permanenten Krise: "brain drain"Öffnet externen Link in neuem Fenster, unzumutbare StudienbedingungenÖffnet externen Link in neuem Fenster und die Frage des Einhaltens einer "Regionalen Balance"Öffnet externen Link in neuem Fenster bilden dauerhaften Zündstoff.

© Gudrun Riedel

Gesundheit und Sozialwesen

Medizin und Gesundheitsversorgung

Seit den 90-er Jahren befindet sich das staatliche GesundheitssystemÖffnet externen Link in neuem Fenster Kameruns in der UmstrukturierungÖffnet externen Link in neuem Fenster. Ziele sind Dezentralisierung, Qualitätskontrolle und die Einbindung der Bevölkerung in Verwaltung und Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen. Allerdings waren die bisherigen Ergebnisse der staatlichen Gesundheitspolitik wenig eindrucksvollÖffnet externen Link in neuem Fenster.
Absoluter Ärztemangel aufgrund mangelnder AusbildungsplätzeÖffnet externen Link in neuem Fenster, relativer Ärztemangel, denn die wenigen Ärzte lassen sich vorwiegend in den städtischen Zentren nieder, unzulängliche Infrastruktur und knappe Arzneimittel sind nur einige der Missstände, die die medizinische Versorgungslage Kameruns kennzeichnen. GesundheitsindikatorenÖffnet externen Link in neuem Fenster wie Lebenserwartung, Kindersterblichkeit oder Müttersterblichkeit liegen leicht unterhalb des afrikanischen Durchschnitts, auffällig sind aber die starken regionalen Unterschiede, in denen sich, wie schon bei den Armutsindizes, das Süd-Nordgefälle widerspiegelt.
HIV/AIDSÖffnet externen Link in neuem Fenster, MalariaÖffnet externen Link in neuem Fenster und TuberkuloseÖffnet externen Link in neuem Fenster zählen zu den wichtigsten Krankheiten. Seit eines grossen Cholera-Ausbruchs im Mai 2010 scheint sich die Cholera in KamerunÖffnet externen Link in neuem Fenster erst einmal festgesetzt zu haben. Hauptursache dieser Krankheit: Wassermangel, insbesondere der Mangel an sauberem Wasser, und dieser betrifft sowohl die ländlichen Gegenden als auch die Städte. 

Kultur

Kulturelle Identitäten

Laut der Klassifizierung nach Kulturdimensionen (nach Geert Hofstede), kennzeichnet sich die kamerunische Gesellschaft durch eine ausgeprägte Machtdistanz (Hierarchien sind erwünscht, ja notwendig), einen deutlichen Trend zu kollektiven Verhaltensmustern (das "Wir" ist wichtiger als das "Ich"), bei mittlerer bis schwacher Unsicherheitsvermeidung (Ungewissheit ist normal). Die Kultur ist eher feminin (Beziehungen sind wichtig) und kurzzeitorientiert.
Selbstverständlich liefert diese Einteilung nur einen groben Rahmen. Die Feinheiten ergeben sich durch die unterschiedlichen Regionen wie Nord- oder Südkamerun, die verschiedenen ethnischen Komponenten, den Stadt-Land-Gegensatz, die soziale Stellung, den Bildungsstand und vieles andere mehr.

Kunst

Musik

Musik rangiert in Kamerun auf der Beliebtheitsskala gleich hinter Fußball. Ob traditionelle Musik auf dem Land, die unzähligen Kirchenchöre oder moderne Musik, wie Pop, Rock oder Jazz,- jedwede MusikformÖffnet externen Link in neuem Fenster erfreut sich größter Beliebtheit und der Musikgeschmack ist breit gefächert.
Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wird Musik auch als politisches und ethnisches AushängeschildÖffnet externen Link in neuem Fenster benutzt.   

Kamerunische Musikstars auf der internationalen Szene sind Manu DibangoÖffnet externen Link in neuem Fenster, dessen Stücke auch bei internationalen Pop-Größen heiß begehrtÖffnet externen Link in neuem Fenster sind, und Richard BonaÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Der Musiker und Poet Francis BebeyÖffnet externen Link in neuem Fenster ist 2001 gestorben. Er war im Ausland sehr bekannt, lebte jedoch nicht in Kamerun, weil er von offizieller Seite politisch bekämpft wurde. Hier eine Hommage an ihn von der Deutsch-Kamerunischen GesellschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Literatur

Während in der Musik häufig in den Landessprachen gesungen wird, ist die LiteraturÖffnet externen Link in neuem Fenster faktisch französisch oder englisch. Sie wird auch fast nur im Ausland verlegt, unter anderem weil die meisten relevanten Schriftsteller zur politischen Opposition gehören und häufig im Exil leben oder lebten. Rene PhilombeÖffnet externen Link in neuem Fenster und Mongo BetiÖffnet externen Link in neuem Fenster, zwei Klassiker der kamerunischen Literatur sind beide im Jahr 2001 verstorben. Ferdinand OyonoÖffnet externen Link in neuem Fenster, ein weiterer großer alter Mann der kamerunischen Literatur, hat sich mit dem Regime arrangiert und war lange Jahre Regierungsmitglied.

Calixthe BeyalaÖffnet externen Link in neuem Fenster ist eine der wenigen Frauen in der kamerunischen Literatur. Ihre, vieldiskutierten, Werke behandeln häufig Frauenthemen.
Patrice NganangÖffnet externen Link in neuem Fenster ist ein international sehr erfolgreicher Vertreter der jüngeren Schriftstellergeneration.

Kino

Immer wieder machen kamerunische Regisseure auch international von sich reden. Jean Marie TenoÖffnet externen Link in neuem Fenster und Jean-Pierre BekoloÖffnet externen Link in neuem Fenster sind wichtige Vertreter des kamerunischen Kinos.

Allgemein

Hochburgen des Kunstgewerbes sind die Städte Foumban im Westen und Maroua im Norden, sowie die grassfields RegionÖffnet externen Link in neuem Fenster in der Nordwest Provinz.

Videos zum Thema:

Religion

Offizielle Religionen

Religion ist wichtig in Kamerun. Hinsichtlich der Religionszugehörigkeit zählen sich 40% der Kameruner den christlichen Kirchen zugehörig, 40% den traditionellen Religionen und 20% dem Islam. Letztendlich sind diese Zahlen aber mit Vorsicht zu genießen, da religiöse "Mischformen" weit verbreitet sind.
Das afrikanische Phänomen des zunehmende Sekten(un)wesensÖffnet externen Link in neuem Fenster ist auch in Kamerun verbreitet und findet unter den verarmten Bevölkerungsschichten immer mehr AnhängerÖffnet externen Link in neuem Fenster.

© Gudrun Riedel
© Gudrun Riedel

Politische und gesellschaftliche Bedeutung von Religion

In Kamerun gibt es keine Staatsreligion. Die kamerunische Verfassung garantiert ihren Bürgern ReligionsfreiheitÖffnet externen Link in neuem Fenster und in aller Regel respektiert der Staat dieses Grundrecht.
Das Verhältnis der Religionen untereinander ist im Allgemeinen gut. Zwar werden Anhänger traditioneller Religionen im muslimischen Norden oft verächtlich angesehen, auch wurde vereinzelt von kleineren Konflikten zwischen Christen und Moslems berichtet, aber im Großen und Ganzen ist der Umgang der Religionen untereinander (noch?) von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt.

Über die Autorin

Gudrun Riedel
Gudrun Riedel

 

Jahrgang 1958, Dipl.agr.ing.         

1991-1999 Mit dem DED in Rwanda und Kamerun (Schwerpunkt Ländl. Entwicklung und Organisationsförderung)

Seit 1999:  freiberufliche Tätigkeit als Referentin in der entwicklungspädagogischen und entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des DED u.a.

Seit 2003: landeskundliche Tutorin für Kamerun bei InWEnt-Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit

Reiseleiterin für Kamerun bei Projekt- und BegegnungsreisenÖffnet externen Link in neuem Fenster  

Über Anregungen und Kommentare würde ich mich freuen.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Januar 2011 aktualisiert.

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