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Radlader bei der Holzernte

Wirtschaft und Entwicklung

BeschreibungInhalt
geschätztes BIP:44,6 Mrd. US-$ (2010)
Pro Kopf Einkommen (Kaufkraftparität):2300 US-$ (2010)
Rang der menschlichen Entwicklung (HDI):Rang 150 (von 187) (2010)
Anteil Armut (unter 2  $ pro Tag):19,35%
Einkommensverteilung (Gini-Koeffizient):44,6 (2001)
Anteil alphabetisierte Erwachsene:71 % (2007)

Kamerun

Landesflagge Kamerun

Wirtschaft

Wirtschaftssystem und Wirtschaftssektoren

Die Wirtschaft KamerunsÖffnet externen Link in neuem Fenster ist marktwirtschaftlich orientiert. Die Monopolstellung, die der Staat bis weit in die 90-er Jahre in vielen Wirtschaftszweigen innehatte, ist zum größten Teil abgebaut. Von der großen Privatisierungswelle der letzten 10 Jahre profitierten vor allem ausländische Unternehmen: zu den Gewinnern zählten französische, aber auch südafrikanische und US-amerikanische Firmen. Wichtigster Wirtschaftssektor ist traditionell die Landwirtschaft mit 44 % , gefolgt vom Dienstleistungssektor mit 39 % und der Industrie mit 17 % des BSP.

Wirtschaftsindikatoren, Analysen, Statistiken

Ob Jahresbericht von African Economic OutlookÖffnet externen Link in neuem Fenster oder Länderanalyse der Banque de FranceÖffnet externen Link in neuem Fenster, letztendlich kommen sie zu ähnlichen Ergebnissen: nachdem es 2007 bis 2009 aufgrund der Verschlechterung der Handelsbilanz, des geringeren Steueraufkommens, der Nahrungsmittelkrise und dem Energiedefizit wirtschaftlich bergab ging, z.T. als Folge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, z.T. aber auch aus "hausgemachten" Gründen, scheint sich die kamerunische Wirtschaft mit Wachstumsrate von 3% (2010) bis zu prognostizierten 5% (!?) zu stabilisieren.

Auf dem Weltmarkt "erholten sich" Holz, Kaffee und Baumwolle, weswegen der primäre Sektor stark zum jüngsten Wachstumserfolg beitrug. 

Im industriellen Sektor schnitten vorallem lebensmittelverarbeitende Betriebe und der Baubereich, aufgrund von staatlich geförderten Infrastrukurmassnahmen, gut ab. Allerdings stellt die Energieknappheit in diesem Komplex weiterhin die größte Bremse dar.

Im Dienstleistungsbereich boomten Telekommunikationsbranche, Transportwesen und Handel.

Aufgrund der Beruhigung der Lebensmittelpreise sank auch die anfänglich hohe Inflationsrate (5,3% in 2008) auf mittlerweile 1,3%.  Staatliche Bemühungen den Ausbau von Infrastruktur, von Bildungs- und Gesundheitsbereich zu forcieren, zeichnen sich ab. 

Die http://www.gtai.de/ext/Export-Einzelsicht/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument,templateId=renderPrint/MKT201002238021.pdfWirtschaftstrends in Kamerun werden als mäßig gut eingeschätzt. Beklagt wird das investitionsfeindliche GeschäftsklimaÖffnet externen Link in neuem Fenster aufgrund von fehlender Infrastruktur, bürokratischen Hürden, Behinderung durch Justiz und Finanzverwaltung, sowie Korruption. Aber auch hier scheint es einen leichter Aufwärtstrend zu geben.

Auch Informationen für ausländische InvestorenÖffnet externen Link in neuem Fenster sind im Internet abzurufen.

Wirtschaftspolitik

Dank des Erdölbooms galt Kamerun Anfang der achtziger Jahre, zusammen mit Südafrika und Nigeria, als ein, für afrikanische Verhältnisse, wohlsituiertes Land. Es hatte den Ruf eines "Musterländles".

Hohe Staatsausgaben für Prestigeprojekte und einen aufgeblähten Staatsapparat, gepaart mit ungünstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, hatten eine massive interne und externe Verschuldung zur Folge, die Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Kameruns führten. Mehrere Strukturanpassungsprogramme des IWF blieben erfolglosÖffnet externen Link in neuem Fenster . Ende der 90-er Jahre zählte Kamerun zu den ärmsten Ländern und qualifizierte sich im Oktober 2000 als HIPC-LandÖffnet externen Link in neuem Fenster (decision point). Die Bedingung für den Schuldenerlass: Kamerun musste sich einem speziellen StrukturanpassungsprogrammÖffnet externen Link in neuem Fenster unterwerfen. Verlangt wurde u. a. die Ausarbeitung eines Strategiepapiers zur Armutsbekämpfung und Maßnahmen gegen Korruption. Im April 2006 erreichte Kamerun den "completion point"Öffnet externen Link in neuem Fenster und im Juni 2006 war es soweit: Kamerun bekam vom Pariser Club einen großen Teil der Schulden erlassenÖffnet externen Link in neuem Fenster .
Seit der Wirtschaftskrise in den 90-er Jahren veröffentlicht die kamerunische Regierung in regelmäßigen Abständen Stellungnahmen und AbsichtserklärungenÖffnet externen Link in neuem Fenster zur Wirtschafts- und Finanzpolitik um ihren "good will" gegenüber internationalen Geldgebern unter Beweis zu stellen. Die Fortsetzung der Privatisierung staatlicher Unternehmen, eine Diversifizierung der Produkte bzw. eine Stärkung des Nichtölsektors, die Schaffung eines investitionsfreundlichen Klimas, die Erhöhung der Staatseinnahmen und ein entsprechendes Ausgaben-Monitoring sowie Transparenz und Korruptionsbekämpfung sind vielzitierte Zielsetzungen kamerunischer Wirtschaftspolitik.

Privatisierung

Die PrivatisierungÖffnet externen Link in neuem Fenster staatlicher und parastaatlicher Unternehmen bleibt in Kamerun weiterhin sehr umstritten. Undurchsichtige GeschäftspraktikenÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie das Schüren alter und neuer KonfliktlinienÖffnet externen Link in neuem Fenster, wie z.B. zwischen Anglo- und Frankophonen, erregen immer wieder die Skepsis gegenüber diesem Instrument. Auch brachten viele Privatisierungen nicht die gewünschte LeistungsverbesserungÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Die Trinkwasserversorgung Öffnet externen Link in neuem Fenster basiert mittlerweile als Public Private Partnership (PPP) auf der Basis von output-based aidÖffnet externen Link in neuem Fenster.

 

Produkte und Produktionsweisen

Agrarprodukte

Die wichtigste Säule der kamerunischen Ökonomie stellt die LandwirtschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster dar. Traditionelle "Cash crop"-Kulturen sind KakaoÖffnet externen Link in neuem Fenster, KaffeeÖffnet externen Link in neuem Fenster, BaumwolleÖffnet externen Link in neuem Fenster, Bananen, Kautschuk, Tee, Zuckerrohr und Palmöl, wobei Kamerun bis vor kurzem von den guten Weltmarktpreisen für einige der Produkte (Kakao, Kaffee, Kautschuk) profitierte.
Während z.B. KakaoÖffnet externen Link in neuem Fenster (SW, Centre, Sud), Kaffee (Oest) und Baumwolle (Nord, EN) von Kleinbauern produziert werden, liegen Bananen- u. Palmölproduktion z.T., Kautschuk- und Teeproduktion vollständig in den Händen von Agroindustrieunternehmen, die z.T. parastaatlichÖffnet externen Link in neuem Fenster sind, z.T. mittlerweile privatisiert.
Der Großteil der Nahrungsmittelproduktion liegt in den Händen von Kleinbauern und konkurriert mit der "Cash crop"-Produktion. Internationale Krisen und Schwankungen der Rohstoffpreise treffen immer wieder die kamerunische Landwirtschaft, wie z.B. die BaumwollproduktionÖffnet externen Link in neuem Fenster, und haben damit direkte Auswirkungen auf die ländliche Bevölkerung.

Seit 2005 stieg Kamerun verstärkt in die Biodieselproduktion mit Ölpalmen ein. Konkrete Zahlen zum Umfang werden unter Verschluss gehalten, wohl auch deshalb weil die Palmölproduktion bereits für den Eigenverbrauch, d.h. für Speiseöl- und Seifenherstellung, nicht ausreicht.

Videos zum Thema:

Holz

Holz, das grüne Gold Kameruns, stellt einen wichtigen Rohstoff dar, dessen Nutzung für die Wirtschaft Kameruns von großer Bedeutung ist. Die Einkünfte aus der Forstwirtschaft stellen einen nicht unbeträchtlichen Anteil an den Staatseinnahmen, der sich aus Einschlagskonzessionen, Steuern und Exportzöllen zusammmensetzt. Allerdings ist hierbei eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes von ausschlaggebender Bedeutung, alles andere hieße nur "sein Tafelsilber zu verscherbeln". Zum Schutz der eigenen holzverarbeitenden Industrie besteht ein Verbot für den Export von Rundholz.

Beim Holzexport machte sich die globale Wirtschaftskrise als Erstes bemerkbarÖffnet externen Link in neuem Fenster, internationale Aufkäufer stornierten die Aufträge. 2010 unterzeichnet zumindest EU und Kamerun ein Abkommen zur Zertifizierung von ExportholzÖffnet externen Link in neuem Fenster...  

Holzlager
© Steve Morgan

Erdöl und Erdgas

Erdöl- und ErdgasvorkommenÖffnet externen Link in neuem Fenster  gibt es in Kamerun zum einen in Küstenbereich des Rio del Rey-, des Douala- und des Kribi-Campo Beckens (on-und offshore), als auch im Logone-Birni Becken. 

Nach Förderrückgängen in den letzten Jahren wird ein Anstieg aufgrund der Erschliessung neuer Lagerstätten für 2012 prognostiziertÖffnet externen Link in neuem Fenster. Das ErdölÖffnet externen Link in neuem Fenster, das vorallem im Golf von GuineaÖffnet externen Link in neuem Fenster von europäischen (z.B. Total bzw. mittlerweile PerencoÖffnet externen Link in neuem Fenster, Pecten/Shell) und mittlerweile auch chinesischen MineralölunternehmenÖffnet externen Link in neuem Fenster gefördert wird, eine wichtige Einnahmequelle für den kamerunischen Staat.
Die Nutzung der Gasreserven steht noch am Anfang.

Bohrinsel vor Limbé
© Gudrun Riedel

Oktober 2003 wurde die Erdölpipeline Tschad-Kamerun offiziell eröffnet. Die über 1000 km lange Pipeline führt von den tschadischen Ölfeldern DobasÖffnet externen Link in neuem Fenster zum kamerunischen Kribi. Das Projekt eines Konsortiums der Firmen ExxonMobil (USA), Chevron Texaco (USA) und Petronas (Malaysia), das auch von der WeltbankÖffnet externen Link in neuem Fenster mitfinanziert wurde, ist hinsichtlich seiner sozialen und ökologischen BrisanzÖffnet externen Link in neuem Fenster nach wie vor sehr umstritten.
Es bildete sich ein internationales Netzwerk von ArbeitsgruppenÖffnet externen Link in neuem Fenster, das sich mit den Auswirkungen des Projekts beschäftigte und versuchte gewisse ökologische und soziale Mindeststandards durchzusetzen.

Die Einnahmen Kameruns durch das ErdölÖffnet externen Link in neuem Fenster setzen sich aus dem Eigengeschäft, Steuern, Zöllen, Transitgebühren und Konzessionen zusammen, allerdings lässt die Transparenz hinsichtlich der fließenden Gelder stark zu wünschen übrig und steht immer wieder in der Kritik Öffnet externen Link in neuem Fenster.
Auch in Kamerun sind die großen Hoffnungen hinsichtlich der Effekte des Projekts im Bereich der Armutsbekämpfung zerstoben.

Videos zum Thema:

Verlegung der Erdölpipeline Doba-Kribi durch den tropischen Regenwald
© Jens Kuesters/Greenpeace

Andere Bodenschätze

Auch in Bezug auf die Ausbeutung anderer Bodenschätze, wie
Eisenerz (Mbalam/Est),
Kobalt, Nickel u. Mangan (Nkamouna, Lomié/Est), 
Uran (Lolodorf/Sud, Nki/Est),
Gold (Djoum, Ntem, Nkout/Sud, Batouri/Est, Rey Bouba/Nord) oder 
Bauxit (Minim-Martap, Ngaoundal/Adamoua)
haben internationale Bergbaukonzerne ein Auge auf Kamerun. In den letzten Jahren wurden Bergbaulizenzen an verschiedene ausländische InvestorenÖffnet externen Link in neuem Fenster vergeben. Vorallem kanadische, australische und US-Firmen sind in diesem Sektor aktiv. 

Telekommunikation

Innerhalb des Dienstleistungssektors boomt die InformationstechnologieÖffnet externen Link in neuem Fenster. Während sich Computer und Internet nur in den Städten konzentrieren, sind MobiltelefoneÖffnet externen Link in neuem Fenster allgemein verbreitet und haben innerhalb kürzester Zeit sogar die kamerunischen Dörfer erobert.

Sendemast in den Mandarabergen
© Gudrun Riedel

Informeller Sektor

Seriösen Vermutungen zufolge erwirtschaftet der informelle SektorÖffnet externen Link in neuem Fenster Kameruns mehr als der formelle. Besonders im urbanen Bereich hält sich ein Großteil der Bevölkerung (Schätzungen sprechen von weit über 50%) mit Aktivitäten im informellen Sektor über Wasser.
75 % der Bevölkerung legen ihr Geld in informellen Sparvereinen (TontinesÖffnet externen Link in neuem Fenster) an, die auch ein System sozialer Absicherung darstellen.

Handel: Binnen- und Außenhandel, Handelsbilanz

Der Binnenhandel findet zumeist in Süd-Nord Richtung statt: Fisch, Holz, Früchte und Importgüter, die über den Hafen von Douala ins Land kommen, werden nach Norden, Fleisch und Zwiebeln Richtung Süden transportiert.
Kamerun hatte in den letzten Jahren eine fast ausgeglichen Handelsbilanz, die aber in den letzten Jahren aus dem GleichgewichtÖffnet externen Link in neuem Fenster geriet. Dieser Trend setzt sich fort. Die weltweite Finanzkrise macht(e) sich auch in Kamerun massiv bemerkbarÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Haupthandelspartner ist nach wie vor die europäische Union, insbesondere Frankreich. Die Bedeutung Chinas nimmt rasant zu und China ist inzwischen Hauptexportabnehmer Kameruns (Rohholz!).Die USA sind führend in Bezug auf Investitionen (Tschad-Kamerun-Pipeline, AES SONEL).

HauptexportprodukteÖffnet externen Link in neuem Fenster sind Erdöl, HolzÖffnet externen Link in neuem Fenster, Kaffee, KakaoÖffnet externen Link in neuem Fenster, Aluminium und BaumwolleÖffnet externen Link in neuem Fenster.

 

Entwicklung und Entwicklungspolitik

Armut und Armutsbekämpfung

Über die Hälfte der Kameruner sind von mehrdimensionaler ArmutÖffnet externen Link in neuem Fenster betroffen. Bei den ArmutindikatorenÖffnet externen Link in neuem Fenster wie die landsspezifische durchschnittlichen Schuljahre (5,9) die Lebenserwartung (51,6) oder die Müttersterblichkeit (600 Sterbefälle auf 100 000 Geburten) dürfen die großen regionale Unterschiede nicht vergessen werden. Das Schlagwort:"Armut ist weiblich", kann für Kamerun wie folgt ergänzt werden: "Armut ist weiblich, ländlich und bewohnt den Norden."

Die Millenium Development Goals für KamerunÖffnet externen Link in neuem Fenster wurden wie folgt festgesetzt: Halbierung von Hunger und Armut, Grundschulausbildung für alle Kinder, keine Genderdisparität in der Schulausbildung, Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit, Aufhalten der HIV-und Malariaverbreitung, Zugang zu Trinkwasser und die Etablierung eines Handels-und Finanzsystems, das an die Erfordernisse eines Entwicklungslandes angepasst ist. - Schon ohne Weltwirtschaftkrise eine ambitionierte ZielvorgabeÖffnet externen Link in neuem Fenster. So wurde beispielsweise eine Wachstumsrate von 7% errechnet, um das Milleniumsziel "Armutshalbierung" bis 2015 zu erreichen,- faktisch wurden in den Jahren 2000-2010 jährliche Raten zwischen 2 und 3,5% erreicht.

Nationale Entwicklungsanstrengungen

Das Programme National de Développement Participatif (PNDP)Öffnet externen Link in neuem Fenster ist ein Programm der kamerunischen Regierung für partizipative Entwicklung, das sich an die ländliche Bevölkerung wendet (Sicherung der Grundversorgung, lokale selbstbestimmte Entwicklung, Dezentralisierung) und das von Weltbank, der KfW Entwicklungsbank und der Agence Française de Développement (AFD) mitgetragen wird.

Ausländische Entwicklungsanstrengungen

Das Weltbankentwicklungskonzept, das Comprehensive Development Framework (CDF)Öffnet externen Link in neuem Fenster, das einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt,- indem Wirtschafts-, Fiskal- und Sozialpolitik und -geschichte sowie die Struktur eines Landes berücksichtigt werden, findet auch in Kamerun seine Anwendung. Die Weltbank (WB, BM) engagiert sich momentan mit 24 ProjektenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Die UN-Organisation IFAD (International Fund for Agricultural Development)Öffnet externen Link in neuem Fenster engagiert sich ebenfalls mit einem IFAD LandesprogrammÖffnet externen Link in neuem Fenster in der Armutsbekämpfung.

Die African Development Bank Group (AfDB)Öffnet externen Link in neuem Fenster finanziert Projekte z.B. im Gesundheitsbereich oder zur Verbesserung der Infrastruktur.

Deutsche und europäische Entwicklungsorganisationen

Kamerun gehörte zu den frühen Partnern deutscher Entwicklungszusammenarbeit. So feierte der DED im Jahr 2005 das 40. Jubiläum seines Engagements in Kamerun.

Seit der Fusion von DEDÖffnet externen Link in neuem Fenster, GTZÖffnet externen Link in neuem Fenster und InWEnt 2011 setzt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Arbeit in Kamerun fort. Schwerpunktbereiche sind Gesundheit (u.a. HIV/AIDS), Umwelt (Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen) und Dezentralisierung, partizipative Entwicklung und Regierungsführung.

Der Evangelische EntwicklungsdienstÖffnet externen Link in neuem Fenster arbeitet ebenfalls in Kamerun und unterstützt, neben z.B. Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft, unter anderem die Kampagne der kamerunischen NRO ACDIC (Association Citoyenne de Defense des Interets Collectifs)Öffnet externen Link in neuem Fenster, die u.a. gegen den Import von Geflügelresten aus Europa nach Afrika kämpft.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, die einher ging mit der Gründung von Filialen des Vereins in vielen kamerunischen Städten, ist es gelungen, die Importe gefrorener Hähnchen zurückzudrängen.

Auf der Seite der KfW Entwicklungsbank in KamerunÖffnet externen Link in neuem Fenster können die aktuellen Projekte der finanziellen Zusammenarbeit eingesehen werden

Die Agence Française de Développement (AFD)Öffnet externen Link in neuem Fenster unterhält Projekte u.a. im Bereich Landwirtschaft, Infrastruktur, Gesundheit und Bildung.

Der niederländische Entwicklungsdienst SNVÖffnet externen Link in neuem Fenster arbeitet u.a. in einem Projekt mit Baka Pygmäen.

Der Europäische Entwicklungsfonds (EDF, FED) Öffnet externen Link in neuem Fenster engagiert sich ebenfalls in der Armutsbekämpfung in den Bereichen: ländliche Entwicklung, Dezentralisierung, Unterstützung nichtstaatlicher Akteure etc.

Über die Autorin

Gudrun Riedel
Gudrun Riedel

 

Jahrgang 1958, Dipl.agr.ing.         

1991-1999 Mit dem DED in Rwanda und Kamerun (Schwerpunkt Ländl. Entwicklung und Organisationsförderung)

Seit 1999:  freiberufliche Tätigkeit als Referentin in der entwicklungspädagogischen und entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des DED u.a.

Seit 2003: landeskundliche Tutorin für Kamerun bei InWEnt-Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit

Reiseleiterin für Kamerun bei Projekt- und BegegnungsreisenÖffnet externen Link in neuem Fenster  

Über Anregungen und Kommentare würde ich mich freuen.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Januar 2011 aktualisiert.

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