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Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen
, wichtige Adressen bzw. Telefon-/Faxnummern können bei der kongolesischen Vertretung in der Bundesrepublik
oder der deutschen Botschaft in Kinshasa
bezogen werden.
Reisen innerhalb des Landes
ist nur in sehr begrenztem Umfang möglich. Im Verkehrs- und Kommunikationswesen herrschen chaotische Zustände. Das Straßennetz ist insgesamt unterdurchschnittlich entwickelt. Die wenigen Straßen außerhalb der großen Städte sind fast nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen zu benutzen. Während der Regenzeit sind weite Teile des Straßennetzes
unpassierbar.
Auf der zweimal wöchentlich verkehrenden Eisenbahn zwischen Kinshasa und Matadi
kommt es immer wieder zu Entgleisungen. Die Eisenbahnlinien im Landesinneren
sind meist unterbrochen. Die überfällige Sanierung der maroden Eisenbahninfrastruktur
steht oben auf der Prioritätenliste der neuen Regierung.
Viele Ortschaften im Landesinneren sind nur über Luftverkehr
erreichbar. Entsprechende Flughäfen sind allerdings nicht vorhanden. Sie bestehen meist nur aus Notlandebahnen und verfügen über keinerlei technische Ausstattung.
Es sind meist russische Piloten, die mit alten Propellermaschinen auf eigene Rechnung Personen, Tiere und Güter (räumlich nicht getrennt) durch dieses Riesenland transportieren.

Zurzeit werden bedeutende Stellen durch die UN-Flotte von Passagier- und Transportmaschinen vernetzt. Die UNO Mission spielte insbesondere bei der logistischen Bewältigung der Wahlen im Jahre 2006 eine bedeutende Rolle. Air MONUSCO beförderte nicht nur UN-Personal, sondern, wenn Platz ist, auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, kongolesische Abgeordnete, Wahlhelfer und Journalisten.
Die Sicherheitslage
im gesamten Land ist noch nicht vollständig stabil. Der Osten des Landes
( Ituri, Nord- und Süd-Kivu) ist nicht befriedet. Dies gilt auch für Teilen der Provinzen Katanga und Bas-Congo.
In den Kivu Provinzen werden aktuell Militäraktionen
gegen verbliebene Rebellengruppen durchgeführt. Vor Reisen in diese Regionen wird besonders gewarnt

In den meisten übrigen Teilen des Landes, einschließlich der Hauptstadt und den großen Städten wie Lubumbashi und Kisangani, ist die Sicherheitslage relativ gut. Die Kriminalität ist nicht höher als in anderen afrikanischen Ländern. Mit aktuell erhöhter Militärpräsenz sind auch Zwischenfälle mit dem Militär nicht auszuschließen.
Für Europäer, die im Kongo leben, ist es ratsam, Spannungsgebiete zu meiden oder andernfalls sich von Einheimischen begleiten zu lassen.
Das kongolesische Volk ist normalerweise aufgeschlossen und freundlich gegenüber Ausländern. In Krisensituationen besteht jedoch oft die Gefahr, dass Europäer lokalen Konfliktparteien zugeordnet und angegriffen werden.

Es besteht eine Vielzahl von Verboten, die mit der Sicherheitslage begründet werden und teilweise kurzfristig geändert werden. Dazu gehört das Fotografieren, insbesondere des Flughafens, von militärischen Einrichtungen, sonstigen Gegenständen von strategischer Bedeutung oder auch nur uniformierter Personen. Die Trennlinie zwischen Verbotenem und Erlaubtem ist nicht immer erkennbar.
In vielen Gebieten, einschließlich der großen Städte wie Kinshasa, Lubumbashi oder Kisangani, fehlt es an Dienstleistungen wie Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung
. Oft ist die Verwaltung zusammengebrochen. Die Armut im ganzen Land ist für jeden beim ersten Blick erkennbar und die Versorgung aufgrund der Unsicherheit und fehlender Infrastruktur nicht gewährleistet.
Die hygienischen Verhältnisse sind im allgemeinen schlecht, sanitäre Anlagen, wenn überhaupt vorhanden, in desolatem Zustand.
Die Möglichkeit guter fachärztlicher Versorgung ist eingeschränkt und die allgemeinen Krankenhauseinrichtungen sind unzureichend. Durch das Zusammenbrechen der Infrastruktur ist im Landesinneren die medizinische Versorgung
höchstens nur noch in Missionskrankenhäusern vorhanden.
Mit am häufigsten auftretende Krankheitsbilder sind Durchfallerkrankungen, verursacht durch Amöben, Würmer oder Bakterien bzw. Viren, Hepatitis und Malaria.
Der reisemedizinische Infoservice
Portal "Fit for Travel" in München empfiehlt zur Malaria-Vorbeugung vor allem den Schutz vor Mückenstichen. Dazu sind langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc. hilfreich. Auch eine Vorbeugung mit Medikamenten wird empfohlen. Daher sollte vor Abreise in Malaria-Risikogebiete (landesweit) eine Beratung beim Arzt stattfinden.
Zu beachten sind außerdem Erkrankungen wie AIDS, Geschlechtskrankheiten und Tuberkulose.
Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.
Der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung ist bereits am Flughafen bei der Einreise in die Demokratische Republik Kongo Pflicht.
Jacques Nshimyumukiza
ist Architekt und in seinem Fachgebiet, Umwelt- und Raumplanung, als Consultant tätig. Nebenberuflich organisiert und leitet er Projekt- und Studienreisen nach Ruanda hauptsächlich im Rahmen der langjährigen Länderpartnerschaft zwischen Ruanda und dem Bundesland Rheinland-Pfalz. Seit 2002 ist er als Landeskunde-Tutor für Ruanda und Burundi bei der V-EZ tätig
Auf Anregungen und Kommentare würde ich mich sehr freuen
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2011 aktualisiert.
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