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NicaraguaLandesflagge Nicaragua

Nicaragua

Durch die Lage zwischen Atlantik und Pazifik, zwischen Nord- und Südamerika sieht sich Nicaragua geografisch und weltpolitisch in einer zentralen Position. Tatsächlich verlor es aber vor 1914 den schon sicher geglaubten Kanal an Panama und blieb wirtschaftlich immer weiter hinter seinen Nachbarn zurück. Erst die Sandinistische Revolution von 1979 erhob das Land zum vielbeachteten Sympathieträger. Seitdem wurde es aber auch zum politischen Zankapfel zwischen den USA und ihren Gegnern, was die Suche nach einem eigenständigen Weg sehr behindert hat.

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Das Länderinformationsportal (LIPortal) wird von der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) der InWEnt gGmbH bereitgestellt. Ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten wurden mit der Erstellung der Inhalte beauftragt und betreuen diese kontinuierlich. Das LIPortal dient als Orientierungshilfe durch den Informationsdschungel des WorldWideWeb.  mehr....

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(Bild wird noch eingefügt)

Überblick

Nicaragua ist das größte Land Zentralamerikas. 5,6 Millionen Menschen wohnen auf einer Fläche von knapp 130.000 km² . Damit ist das Land etwa anderthalb mal so groß wie Österreich. Es liegt im Zentrum der schmalen Kontinentalbrücke zwischen Nord- und Südamerika und grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica. Es wird auch "tierra de lagos y volcanes" genannt. mehr....

Auszählung von Wahlzetteln

Geschichte & Staat

In Nicaragua wurde 1979 der Diktator Somoza durch die Sandinistische Revolution gestürzt. Der Neubeginn danach brachte zwar die Demokratie, konnte aber nicht verhindern, dass das Land zum zweitärmsten Land Lateinamerikas wurde. Der damalige Präsident Daniel Ortega ist durch die Wahlen 2006 an die Regierung zurückgekehrt und hat ein Programm zur Bekämpfung von Hunger und Armut verkündet. Inzwischen ist seine Amtsführung innerhalb und außerhalb des Landes aber sehr umstritten. mehr....

Stahlarbeiter bei der Arbeit

Wirtschaft & Entwicklung

Nicaragua ist ein armes Land. Die Wirtschaft ist seit dem Tiefpunkt der 90er Jahre zwar gewachsen, aber die geringe Produktvität, das große Defizit im Außenhandel, die soziale Polarisierung und die Korruption sind gravierende Strukturprobleme. Die weltweite Wirtschaftskrise lässt nun einen erneuten Stillstand befürchten.  mehr....

Menschenmenge in Schwarz/WeissMenschenmenge in Schwarz/Weiss

Gesellschaft

Nicaragua hat eine reiche kulturelle Tradition, in der sich die kirchlichen Feste mit dem indianischen Erbe vermischt haben. Das Volk hat nicht nur berühmte Dichter hervorgebracht, sondern zählt die Liebe zur Poesie zu seinem Alltag. Ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt, ob man zur kleinen Mittelklasse oder zur großen Unterschicht gehört, immer steht die Familie im Zentrum der sozialen Beziehungen. Die patriarchalische Tradition findet ein deutliches Gegengewicht in den eher informellen Umgangsformen. mehr....

Briefumschlag mit Briefmarken

Alltag

Zum Reisen und zum Leben ist Nicaragua durch den Charme seiner Menschen und das tropische Ambiente sehr einladend. Der tägliche Umgang mit den Nachbarn ist liebevoll und friedlich, die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig. Gute Organisation gehört aber nicht zu den besonderen Stärken des Landes. Wenn man z.B. verreisen will, können ständig neue Zweifel entstehen, ob und wann der Bus nun wirklich abfährt.  mehr....

Autor

Volker Wünderich, Jahrgang 1947, Privatdozent am Historischen Seminar der Leibniz-Universität Hannover, ist seit langem mit Nicaragua und Zentralamerika eng verbunden.

Publikationen: Sandino, Eine politische Biographie (Peter Hammer Verlag 1995); Mosquitia, die andere Hälfte Nicaraguas (Junius Verlag 1987); Mitherausgeber von Zentralamerika heute (Vervuert Verlag 2008).

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