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Vertreter einer Landgemeinde in der Region Ségou

Geschichte, Staat und Politik

Tag der Unabhängigkeit:22. September 1960
Staatsoberhaupt:Amadou Toumani Touré
Regierungschef:Modibo Sidibé
Politisches System:demokratisches Mehrparteiensystem
Demokratie Status- Index (BTI):Rang 49 (von 125)
Korruptionsindex (CPI):Rang 111 (von 180)

Geschichte & Staat

Besonderheiten der Landesgeschichte

Wesentliche historische Epochen bis zur Unabhängigkeit

Mali weist eine lange und bewegte GeschichteÖffnet externen Link in neuem Fenster auf. Die Republik Mali gab sich ihren Namen in Erinnerung an das westafrikanische Großreich MaliÖffnet externen Link in neuem Fenster unter der Keita-Dynastie (Blütezeit: 12.-13. Jahrhundert), das von den Malinké gegründet wurde und als das bedeutendste frühmittelalterliche Großreich Westafrikas angesehen wird. Das zweite wichtige mittelalterliche Reich war das Songhay-ReichÖffnet externen Link in neuem Fenster, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde und ebenso wie das Mali-Reich weite Teile Westafrikas umfasste. Unter dem berühmtesten Songhay-Herrscher, Mohammed Askia, kam es zunehmend zur Adaption arabisch-islamischer Lebensformen und insbesondere Timbuktu erlebte eine Phase kultureller BlüteÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Grabmoschee in Gao
Fotos: Kai-Uwe Seebörger
Sankoré-Moschee

 

 

 

Der Lehmbau der Grabmoschee des Songhay-Herrschers Mohammed Askia in Gao (oben) wurde inspiriert von den Pyramiden Ägyptens. Links die Sankoré-Moschee in Timbuktu, deren heutiger Grundriß auf einer Erweiterung während der Blütezeit Timbuktus im 15. Jahrhundert basiert

Am Ende des 16. Jahrhunderts drangen marokkanische Truppen nach Westafrika ein und schlugen die Armee des Songhay-Reiches vernichtend. In der Folge lösten sich die Bambara ab dem 17. Jahrhundert aus der Vorherrschaft der Songhay und bauten eine Reihe von Herrschaftszentren entlang des Niger v.a. um Ségou auf. Untereinander zerstritten, waren die Bambara nicht in der Lage, sich gegen die aus Guinea einfallenden Krieger des Volkes der ToucouleurÖffnet externen Link in neuem Fenster zu wehren, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Macht im nahezu gesamten heutigen Staatsgebiet Malis übernahmen.  

Über lange Zeit gab es in Europa nur sehr wenige Kenntnisse über die Gebiete südlich der Sahara, und v.a. Timbuktu wurde als eine sagenumwobene Stadt betrachtet. Erst 1828 wurde sie von dem Franzosen René CailléÖffnet externen Link in neuem Fenster als ersten Europäer betreten.  

Das Gebiet der heutigen Republik Mali wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von der französischen Kolonialarmee erobert. Der bewaffnete WiderstandÖffnet externen Link in neuem Fenster unter der Führung von Toucouleur-Führern hielt noch bis zur Jahrhundertwende an, brach dann aber zusammen. 1892 erfolgte die Gründung der französischen Kolonie SoudanÖffnet externen Link in neuem Fenster. Im Jahre 1904 erreichte die Bahnlinie von Dakar Richtung Mali den Niger bei Bamako, das daraufhin 1908 Hauptstadt der Kolonie wurde. 1920 untergliederte die französische Kolonialmacht ihre westafrikanischen Territorien in acht Teilkolonien, wobei das Territorium der heutigen Republik Mali dem damaligen Französisch-Sudan entsprach.  

Infolge der Zwangseingliederung in das französische KolonialsystemÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde die Kolonie zu einem Rohstofflieferanten (Baumwolle, Erdnüsse) und Absatzmarkt für Fertigprodukte degradiert. Zudem wurden in großem Stil Arbeiter und Soldaten für die KolonialarmeeÖffnet externen Link in neuem Fenster zwangsrekrutiert.

Markala-Staudamm
Foto: Kai-Uwe Seebörger

 

 

Beim Bau des Markala-Staudamms (fertiggestellt 1947) nördlich von Ségou wurden von der französischen Kolonialmacht Tausende Zwangsarbeiter eingesetzt

Nach dem zweiten Weltkrieg führte das wachsende politische Bewußtsein in den französischen Kolonialgebieten Westafrikas 1946 zur Gründung der Nationalbewegung Rassemblement Démocratique AfricainÖffnet externen Link in neuem Fenster (RDA). Einer der Führer der RDA war der spätere erste Staatspräsident der Republik Mali, Modibo KeitaÖffnet externen Link in neuem Fenster. 1958 wandelte Frankreich Französisch-Sudan in die halbautonome République Soudanaise um. 1959 bildeten der Senegal und die République Soudanaise die Mali-KonföderationÖffnet externen Link in neuem Fenster, die jedoch von kurzer Lebensdauer war, da sie bereits im September 1960 zerbrach. Am 22. September 1960 rief Modibo Keita die unabhängige Republik Mali aus. Seit dieser Zeit ist der 22. September malischer Nationalfeiertag.  

Der Verlauf der Grenzen der Republik Mali entspricht bis heute den Verwaltungsgrenzen der ehemaligen Teilkolonie Französisch-Sudan. Der Grenzverlauf ignoriert geographische und ethnische sprachliche Einheiten. So zerschneidet die Grenze zwischen Mali und Burkina Faso das Siedlungsgebiet der Bobo und die malisch-nigrische Grenze das Siedlungsgebiet der Songhay.

Entwicklung des heutigen Staates

Unter dem ersten Staats- und Regierungschef Modibo Keita betrieb Mali eine am sozialistischen Lager orientierte Politik, wobei das regierende Einparteiensystem sowohl zur Sowjetunion wie auch zur Volksrepublik China gute Beziehungen unterhielt. 1968 wurde Modibo Keita vom Militär gestürzt und das Land anschliessend 23 Jahre von einer Militärdiktatur unter Moussa TraoréÖffnet externen Link in neuem Fenster regiert. Die Umstände der Ermordung Modibo KeitasÖffnet externen Link in neuem Fenster 1977 sind bis heute weitgehend ungeklärt.

Im März 1991 wurde nach blutigen UnruhenÖffnet externen Link in neuem Fenster, die v.a. in Bamako zahlreiche Opfer forderten, der Diktator Traoré und die das Land regierende Einheitspartei von einer Gruppe Militärs unter Führung von Oberstleutnant Amadou Toumani Touré gestürzt. Nach seiner VerhaftungÖffnet externen Link in neuem Fenster wurde Moussa Traoré 1999 zur TodesstrafeÖffnet externen Link in neuem Fenster verurteilt, die jedoch wenige Monate später in eine lebenslange Haft umgewandelt wurde. Nach seiner BegnadigungÖffnet externen Link in neuem Fenster  im Mai 2002 wurde Moussa Traoré aus der Haft entlassen und lebt seither in Bamako.

Staatspräsident Amadou Toumani Touré
Staatspräsident Amadou Toumani Touré (seit 2002)

Die Dritte Republik

Der von Staatspräsident Amadou Toumani TouréÖffnet externen Link in neuem Fenster (populäre Kurzbezeichnung: ATT) geleitete Nationale Verteidigungsrat betonte von Anfang an seine Bereitschaft, einen möglichst schnellen Übergang hin zu einer zivilen Regierung zu ermöglichen. Im April 1991 wurde eine Übergangsregierung gebildet. Im August 1991 wurde in Bamako eine Nationalkonferenz abgehalten, an der 1.500 Delegierte mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen und politischen Hintergründen teilnahmen. Die Delegierten erarbeiteten u.a. eine neue Verfassung und ein Wahlgesetz, welche die Basis für das malische Mehrparteiensystem bildeten. Anfang 1992 wurde die erste freie Parlamentswahl durchgeführt (seitdem spricht man in Mali von der Dritten Republik), aus der die ADEMA-ParteiÖffnet externen Link in neuem Fenster als klare Siegerin hervorging. Bei der im April 1992 abgehaltenen Präsidentschaftswahl wurde der Kandidat der ADEMA, Alpha Oumar KonaréÖffnet externen Link in neuem Fenster, zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten Malis gewählt, der in der zweiten Präsidentschaftswahl 1997 wiedergewählt wurde.

Vor dem Parlament, Bamako
Foto: Frank Kirschner

 

Während sie bei der Parlamentswahl im April 1997Öffnet externen Link in neuem Fenster als mit weitem Abstand stärkste Partei hervorging, musste die ADEMA bei der dritten Parlamentswahl im Juli 2002Öffnet externen Link in neuem Fenster schwere Verluste hinnehmen, die u.a. mit parteiinternen StreitigkeitenÖffnet externen Link in neuem Fenster (Abspaltung eines ADEMA-Flügels und Gründung der neuen Partei RPM ) und Vorwürfen des Machtmissbrauchs und der MisswirtschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster erklärt wurden. Im Mai 2002 gewann der Parteilose Amadou Toumani TouréÖffnet externen Link in neuem Fenster mit 64 % der Stimmen die Präsidentschaftswahl und löste Alpha Oumar Konaré ab, der aufgrund der Verfassung kein drittes Mal als Präsidentschaftskandidat antreten konnte.

 

Staat

Staatsform, Verfassung und Gewaltenteilung

Die malische VerfassungÖffnet externen Link in neuem Fenster von 1991 lehnt sich an die französische Verfassung von 1958 mit einer Exekutive von Präsident (Staatsoberhaupt) und Premierminister (Regierungschef) an. Das Regierungssystem stellt eine Präsidialdemokratie dar. Der Präsident und die Abgeordneten des Parlaments, der NationalversammlungÖffnet externen Link in neuem Fenster, werden für jeweils fünf Jahre in freien und geheimen Wahlen vom Volk gewählt. Präsident ist seit Mai 2002 Amadou Toumani Touré. Das Amt des Premierministers hatte von April 2004 bis zu seinem Rücktritt im September 2007 Ousmane Issoufi MaigaÖffnet externen Link in neuem Fenster inne. Zusammen mit Premierminister Maiga traten die Mitglieder der Regierung zurück. Neuer Premierminister wurde Modibo SidibéÖffnet externen Link in neuem Fenster, der als enger GefolgsmannÖffnet externen Link in neuem Fenster von Präsident Touré gilt.

Das Land leistet sich eine im Vergleich zur Bevölkerungszahl große Anzahl von insgesamt 27 Ministerien, deren Leistungsfähigkeit ebenso wie die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ministerien in vielen Fällen als recht begrenzt zu bezeichnen ist. Unter den 27 MinisternÖffnet externen Link in neuem Fenster der letztmalig im April 2009 umgebildeten Regierung befinden sich fünf Frauen.

Formaler Staatsaufbau und Territorialverwaltung

Das Staatsgebiet ist in acht zentralstaatliche VerwaltungsregionenÖffnet externen Link in neuem Fenster (régions) aufgeteilt, die sich wiederum aus 49 Kreisen (cercles) zusammensetzen. Eine administrative Sonderstellung nimmt der Distrikt Bamako ein, der das Gebiet der Hauptstadt Bamako umfasst.

Die Verwaltungsstruktur besteht aus vier Verwaltungsebenen : Zentralregierung, Regionalversammlungen, Kreisräten und den seit 1999 eingerichteten Gemeinderäten. Die unterste Machtebene bilden die Gemeinderäte (conseils de commune), die von der wahlberechtigten Bevölkerung für fünf Jahre gewählt werden. Auf Kreisebene existieren Kreisräte (conseils de cercle). Jede Gemeinde entsendet gewählte Abgeordnete in den Kreisrat. Die Regionen werden von Regionalversammlungen regiert, in denen gewählte Kreisratsabgeordnete sitzen.
Die beschriebene mehrschichtige Struktur stellt sicher, daß der politische Wille der Gemeindebewohner und damit der wahlberechtigten Bevölkerung von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Die Politik der DezentralisierungÖffnet externen Link in neuem Fenster gehört mit zu den wichtigsten Kernprogrammen der malischen Regierung. Im Zuge der Dezentralisierung wurden seit 1999 insgesamt 703 KommunenÖffnet externen Link in neuem Fenster geschaffen. Die Gemeinderäte wurden in zwei Wahlrunden 1998 bzw. 1999 gewählt. Eine zweite KommunalwahlÖffnet externen Link in neuem Fenster fand im Mai 2004 statt, bei der die geschwächte ADEMA mit lediglich 28 % stärkste Partei wurde. Bei der mit großen AufwandÖffnet externen Link in neuem Fenster vorbereiteten dritten Kommunalwahl im April 2009Öffnet externen Link in neuem Fenster, einer wichtigen TestwahlÖffnet externen Link in neuem Fenster für das Wahljahr 2012, behaupteten die ADEMA und ihre Verbündeten ihren führenden Platz. Vereinzelt wurden UnregelmäßigkeitenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Betrugsversuche beklagt. Insgesamt wurde die Wahl aber von einem weitest gehend ruhigen und geordneten VerlaufÖffnet externen Link in neuem Fenster geprägt. Wie zu wichtigen Wahlen üblich hat die Unabhängige Nationale Wahlkommission auch zu der Kommunalwahl 2009 einen BerichtÖffnet externen Link in neuem Fenster verfasst.

Den Gemeinden wurde schrittweise die Zuständigkeit für ein breites Spektrum von Aufgabenbereichen übertragen, welche die ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung der Gemeinden betreffen (z.B. Primärbildung, Wirtschafts- und Tourismusförderung, Wasserversorgung und Landnutzungsplanung). Die Gemeinden können Kredite aufnehmen, eigenes Personal einstellen sowie Steuern und Abgaben erheben. Zu den größten gegenwärtigen Herausforderungen für die Kommunen gehören die BürgerbeteiligungÖffnet externen Link in neuem Fenster, die ArmutsbekämpfungÖffnet externen Link in neuem Fenster, die FlächennutzungÖffnet externen Link in neuem Fenster und Probleme bei der Übertragung von Ressourcen und KompetenzenÖffnet externen Link in neuem Fenster auf die Kommunen. Mancherorts bereitet auch die KorruptionÖffnet externen Link in neuem Fenster auf kommunalem Niveau Probleme.

Im August 2008 wurde mit der Europäischen Union ein neues umfassendes Programm zur Förderung der Konsolidierung der DezentralisierungÖffnet externen Link in neuem Fenster vereinbart. Zudem wurde im Oktober 2008 ein neues AusbildungszentrumÖffnet externen Link in neuem Fenster für Mitarbeiter und Repräsentanten der Kommunen eröffnet.

 

Vertreter einer Landgemeinde in der Region Ségou
Foto: Kai-Uwe Seebörger

Recht, Ordnung und staatliche Sicherheit

Im Zuge der seit 1991 erfolgten politischen Transformation wurde ein unabhängiges RechtssystemÖffnet externen Link in neuem Fenster geschaffen, dessen Vertreter sich in der Öffentlichkeit allerdings vielfach Vorwürfen der BestechlichkeitÖffnet externen Link in neuem Fenster und der Günstlingswirtschaft ausgesetzt sehen.

Auch aus diesem Grunde werden VerbesserungenÖffnet externen Link in neuem Fenster im Justizwesen angestrebt.

Jedem Bürger steht die Möglichkeit offen, sich bei Streitfällen mit staatlichen Institutionen an einen von der Regierung eingesetzten unabhängigen Schlichter (Médiateur de la RépubliqueÖffnet externen Link in neuem Fenster) zu wenden.

In verstärktem Maße wollen die Sicherheitskräfte gegen den sich im Lande, aber auch in den Nachbarländern ausbreitenden DrogenhandelÖffnet externen Link in neuem Fenster vorgehen.

 

Innenpolitische Themen

Machthaber und Machtgruppen

Von zentraler Bedeutung für das politische Geschehen sind die zahlreichen politischen Parteien. Aktuell gibt es in Mali über 100 Parteien, von denen 15 im Parlament vertreten sind. Zahlreiche Parteien profitieren von finanzieller UnterstützungÖffnet externen Link in neuem Fenster durch die Regierung.

Die im Parlament vertretenen Parteien bilden zwei Parteienbündnisse, wobei die ADP mit weitem Abstand vor der FDR liegt.
In der ADP sind 12 Parteien zusammengeschlossen, von denen die ADEMA und die URD (Union pour la république et la démocratie, eine aus der ADEMA hervorgegangene Abspaltung) mit 51 bzw. 34 Parlamentssitzen die dominierenden Parteien sind.  

Die oppositionelle FDR besteht aus der RPMÖffnet externen Link in neuem Fenster (Rassemblement pour le Mali) und der PARENAÖffnet externen Link in neuem Fenster (Parti pour la renaissance nationale), die 11 bzw. 4 Sitze im Parlament haben.

Die links orientierte SADI (Solidarité africaine pour la démocratie et l´indépendance) stellt 4 Parlamentsabgeordnete.

Große Aufmerksamkeit erfuhr im Juli 2010 die Gründung einer neuen, dem amtierenden Präsidenten nahe stehenden Partei. Es wird allgemein angenommen, dass die neu gegründete Parti pour le développement économique et solidaireÖffnet externen Link in neuem Fenster die politische Landschaft Malis erheblich verändern wird.

 

Parteibüro in Goundam, Region Timbuktu
Foto: Kai-Uwe Seebörger

Mali gilt als demokratisches MusterlandÖffnet externen Link in neuem Fenster in Westafrika. Allerdings wird die aktuelle politische SituationÖffnet externen Link in neuem Fenster geprägt von einer ausgesprochenen Konsensdemokratie und einer schwachen OppositionÖffnet externen Link in neuem Fenster. Nach Auffassung von KritikernÖffnet externen Link in neuem Fenster verwendet die Regierung viel Energie darauf, weitestgehenden Konsens für in der Gesellschaft diskutierte Fragen herzustellen, was in vielen Fällen zu Lasten realistischer Lösungsstrategien für die zahlreichen drängenden Zukunftsprobleme des Landes gehe.  

Eine im Juli 2005 erschienene Studie der Friedrich-Ebert-StiftungÖffnet externen Link in neuem Fenster vermittelt einen kritischen Überblick über die gegenwärtige Situation in der malischen Parteienlandschaft und der Institutionen des Mehrparteiensystems, sowie der Politik des amtierenden Präsidenten. Die Autoren kamen u.a. zu dem Ergebnis, daß die wichtigsten Parteien über keine kohärenten, durchdachten Partei- und Wahlprogramme verfügen. Zudem haben die von den Parteien zu politischen, ökonomischen und sozialen Fragestellungen erarbeiteten Dokumente mehr Pamphlet- als Programmcharakter.

Die große Mehrheit der malischen Bevölkerung steht hinter dem demokratischen System. Von nicht wenigen Maliern werden aber auch unerwünschte vermeintliche Begleiterscheinungen der DemokratisierungÖffnet externen Link in neuem Fenster beklagt, so z.B. abnehmender Respekt vor traditionellen Strukturen und staatlichen Organen. Einen guten Überblick über die jüngere politische Entwicklung, die aktuelle Situation sowie Erfolgsbedingungen der malischen DemokatieÖffnet externen Link in neuem Fenster bietet die Dokumentation einer im November 2005 von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten Tagung.  

Viele Malier bewerten das Engagement von Einzelpersonen in politischen Parteien nicht primär als Ausdruck einer politischen Einstellung, sondern als eine Möglichkeit zur Verbesserung der persönlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse (finanzielle Vergünstigungen, Aufnahme in Netzwerke, Aufstiegschancen).

Wahlen

Zur Präsidentschaftswahl im April 2007 waren insgesamt acht KandidatenÖffnet externen Link in neuem Fenster angetreten, unter denen sich eine Frau befand. Der Präsidentschaftswahlkampf wurde beherrscht von den Aktivitäten verschiedener AllianzenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Vereinigungen, von denen die wichtigsten die Alliance pour la Démocratie et le ProgrèsÖffnet externen Link in neuem Fenster (ADP), die Mouvement CitoyenÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie die Front pour la Démocratie et la RépubliqueÖffnet externen Link in neuem Fenster (FDR) waren.  

Angesichts der großen Popularität des amtierenden Präsidenten und seiner massiven Unterstützung seitens der staatlichen Medien, eines breiten Bündnisses von 33 Parteinen sowie der Mouvement Citoyen wurde im Februar 2007 von 16 Parteien und Vereinigungen die FDR gegründet, die sich die Verhinderung der Wiederwahl des Amtsinhabers Amadou Toumani Touré zum Ziel gesetzt hatte.  

Wichtigste InhalteÖffnet externen Link in neuem Fenster im Wahlkampf waren die sozioökonomische Situation sowie die Armutsbekämpfung. Die ruhig verlaufene WahlÖffnet externen Link in neuem Fenster am 29. April 2007 (36 % Wahlbeteiligung) endete mit einem überwältigenden Sieg des AmtsinhabersÖffnet externen Link in neuem Fenster, der 71,2 % der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Sein wichtigster Herausforderer, der Präsident der Nationalversammlung Ibrahim Boubacar Keita, belegte mit 18,6 % den zweiten Platz.
Die besten ErgebnisseÖffnet externen Link in neuem Fenster erzielte Präsident Touré in den nordmalischen Regionen Timbuktu und Gao, wohingegen Ibrahim Boubacar Keita v.a. in Bamako und Teilen Westmalis seine höchsten Stimmenanteile erzielte.

Während internationale Wahlbeobachter die Präsidentschaftswahl als fair bezeichneten, beklagte die FDR, dass die Anhänger des Amtsinhabers während des Wahlkampfs in großem Maßstab missbräuchlich die Verwaltung für ihre Zwecke instrumentalisiert hätten.  

Bei der von internationalen Wahlbeobachtern als fair bezeichneten Parlamentswahl im Juli 2007Öffnet externen Link in neuem Fenster errang das Parteienbündnis ADP einen klaren Sieg und stellt seitdem eine sehr große Mehrheit der Abgeordneten (128 der insgesamt 147 Abgeordneten). Das Parteienbündnis FDR schnitt hingegen sehr schwach ab und stellt nur noch 15 Abgeordnete. Angesichts der von ihnen erhobenen VorwürfeÖffnet externen Link in neuem Fenster riefen einige Kandidaten das Verfassungsgericht an, das die Wahlergebnisse aber weitestgehend bestätigte.  

Die WahlbeteiligungÖffnet externen Link in neuem Fenster betrug in der zweiten Runde der Parlamentswahl landesweit 32 %, wobei erhebliche regionale Unterschiede in der Ausprägung des Problems der niedrigen WahlbeteiligungÖffnet externen Link in neuem Fenster auszumachen waren, wobei v.a. in Bamako eine besonders niedrige Beteiligung registriert wurde. Auffällig ist auch, dass nur 16 % der bisherigen Abgeordneten den Wiedereinzug in das ParlamentÖffnet externen Link in neuem Fenster geschafft haben.

Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl 2012Öffnet externen Link in neuem Fenster widersprach der amtierende Präsident mehrfach VermutungenÖffnet externen Link in neuem Fenster, er strebe eine dritte Amtsperiode an. Zugleich erwägt der Präsident wichtige institutionelle VeränderungenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Andere mögliche KandidatenÖffnet externen Link in neuem Fenster haben sich offiziell noch nicht zur Frage einer Kandidatur geäussert.

 

Wichtige politische Entscheidungen

Neben der Bekämpfung der Armut und der Förderung der Wirtschaftsentwicklung nimmt die Konsolidierung des demokratischen Systems und insbesondere des Dezentralisierungsprozesses eine zentrale Bedeutung in der Regierungspolitik ein.

Die malische Regierung war sich frühzeitig darüber im Klaren, dass die neuen Gemeinden zumindest in den ersten Jahren einen erheblichen Beratungs- und Fremdfinanzierungsbedarf haben würden, um funktionstüchtig zu werden und zumindest einen Teil der von ihnen geplanten Einrichtungen und Infrastrukturen errichten zu können. Daher wurde ein FörderungsinstrumentariumÖffnet externen Link in neuem Fenster eingerichtet, das die Förderung von kommunalen InvestitionenÖffnet externen Link in neuem Fenster zum Ziel hat. Bis zum angestrebten Fernziel von finanziell eigenständigen Gemeinden scheint es in den meisten Fällen aber noch ein langer, beschwerlicher Weg zu sein. Einen guten Überblick über das vielfältige Arbeitsfeld der Förderung der Kommunalentwicklung finden man auf den Internetseiten des PACTÖffnet externen Link in neuem Fenster und des DEDÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Im Laufe seiner ersten Amtszeit besetzte Präsident Touré in zunehmendem Maße wichtige Posten in Regierung und Verwaltung mit Militärs. Manche Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Militarisierung“ der Regierungs- und Verwaltungsstrukturen. Kritisiert wurden auch überzogene Privilegien von führenden Regierungsmitgliedern. 

 

Politische Auseinandersetzungen und Machtkämpfe

Konfliktzone Nordmali

Eine der kritischsten Bewährungsproben für die Dritte Republik stellte die Lösung des Tuaregkonlikts in Nordmali dar, der Anfang der Neunziger Jahre in bedrohlichem Maße die Stabilität des Landes gefährdete. Die UrsachenÖffnet externen Link in neuem Fenster des Konflikts sind komplex und beinhalten sowohl ethnische, politische, ökonomische wie auch ökologische Faktoren. Sie werden ebenso wie der VerlaufÖffnet externen Link in neuem Fenster des Konflikts, der 1996 offiziell beigelegt wurde, auf der Internetseite des GTZ-Programms Mali NordÖffnet externen Link in neuem Fenster dargestellt. Nach BeendigungÖffnet externen Link in neuem Fenster des Konflikts lief in Nordmali ein umfassendes Nothilfe- und WiederaufbauprogrammÖffnet externen Link in neuem Fenster an, an dem die deutsche Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich beteiligt war, und das Hunderttausende in die Nachbarländer geflüchtete Tuareg zur Rückkehr bewegen konnte.
Das GTZ-Programm Mali-Nord gilt als Modellprojekt zur Konfliktbeilegung und hat in erheblichem Maße zur Überwindung der Folgen des Tuaregkonfliks beigetragen und die Kooperation verschiedener Bevölkerungsgruppen gefördert.

 

Ruinen in Ras el Mâ
Fotos: Kai-Uwe Seebörger
Gemeindebüro in Ras el Mâ
solarbetriebene Wasserförderung bei Timbuktu

Region Timbuktu: Ruinen in Ras el Mâ (links oben) und das im Rahmen des Wiederaufbaus nach Ende des Tuareg-Konflikts errichtete Gemeindebüro in Ras el Mâ (rechts oben). Links sieht man eine im Rahmen des Wiederaufbaus errichtete solarbetriebene Wasserförderung bei Timbuktu

Seit Mitte 2006 hat sich die Sicherheitslage in Teilen Nordmalis wieder verschlechtert. Einen vorläufigen Höhepunkt der Zuspitzung der Lage in der Region Kidal stellte die EntführungÖffnet externen Link in neuem Fenster von annähernd 40 Soldaten und Wachmännern Ende August 2007 dar, die nach Überfällen nahe der nigrischen Grenze verschleppt wurden. Zudem starben 16 Zivilisten als Lastwagen auf Minen fuhren. Hinter den Angriffen wurde die im September 2007 gegründete Rebellengruppe ATNMCÖffnet externen Link in neuem Fenster vermutet, der enge Kontakte zu Tuareg-Rebellen in NordnigerÖffnet externen Link in neuem Fenster nachgesagt werden. Führende ehemalige malische Tuareg-RebellenÖffnet externen Link in neuem Fenster hingegen kritisierten die Gewalttaten und riefen zum Dialog auf.

Nach erneuten Angriffen auf den nahe der algerischen Grenze gelegenen Militärposten von Tinzawatène, an dessen Versorgung sich auch US-MilitärÖffnet externen Link in neuem Fenster beteiligte, schickte die Armee Mitte September 2007 VerstärkungÖffnet externen Link in neuem Fenster in den Norden. Verhandlungen führten im März 2008 zur FreilassungÖffnet externen Link in neuem Fenster der letzten sieben Monate zuvor verschleppten Geiseln, worin die Regierung eine Bestätigung ihrer bisherigen KonfliktlösungsstrategieÖffnet externen Link in neuem Fenstersah.

Ab April 2008 eskalierte die Lage jedoch erneut. Bei Überfällen nahmen Rebellen über 30 Angehörige der Sicherheitskräfte als Geiseln. Zudem sorgte eine AusweitungÖffnet externen Link in neuem Fenster der Rebellenattacken für ein hohes Maß an Besorgnis sowie ProtesteÖffnet externen Link in neuem Fenster. Im Zuge einer GegenoffensiveÖffnet externen Link in neuem Fenster gelang es der Armee, den von ausländischen KämpfernÖffnet externen Link in neuem Fenster unterstützten Rebellen erhebliche Verluste zuzufügen, wobei die Erfolge vor allem Tuareg-EinheitenÖffnet externen Link in neuem Fenster der Armee zugeschrieben wurden.

Im Januar 2009 meldete die Armee die Zerstörung der wichtigsten Rebellenbasis. Nach weiteren ErfolgenÖffnet externen Link in neuem Fenster der Armee ergaben sich im Februar 2009 Hunderte von Rebellen, und der Rebellenführer BahangaÖffnet externen Link in neuem Fenster setzte sich nach Libyen ab. Die Regierung erklärte den Konflikt für militärisch beendet und kündigte verstärkte EntwicklungsbemühungenÖffnet externen Link in neuem Fenster in der Region Kidal an. Angesichts der komplexen HintergründeÖffnet externen Link in neuem Fenster des Konflikts bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Als problematisch erweist sich v.a. die Anwesenheit von KämpfernÖffnet externen Link in neuem Fenster der nordafrikanischen Terrorgruppe Al Qaida au Maghreb islamiqueÖffnet externen Link in neuem Fenster(AQMI), der enge VerbindungenÖffnet externen Link in neuem Fenster zumindest zu einem Teil der Rebellen nachgesagt werden.

Im Mai 2009 kündigte die algerische Regierung an, sie werde die malische Armee mit Waffen, Ausrüstungen und Treibstoff unterstützen. Zudem wurde eine gemeinsame malisch-algerische OffensiveÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen die AQMI angekündigt. Nur wenige Tage, nachdem die malische Regierung einen Kampf ohne GnadeÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen die AQMI verkündete, wurde in Timbuktu im Juni 2009 ein für die Bekämpfung der AQMI zuständiger hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter ermordet. Das AttentatÖffnet externen Link in neuem Fenster wird als eine Kriegserklärung der AQMI an die Regierung Malis gewertet. Spätestens nach diesem Anschlag stellt sich die Frage, ob die malischen SicherheitskräfteÖffnet externen Link in neuem Fenster ausreichend für den Kampf gegen die AQMI vorbereitet und ausgerüstet sind. Im Mai 2009 wurde die Entsendung französischer SpezialeinheitenÖffnet externen Link in neuem Fenster zur Bekämpfung terroristischer Gruppen nach Mali bekannt, welche in einem komplizierten UmfeldÖffnet externen Link in neuem Fenster die malische Armee unterstützen sollen.

Im Sommer 2009 kam es in Nordmali zu für beide Seiten verlustreichen KämpfenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Verstärkt versucht die Regierung, nicht nur die lokalen BevölkerungsgruppenÖffnet externen Link in neuem Fenster, sondern auch ehemalige RebellenÖffnet externen Link in neuem Fenster für den Kampf gegen die AQMI zu gewinnen. Im Juli 2009 verkündete die Regierung ein umfangreiches Wiedereingliederungs- und AufbauprogrammÖffnet externen Link in neuem Fenster. Seit Herbst 2009 kursierten Gerüchte über eine Rückkehr BahangasÖffnet externen Link in neuem Fenster nach Nordmali. Dieser wurde offenbar im Mai 2010 bei einer von US-Soldaten unterstützen MilitäraktionÖffnet externen Link in neuem Fenster an der malisch-algerischen Grenze schwer verletzt festgenommen.

Während einige Rebellengruppen aus Nordmali und Niger im Oktober 2009 während einer Zeremonie in Libyen die Aufgabe des bewaffneten KampfesÖffnet externen Link in neuem Fenster verkündeten, drohten Vertreter anderer Rebellengruppen mit einer Fortführung des Kampfes. Im November 2009 organisierte die Regierung in Kidal ein AussöhnungstreffenÖffnet externen Link in neuem Fenster, an dem Vertreter aller nordmalischen Ethnien teilgenommen haben. Auf diplomatischer und militärischer Ebene verstärkten sich indes die Anzeichen einer verstärkten Kooperation mit den Nachbarstaaten Mauretanien und AlgerienÖffnet externen Link in neuem Fenster, die u.a. auf eine bessere Abstimmung bei der Bekämpfung der AQMI abzielt. So kündigten Mali, Algerien, Niger und Mauretanien im April 2010 die Errichtung einer gemeinsamen KommandozentraleÖffnet externen Link in neuem Fenster in Südalgerien an, die der besseren Koordinierung des Kampfes gegen die AQMI dienen soll. Zudem verabschiedete die malische Regierung ein umfassendes Programm zur Verbesserung der SicherheitssituationÖffnet externen Link in neuem Fenster in Nordmali.

Eine verstärkte internationale Aufmerksamkeit erhielt der Konflikt in Nordmali in jüngster Zeit durch die der AQMI zugeschriebene Verschleppung europäischer TouristenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Im Mai 2009 wurde in Nordmali eine deutsche GeiselÖffnet externen Link in neuem Fenster freigelassen. Nur wenige Wochen später wurde jedoch die Ermordung einer britischen Geisel durch die AQMI bekannt. Ein im November 2009 in Nordostmali entführter Franzose wurde erst nach mehrmonatiger GeiselhaftÖffnet externen Link in neuem Fenster freigelassen, nachdem zuvor die malische Regierung verhaftete islamistische Kämpfer entlassen hat. Deren Freilassung führte jedoch zu einer diplomatischen Krise mit MauretanienÖffnet externen Link in neuem Fenster, das Mali die Verletzung eines Sicherheitsabkommens vorwarf. ProtestÖffnet externen Link in neuem Fenster gegen das malische Vorgehen kam auch von der algerischen Regierung. Im März 2010 kam eine entführte Spanierin frei. Zudem wurde im April 2010 aus der Region Gao die Freilassung von zwei italienischen StaatsbürgernÖffnet externen Link in neuem Fenster gemeldet, die im Dezember 2009 von der AQMI in Mauretanien verschleppt worden waren. Unklar ist, ob die AQMI für die Freilassung von Geiseln auch LösegeldÖffnet externen Link in neuem Fenster erhalten hat.

Eine Normalisierung der Situation in Nordmali wird auch durch ein florierendes Schmuggelwesen erschwert. Neben MigrantenÖffnet externen Link in neuem Fenster und Waren werden auch WaffenÖffnet externen Link in neuem Fenster und DrogenÖffnet externen Link in neuem Fenster geschmuggelt, wobei neue internationale Routen des DrogenschmuggelsÖffnet externen Link in neuem Fenster auszumachen sind. Anfang November 2009 erregte die Entdeckung eines offenbar zum KokainschmuggelÖffnet externen Link in neuem Fenster genutzten Flugzeugs aus Lateinamerika in der Wüste Nordmalis internationale AufmerksamkeitÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Im Juli 2007 drohte die Songhay-Miliz Ganda KoyÖffnet externen Link in neuem Fenster angesichts der jüngsten Entwicklungen in Nordmali ihrerseits mit einer Remobilisierung ihrer Kämpfer, bekundete dann aber im September 2009 ihre Bereitschaft zu einer Mitwirkung am WiederaufbauÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Aus der Region Gao wurde zudem die Gründung einer weiteren ExtremistengruppeÖffnet externen Link in neuem Fenster gemeldet, deren AnführerÖffnet externen Link in neuem Fenster jedoch im September 2009 im Niger festgenommen und an Mali ausgeliefert werden konnte.

Zivilgesellschaft

Seit 1991 hat in Mali die Zahl der gesellschaftlichen Vereinigungen, Interessenverbände und Basisgruppen stark zugenommen. In 2004 waren in Mali 2058 Nichtregierungsorganisationen (NGO) offiziell registriert, davon 251 ausländische NGO. Auf nationaler und regionaler Ebene existieren NGO-Dachverbände, wie beispielsweise die CCA-ONGÖffnet externen Link in neuem Fenster, die SECO-ONGÖffnet externen Link in neuem Fenster und die CAFOÖffnet externen Link in neuem Fenster, die wiederum Mitglieder der nationalen Dachorganisation FECONGÖffnet externen Link in neuem Fenster sind. Die aufgeführten Organisationen werden zunehmend als Vertreter der NGO ernst genommen und zu wesentlichen FragenÖffnet externen Link in neuem Fenster von der Regierung konsultiert.

Einen sehr guten Überblick über die malische NGO-SzeneÖffnet externen Link in neuem Fenster findet man im Mali-Kapitel des EO-Berichts 2005 des DED. Die NGO leisten einen allseits anerkannten wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes, wobei einige NGO erhebliche finanzielle UnterstützungÖffnet externen Link in neuem Fenster von der Weltbank erhalten.

Allerdings wird in zunehmendem Maße auch Kritik an den NGO geäußert, so z.B. an dem oft nicht zufriedenstellenden Management vieler NGO oder an unverhältnismäßig hohen Ausgaben für Löhne und Ausstattungsgüter.

Insbesondere seit dem Sturz der Traoré-Diktatur wird in Teilen der Bevölkerung viel über die Entwicklung der Zivilgesellschaft diskutiert. Trotz der Existenz von mittlerweile über 2000 NGO kann man nach Einschätzung der VENROÖffnet externen Link in neuem Fenster in Mali, wie in zahlreichen anderen afrikanischen Staaten auch, (noch) nicht von einer ausgeprägten Zivilgesellschaft sprechen. Auch wird von manchen malischen Beobachtern bezweifelt, ob die Vertreter der malischen Zivilgesellschaft eine breite Repräsentanz der Bevölkerung sicherstellen können, beispielsweise wenn es darum geht, die Berücksichtigung der Interessen breiter Bevölkerungskreise in der Ausarbeitung von neuen entwicklungspolitischen Grundsatzprogrammen sicherzustellen. Insbesondere stellt sich die Frage der ausreichenden Repräsentanz der großen Bevölkerungsmehrheit mit sehr schwacher Bildung. Die kleine gebildete Elite des Landes dominiert sowohl die Regierung wie auch die NGO-Szene. Die meisten NGO-Mitarbeiter werden von der Bevölkerung primär als Vermittler zu externer Unterstützung (z.B. durch finanzstarke ausländische NGO) angesehen. Auf der anderen Seite sehen sich in vielen NGO die Mitarbeiter und Verantwortlichen in erster Linie als Umsetzer von extern finanzierten Entwicklungsaktivitäten, und nicht als aktive Mitgestalter von gesellschaftlichen Diskussions- und Entscheidungsprozessen.

In Bamako fand parallel zum G-8-Gipfel in Davos im Januar 2009 ein GegengipfelÖffnet externen Link in neuem Fenster statt. Das alljährlich statt findende Bamako-ForumÖffnet externen Link in neuem Fenster versteht sich als ein dem vorherrschenden Entwicklungsmodell kritisch gegenüber eingestelltes Diskussionsforum. Die ehemalige malische Ministerin für Kultur und Tourismus, Aminata TraoréÖffnet externen Link in neuem Fenster, ist als eine der prominentesten Globalisierungskritikerinnen Afrikas bekannt.

In zunehmendem Maße engagieren sich zivilgesellschaftliche Gruppierungen gegen die Zwangsrückführung malischer MigrantenÖffnet externen Link in neuem Fenster durch die französischen Behörden. Von Teilen der Zivilgesellschaft werden überdies die Aktivitäten ausländischer GroßinvestorenÖffnet externen Link in neuem Fenster z.B. im Agrarsektor kritisch beurteilt.

Presse und andere öffentliche Medien

Seit 1991 hat sich in Mali eine vielfältige MedienlandschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster entwickelt.

Insbesondere in Bamako ist eine bedeutende Zahl von Tageszeitungen erhältlich. Landesweit gibt es ca. 150 RadiostationenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Sie sind für die InformationsvermittlungÖffnet externen Link in neuem Fenster und Sensibilisierung der größtenteils analphabetischen Bevölkerung von erheblicher Bedeutung und berichten kritisch über MissständeÖffnet externen Link in neuem Fenster.

 

Private Radiostation in Niono, Region Ségou
Foto: Kai-Uwe Seebörger

Seit einigen Jahren werden vereinzelte Repressionen gegenüber Mitarbeitern der Presse und freier Radiostationen beklagt. So wurde im Juli 2005 ein Mitarbeiter einer Radiostation in Bamako, der kritisch über Machtmissbrauch berichtet hatte, von unbekannten Tätern entführt und brutal misshandelt. Im Juni 2006 und im November 2007 war die vorübergehende Schließung einer freien Radiostation durch die Administration zu beklagen, die u.a. kritisch über UnterschlagungenÖffnet externen Link in neuem Fenster im Office du Niger und den Mord an einem Lokalpolitiker berichtet hatte. Internationale AufmerksamkeitÖffnet externen Link in neuem Fenster erregte im Juni 2007 die Verhaftung und Verurteilung von fünf JournalistenÖffnet externen Link in neuem Fenster wegen angeblicher Beleidigung des Präsidenten. Auch nach ihrer Entlassung sahen sich die Angeklagten einem ihrer Meinung nach schikanösen VerhaltenÖffnet externen Link in neuem Fenster der Polizei ausgesetzt.

Die jüngsten Auseinansetzungen vor allem in der Region Kidal haben zu Einsschränkungen in der unabhängigen BerichterstattungÖffnet externen Link in neuem Fenster geführt.

Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2007 wurden gelegentlich Vorwürfe erhoben, dass in den staatlichen Medien eine gewisse Einseitigkeit im Hinblick auf die Berichterstattung herrschte.  

Grundlegende Informationen über Pressefreiheit in Mali sind nachlesbar im Mali-Bericht von Reporters sans FrontièresÖffnet externen Link in neuem Fenster. Hinsichtlich der PressefreiheitÖffnet externen Link in neuem Fenster belegte Mali in 2009 den 30. Rang von 175 der von Reporters sans Frontières untersuchten Staaten, womit Mali eine der besten Platzierungen unter den Staaten des subsaharischen Afrikas aufweist.

Aktuelle französischsprachige Informationen aus Mali findet man auf den Internetseiten von AfriboneÖffnet externen Link in neuem Fenster, MalipagesÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie der Zeitungen EssorÖffnet externen Link in neuem Fenster und Info MatinÖffnet externen Link in neuem Fenster.
Weitere interessante Links, die es lohnt sich einmal anzuschauen, sind MaliwebÖffnet externen Link in neuem Fenster, CefibÖffnet externen Link in neuem Fenster, MalikoundaÖffnet externen Link in neuem Fenster und JournaldumaliÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Menschenrechte

Mali kann als ein Staat angesehen werden, in dem die staatlichen Organe die MenschenrechteÖffnet externen Link in neuem Fenster weitestgehend wahren. Zwar werden weiterhin Todesurteile von Gerichten verhängt. Die Urteile werden in der Regel aber nicht vollzogen. Ein Gesetzentwurf zur Abschaffung der Todesstrafe wurde mehrfach vertagt. Die Regierung beabsichtigt, bis 2012 ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden.

Im September 2000 haben die Regierungen Malis und der Elfenbeinküste ein Abkommen zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Kinderhandels unterzeichnet. Der KinderhandelÖffnet externen Link in neuem Fenster hatte seit Mitte der neunziger Jahre insbesondere aufgrund der weitverbreiteten Armut im ländlichen Raum stark zugenommen, wobei Minderjährige aus Mali von Schlepperbanden zur Zwangsarbeit auf Plantagen und als Dienstmädchen verschleppt wurden. In den vergangenen Jahren wurden zudem in zunehmendem Maße Fälle bekannt, in denen KoranschülerÖffnet externen Link in neuem Fenster als Bettler ausgebeutet wurden.

Die Problematik der viele Malierinnen betreffenden Praxis der Beschneidung (Genitalverstümmelung) wird innerhalb dieses Länderinformationsportals unter „Gesellschaft“ behandelt.

Korruption

Der Kampf gegen die Korruption wurde ab 2000 zu einem wichtigen innenpolitischen Thema. Angesichts immer neuer Vorwürfe und der Aufdeckung von Korruptionsfällen durch die Medien setzte die Regierung eine Antikorruptions-KommissionÖffnet externen Link in neuem Fenster ein, die alljährlich einen BerichtÖffnet externen Link in neuem Fenster veröffentlicht, in dem z.T. gravierende Fälle von Missmanagement und Korruption in Regierungsinstitutionen und Staatsunternehmen dokumentiert werden. Die Verhaftung einiger früherer bzw. amtierender Direktoren von staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen zeigte, dass die Regierung - auch angesichts der zunehmenden Kritik wichtiger Geber - ernsthaft um SchadensbegrenzungÖffnet externen Link in neuem Fenster bemüht war. Dennoch bleibt zu betonen, dass Korruption und UnterschlagungenÖffnet externen Link in neuem Fenster immer noch auf vielen Ebenen und in vielen Formen weit verbreitetÖffnet externen Link in neuem Fenster und als ein wichtiges Entwicklungshemmnisse anzusehen sind.

In ihrer Analyse des Wirtschaftsklimas in Mali beurteilt die Germany Trade and Invest die bisherige Korruptionsbekämpfungspraxis kritisch, da die aufgedeckten Missstände aufgrund der Schwäche der Justiz vielfach keine ernsten strafrechtlichen FolgenÖffnet externen Link in neuem Fenster nach sich ziehe.

Im April 2004 setzte die Regierung einen Vérificateur généralÖffnet externen Link in neuem Fenster ein, der als unabhängige Kontrollinstanz gegen die illegale Verwendung staatlicher Gelder Zugang zu allen Akten haben soll. In seinem Jahresbericht 2006Öffnet externen Link in neuem Fenster bezifferte er die Gesamthöhe der dem Staat im Zeitraum 2002 bis 2006 durch illegale Praktiken und Misswirtschaft entzogenen Mittel auf 103 Mrd. FCFA. Für den Zeitraum 2006 bis 2008 beziffert er den GesamtschadenÖffnet externen Link in neuem Fenster auf 112 Mrd. FCFA.

Im April 2009 warfen einige seiner Mitarbeiter dem Verificateur général schwere FehlerÖffnet externen Link in neuem Fenster vor, was zu seiner kurzzeitigen VerhaftungÖffnet externen Link in neuem Fenster führte.

Einige Geberländer und Teile der malischen Zivilgesellschaft verfolgen mit großer AufmerksamkeitÖffnet externen Link in neuem Fenster, welche KonsequenzenÖffnet externen Link in neuem Fenster die malische Regierung aus den Berichten zieht.

Im September 2008 trat der unter KorruptionsverdachtÖffnet externen Link in neuem Fenster stehende Minister für Energie und BergbauÖffnet externen Link in neuem Fenster zurück.

Auch in Bezug auf die Armee werden GünstlingswirtschaftÖffnet externen Link in neuem Fenster und UnterschlagungenÖffnet externen Link in neuem Fenster angeprangert.

Laut dem von Transparency International publizierten KorruptionsindexÖffnet externen Link in neuem Fenster nahm Mali in 2009 Rang 111 von 180 bewerteten Staaten ein (2008: Rang 96 von 180 Staaten), was nach Auffassung von Kritikern deutlich den Anstieg der KorruptionÖffnet externen Link in neuem Fenster widerspiegelt.

Außenpolitische Themen

Das Land im regionalen und internationalen Kontext

Die Dritte Republik verfolgt in einem schwierigen regionalpolitischen UmfeldÖffnet externen Link in neuem Fenster eine nicht ideologisch orientierte, pragmatisch ausgerichtete AußenpolitikÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die in diesem Rahmen unterhaltenen Beziehungen zur BRDÖffnet externen Link in neuem Fenster können als gut bezeichnet werden.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist trotz gelegentlicher Belastungen in den malisch-französischen Beziehungen das wichtigste europäische Partnerland Malis geblieben. Allerdings wurden die Beziehungen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder durch die Migrationsproblematik beeinträchtigt. Für wesentliche Verstimmungen in den malisch-französischen Beziehungen führte im Januar 2009 die Weigerung der malischen Regierung, zum erneuten Male ein von der französischen Regierung vorgeschlagenes Abkommen zu MigrationsfragenÖffnet externen Link in neuem Fenster zu unterzeichen. Das Abkommen hätte u.a. die ZwangsabschiebungÖffnet externen Link in neuem Fenster von illegal in Frankreich lebenden Maliern erleichtert. Die Weigerung der malischen Regierung kann v.a. auf wirtschaftliche und innenpolitische GründeÖffnet externen Link in neuem Fenster zurückgeführt werden. Zum einen werden die Transferleistungen der in Frankreich lebenden Malier auf jährlich ca. 180 Mio. Euro beziffert. Zum anderen werden im Lande zunehmend Stimmen laut, die eine selbstbewusstere Haltung der Regierung gegenüber der französischen Migrationspolitik fordern. Die französische Regierung ihrerseits reagierte mit einer weiteren VerschärfungÖffnet externen Link in neuem Fenster der Einreisebestimmungen. Mit erheblicher EmpörungÖffnet externen Link in neuem Fenster reagierten Teile der Bevölkerung im Juni 2009 auf den Versuch französischer Flugzeugbesatzungen, malische Staatsbürger im Besitz gültiger Einreisedokumente am Rückflug nach Frankreich zu hindern.

Auch in den Beziehungen zur EUÖffnet externen Link in neuem Fenster spielen MigrationsfragenÖffnet externen Link in neuem Fenster und ZwangsrückführungenÖffnet externen Link in neuem Fenster malischer Bürger eine zunehmende Rolle. Im Oktober 2008 eröffnete die EU in Bamako ein Zentrum für MigrationsfragenÖffnet externen Link in neuem Fenster. Ob hierdurch allerdings die oftmals gefährliche EmigrationÖffnet externen Link in neuem Fenster in Richtung Europa besser gelenkt werden kann bleibt abzuwarten. Spanien hat zudem der malischen Polizei UnterstützungÖffnet externen Link in neuem Fenster bei der besseren Kontrolle von Migrationsbewegungen zugesagt.

Seit Mitte der neunziger Jahre ist eine zunehmende außenpolitische Anlehnung an die USAÖffnet externen Link in neuem Fenster zu beobachten, die von Frankreich misstrauisch verfolgt wird. Der zunehmende US-Einfluss ist vor dem Hintergrund des Bedeutungsverlustes FrankreichsÖffnet externen Link in neuem Fenster in Afrika zu sehen, das mit Sorge auch die chinesische AfrikapolitikÖffnet externen Link in neuem Fenster verfolgt.

Die USA haben sowohl die Mittel für die Förderung der sozioökonomischen Entwicklung und der Demokratieförderung wie auch die Militärhilfe für Mali deutlich aufgestockt, und betrachten Mali als einen wichtigen Partner in Westafrika, dem im Rahmen der neuen US-AfrikapolitikÖffnet externen Link in neuem Fenster eine wichtige Rolle in der Regionalpolitik, der regionalen Konfliktbewältigung sowie dem von den USA initiierten Kampf gegen den Terror zufällt. Seit 1993 befinden sich amerikanische Militärausbilder in Mali. Mali erhält von den USA Unterstützung im Rahmen des Militärhilfeabkommens Pan-Sahel InitiativeÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie des Antiterrorprogramms Trans Sahara Counter-Terrorism InitiativeÖffnet externen Link in neuem Fenster. Letzteres zielt v.a. darauf ab, die Entstehung von Ausbildungs- und Rückzugsräumen für terroristische GruppenÖffnet externen Link in neuem Fenster in Nord- und Westafrika zu verhindern. Wie in den Vorjahren wurden auch in 2010 militärische ÜbungenÖffnet externen Link in neuem Fenster in Mali durchgeführt, an denen neben malischen Einheiten auch Soldaten aus den USA teilnahmen. Bereits im Oktober 2009 hatte die US-Regierung eine Erhöhung der AusrüstungslieferungenÖffnet externen Link in neuem Fenster an die malische Armee angekündigt.

Mali unterhält gute Beziehungen zur VR ChinaÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie den wichtigsten islamischen Staaten. Angesichts der jüngsten Zuspitzung der Sicherheitslage in Teilen Nordmalis und Nordnigers hat die Zusammenarbeit mit der nigrischen RegierungÖffnet externen Link in neuem Fenster erheblich an Bedeutung gewonnen. So wurde u.a. die Schaffung gemeinsamer PatrouillenÖffnet externen Link in neuem Fenster im zunehmend unsicheren GrenzgebietÖffnet externen Link in neuem Fenster vereinbart. Malische Vermittler waren in verschiedenen regionalen Konflikten aktiv, und das Land beteiligte sich an friedensschaffenden und -sichernden Militärmissionen. Seit August 2007 beteiligt sich Mali an der UNAMID-MissionÖffnet externen Link in neuem Fenster in der sudanesischen Provinz Darfur. Im Oktober 2007 wurde aus Darfur die Ermordung eines malischen SoldatenÖffnet externen Link in neuem Fenster gemeldet.

Die malische Regierung nahm während der schweren innenpolitischen Krise in der Elfenbeinküste eine Position strikter Neutralität ein, was für die malische Regierung angesichts der direkten Betroffenheit vieler in der Elfenbeinküste lebender Malier nicht einfach gewesen ist.  

Mali ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion UEMOAÖffnet externen Link in neuem Fenster, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWASÖffnet externen Link in neuem Fenster und der NEPADÖffnet externen Link in neuem Fenster. Eine Vielzahl von lesenswerten Artikeln zur malischen Außenpolitik findet sich auf der Internetseite des malischen AußenministeriumsÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Über den Ersteller

Der Diplom-Geograph Kai-Uwe Seebörger lebt in Berlin.

Seit 1993 ist er in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Mehrjährige Arbeitsaufenthalte und verschiedene Gutachtereinsätze in westafrikanischen Staaten mit Schwerpunkt Mali. Tutor in der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit der InWEnt. Lehraufträge an Universitäten und Fachhochschulen.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen, Kommentare, Kritik.

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