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Niger verfügt über zwei internationale Flughäfen: Niamey und Agadez. Es gibt einige Anbieter
, die Flüge in den Niger in ihrem Programm haben. Air France
ist die größte Agentur, weiterhin, Royal Air Marco
, Afriqiyah
(momentan eher problematisch), Air Algerie
. Über die Einreisebestimmungen informiert das Auswärtige Amt
. Neben einem gültigen Reisepass braucht der Reisende ein Visum und eine Gelbfieberimpfung. Das Visum wird von der nigrischen Botschaft
ausgestellt, aber auch vom Honorar Konsulat in Hamburg
. Im November wird ein weiteres Honorar Konsulat in Mannheim
und eines in Grünwald bei München
eröffnet, im Osten Deutschlands gibt es ein Honorar Konsulat in Eiche
.
Bei ausreisenden Beratern ist meist die Institution behiflich, die Ausstellung eines Touristenvisums kann schon einmal bis zu vier Wochen dauern. Wenden SIe sich in Zweifelsfällen vorher an die Konsulate und fragen dort nach, falls die Botschaftsleitung und auch der email Kontakt Probleme bereitet. Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstösse zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen und der Ausbreitung der Al Quaida des Maghreb in den letzten Jahren wird von Reisen in den Norden des Landes abgeraten. Dies bestätigt das Auswärtige Amt immer wieder und rät wegen der Gefahr von Entführungen dringendst von der Fahrt in entlegene, nicht ausreichend durch Militär- oder Polizei-Präsenz gesicherte Gebiete ab. Für deutsche Fachkräfte ist im Herbst 2011 das Verlassen der Hauptstadt nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Die dienstliche Reise in andere Landesteile erfolgt in der Regel per Flugzeug. Das WFP (World Food Programme) hat eine Flugverbindung zwischen den grossen Städten des Landes eingerichtet.
Zu den Einreisebestimmungen sind noch die notwendigen und empfehlenswerten Impfungen zu beachten. Wichtig ist es, immer einen Tropenmediziner mit Erfahrung zu konsultieren, aber auch die eigenen Erfahrungen mit einzubinden. Je nach Lebens-, Arbeits- und Aufenthaltsort bedarf es besonderer Impfungen und Prophylaxen. Pflicht ist die Gelbfieber-Impfung, Meningitis und Hepatitis sind zu empfehlen; wie mit der Malaria-Prophylaxe umgegangen wird, muss im Einzelfall jeder entscheiden. Angemerkt werden muss, dass eine Malaria-Prophylaxe nicht grundsätzlich vor einer Malaria
schützt. Es kann zu abgeschwächten Symptomen kommen. Wichtig ist, wirksame bzw. aktuelle Therapeutica dabei zu haben. Das kann in einem Fall das - nach wie vor wirksame - Chloroquin
sein. Dies eignet sich in Ländern ohne Chloroquin-Resistenz zur Langzeit- Prophylaxe und ist auch bei Schwangeren und Kindern einsetztbar. Im anderen Fall können es Malarone
und andere, im anderen Fall aber auch Artemisia bzw. Derivate oder Kombinationsprodukte wie das neu auf den Markt gekommene Riamet
sein, dies wird auch von der Tropenmedizin
empfohlen. In den Symptomen ist Dengue-Fieber
nicht gleich von Malaria zu unterscheiden. Die Übertragung findet durch eine tagaktive Mücke (Stegomyia) statt. Bei Arbeiten im Tierhaltungsbereich sollte man sich mit einer Tollwut-Impfung gegen diese unvermeidlich Tod bringende Krankheit schützen. Eine Typhus- Impfe sollten sie sich ebenfalls vor der Ausreise verabreichen lassen, in dem Paket wird auch zu einer Diphterie Impfe geraten. Polio kann in der Regel bei Mitteleuropäern als Impfe aus der Kindheit vorausgesetzt werden, ebenso wie Tetanus. Klären Sie ab, ob Sie bereits in der Kindheit Masern hatten. Interessant sind Preisvergleiche
. Die Situation für Kinder ist sicher schwierig zu entscheiden, will man sie einerseits bestmöglich schützen, andererseits die Körper aber möglichst wenig mit Impfstoffen belasten.
Wasser kann als Übertragungsmedium diverser Krankheiten, z.B. Bilharziose fungieren. Deshalb ist dringendst davon abzuraten, in Binnengewässern zu baden
, aber auch der Fluss Niger und die Wasserfälle von Timia sind nicht sicher. Ein gechlortes Schwimmbecken stellt kein Problem dar. Wasser zum Zähneputzen, Eiswürfelherstellung, Babynahrungszubereitung sollte aus sicheren Quellen stammen. Im Zweifelsfalle besser abkochen, Wasserflaschen sollten unversehrt sein. Durchfallerkrankungen wie Cholera sind am Ehesten durch Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen zu vermeiden.
Mit dem Arbeitgeber sollte abgesprochen werden, wie im Falle einer notwendigen Rückführung bei Erkrankung verfahren wird.
Den ausreisenden Beratern wird je nach Organisation ein Wohnraum vom Staat Niger zur Verfügung gestellt, von der Entsenderorganisation ein Haus angemietet oder es muss privat eines organisiert werden. Der Standard kann unterschiedlich sein, ist aber im Allgemeinen hoch. Oft sind die Grundstücke der älteren Häuser sehr groß, sodass es möglich ist, einen Garten anzulegen und Tiere zu halten. Die Grundstücke sind von einer ca. 1,50 - 2,50 m hohen Mauer umgeben, welche Schutz vor nicht erwünschten Gästen bietet und der Respektierung der Privatsphäre dient. Oben ist diese Mauer oft mit Glasscherben 'abgesichert'. Kühlschränke, Gasherde und Möbel können problemlos vor Ort gekauft werden. Sie sind in verschiedenen Qualitäts- und Preiskategorien auf dem Markt vorhanden oder können von ausreisenden Fachkräften erworben werden. Türen und Fenster sollten mit Moskitogittern versehen werden. Falls sie einen Lamellenmoskitovorhang vor einer Aussentüre möchten, so bringen Sie ihn bitte mit. Auch HiFi-Anlagen gibt es einmal zukaufen, Ghettoblaster sind kein Problem. Besondere Hightech-Geräte sollten Sie sich selbst mitbringen und nicht unbedingt auf den nigrischen Markt hoffen. Seien Sie sich bei allen Geräten im Klaren, dass sie Belastungen von Hitze, Sand und Feuchtigkeit Stand halten sollten. Die Netzspannung beträgt wie in Deutschland 220 Volt/50 Hertz. Ein Spannungsregler für empfindliche elektronische Geräte ist zu empfehlen. Stromabschaltungen von kürzerer Dauer (oder auch mal länger) kommen vor.
Wasser aus der zentralen Versorgung ist insgesamt fast störungsfrei verfügbar, wenngleich dies auch örtlich differieren kann. Dem wird bei einigen Häusern bereits mit einem eigenen Wasserspeicher vorgesorgt. Ansonsten ist eine kurzfristige Wasserspeicherung in einer Plastiktonne sicher eine preiswerte und einfache Lösung. Aber auch die traditionelle Speicherung in einem Ton-Canary ist empfehlenswert, denn in der heissen Jahreszeit haben Sie so immer gekühltes Wasser.
In Niamey gibt es mittlerweile mehrere Supermärkte - meist in libanesischer Hand - die eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Waren, aus Europa, den arabischen Ländern und Asien, anbieten. Ansonsten kann man in einem der vielen kleinen Läden/Boutiquen einkaufen; es gibt dort Nudeln, Reis, Cous-Cous, Tomatenmark, Maggiwürfel und manches mehr. Lebensmittel, Obst, Gemüse, Hausrat und Kleidung findet man auf den Märkten oder den dezentralen Verkaufsständen in den Wohnvierteln. In Niamey erhalten Sie das ganze Jahr Obst und Gemüse. Im Laden 'Tout pour la Femme et l'Enfant' gibt es Haushaltswaren, Kinderkleidung und Spielsachen europäischen Standards. In Zinder ist die Auswahl und Qualität der angebotenen Waren zufriedenstellend. Kühlprodukte sind nur begrenzt vorhanden. Die Einkaufsmöglichkeiten in Diffa decken den Grundbedarf. Gemüse und Salat gibt es nur zwischen Dezember und März. Die Versorgung in Tahoua est ebenfalls recht gut; mittlerweile gelangen auch einige Kühlwaren dorthin. Frische Gemüse und Obst gibt es meist jedoch nur während der Erntezeit. Agadez hat bedingt durch den Flughafen, vor allem aber durch die Nähe zu den Gärten des Air über einige Monate eine gute Obst- und Gemüseversorgung. Milch und Milchprodukte in Form von Frisch- oder Sauermilch können meist bei Fulbe-Frauen, die durch die Straßen ziehen, erworben werden. Die Frauen bieten oft Sauermilch, z.T. aber auch Frischmilch an. Jedoch sollte die Frischmilch vor dem Verzehr erhitzt werden. Mittlerweile hat die Molkerei in Niamey eine gute Milchversorgung mit Frischmilch guter Qualität, die pasteurisiert ist, sichergestelllt. In ½ Liter Beuteln werden diese in verschiedenen einheimischen Supermärkten, aber auch in den Shops einiger Tankstellen, angeboten – interessanterweise hat es auch einen Milchladen im Flughafen. Lange vor einer guten Milchversorgung gab es schon einheimische Butter auf dem Markt, diese wurde jedoch meist von den Bäckereien und Konditoreien in Niamey direkt bei der Molkerei abgegriffen. Wenn Sie einen Angestellten zum Butter kaufen schicken, wundern Sie sich aber nicht, wenn er/sie mit flüssiger Butter (Butterschmalz) zurückkommt, denn dies ist gebräuchlicher bei der Bevölkerung als frische Butter; die Butter wurde durch das Erhitzen haltbar gemacht. Man erhält frische Butter ebenfalls in einheimischen Supermärkten, wenn man Glück hat. Die letzten Jahre haben - gute - Bäckereien und Patisserien zugenommen.
Niamey verfügt über internationale Schulen: Lycée La Fontaine, Amerikanische Internationale Schule von Niamey, Institute Bedir und andere. Mittlerweile nehmen die Privatschulen, die zum Teil auch von Nigrern gegründet und gefördert werden, zu. Diese Entwicklung ist im ganzen Land zu beobachten. In Tahoua, Maradi und Zinder wurden 2011 Universitäten eröffnet.
Der Geldtransfer funktioniert vor allem in der Hauptstadt problemlos. In Niamey gibt es die Möglichkeit, über Barschecks Geld in FCFA umtauschen zu lassen. Überweisungen von Deutschland in den Niger sind sehr teuer und dauern meist lang. Der Geldtransfer per Western Union ist eine schnelle, aber teure Möglichkeit (Gebühr ca 10%). Dem aktuellen Wechselkurs
zufolge ist 1 Euro = 655,957 CFA Franc. Geldautomaten sind im Niger keine in Funktion, Kreditkarten werden nur in größeren Hotels, bei Fluggesellschaften und Autoverleihfirmen angenommen.
Die Hauptverkehrsachsen im Niger sind die Süd-Nordachse (Niamey-Agadez-Teneréwüste) bzw. die West-Ostachse (Niamey-Zinder-Diffa-Tschadsee) und gen Westen Richtung Tera Ayourou. Das dortige Hotel wird bald dem Kendaji-Staudamm anheimfallen. Es gibt über 10.000 km Allwetterstraßen, wobei aber nur ca 2000 km asphaltiert sind. Viele Nebenstraßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar und werden zu Schlammlöchern. Tankstellen sind selten in den entlegenen Gebieten abseits der Hauptstrassen und man sollte daher bei langen Strecken immer genügend Kraftstoff mit sich führen. Zwischen den größeren Orten gibt es relativ gute Busverbindungen von unterschiedlichen Unternehmen wie Rimbo, Azawad und SNTV. Die Preise einer Fahrt, z.B. nach Tahoua, liegen um die 10 000 FCFA - zum Teil sind die Busse auch neu und klimatisiert. Dies macht das Reisen recht komfortabel, jedoch sollte man die Erwartungen an Toiletten sehr herunterschrauben, wenn sie denn vorhanden sind. Hotelzimmer
sind schwer zu bekommen und sollten daher immer im voraus gebucht werden. Folgende Hotels sind zu empfehlen:
Hotel Gaweye (Niamey),
Grand Hotel (Niamey)
, Hotel Terminus
(Niamey), Les Rôniers (Niamey), Hotel Sahel (Niamey)
, Hotel Masaki (Niamey)
, Tatayi (Niamey). Eine Übersicht der Lage der verschiedenen Hotels
in Niamey zeigt der Stadtplan. Im Laufe der letzten Jahre haben viele kleine einfache Hotels in Niamey eröffnet. In Tahoua gibt es seit etwa vier Jahren das Hotel Tarka an der Straße nach Agadez, welches allgemein positive Bewertungen
erhält. Sein Standard liegt über dem des Hotel l'Amitié. Auberge Tess
, Auberge d'Azel
, Hotel de la Paix, Hotel Tidéne
und andere schöne Unterkünfte hat Agadez zu bieten. Zinder, die zweitgrösste Stadt Nigers kann mit einigen grösseren Hotels, wie Le Damagaram, Malem Kal Ka Danu, Amadou Kouran Daga und dem Hotel Central, aber auch einigen kleineren Unterkünften aufwarten. In Maradi hat ein Guesthouse und das Hotel Jan Gorzo.
Die Situation für Reisen von Agadez oder Diffa aus in die Wüste ist nach wie vor unsicher, sodass stets die Konsulate zur Abklärung der Sicherheitslage kontaktiert werden sollten. Bei Reisen in die Wüste gibt es eine gute Auswahl von Agenturen. An die 50 Reiseagenturen befinden sich in Agadez, mit denen Sie Kontakt aufnehmen können. Hier folgt eine Auswahl:
In der Umgebung der Hauptstadt Niamey gibt etliche Ausflugziele (Nationalmuseum
mit Zoo und Präsentaion von traditionellem Kunsthandwerk, Pirogenfahrt
auf dem Niger, Markt in Ayerou, Besuch von Töpferdörfern), der Giraffenpark, der Nationalpark W
. Das alte Ortszentrum von Tahoua hat besonderen Charme. Agadez, Knotenpunkt der Händler und malerische Tuareg-Hauptstadt fasziniert nicht nur die Touristen. Das Air-Gebirge, die Oase von Timia, die Ténérewüste und das Erg Bilma sind die touristischen Ziele des „großen Nordens". Im Osten führt der Weg über Zinder, der Stadt des Sultans, vor dessen Palast nach wie vor die bunt gekleidete Garde Wache hält, nach Diffa und zum Tschadsee und dann in die Wüste und bis in die Ruinenstadt Djado. Weitere Auskünfte bekommt man über das Tourismusministerium
und aus Reiseführern.
Die Sicherheitslage
im Niger ist nicht immer klar, von daher kurzfristig anfragen. In allen Regionen des Landes (Agadez, Tahoua, Zinder, Diffa) wurden alle nicht afrikanischen Mitarbeiter von ausländischen Organisationen abgezogen, afrikanische Mitarbeiter - Niger und Fachkräfte aus anderen afrikanischen Ländern, die bei den Organisationen unter Vertrag sind, halten die Stellung. Einige Standorte, z.B. Tera, Zinder werden durch Kurzeinsätze von einigen Tagen bzw. wenigen Wochen von den ausländischen Fachkräften betreut - Stand Herbst 2011. Die strikte Ausgangssperre, die Anfang 2011 nach der Entführung und Tötung von zwei jungen Franzosen
eingeführt wurde, ist erheblich gelockert worden. Längere Aufenthalte außerhalb der Hauptstadt bedürfen - im Falle von Fachkräften - der Genehmigung. Prinzipiell sei immer davor gewarnt, sich unabhängig, allein und ohne Nachricht zu hinterlassen, auf den Weg zu machen. Es ist immer gut, in Begleitung Einheimischer zu sein, die einerseits die jeweilige Gegend gut kennen, aber auch Gefahren richtig einschätzen können. Dies gilt nicht nur für die momentane Sicherheitssituation.
Bitte nehmen Sie auch Kontakt auf mit der deutschen Botschaft
in Niamey. Von Überlandfahrten nach Anbruch der Dunkelheit wird abgeraten, für MitarbeiterInnen von Entwicklungsorganisationen sind sie per se verboten. Das Verkehrsrisiko ist nicht zu unterschätzen: unbeleuchtete Fahrzeuge, Menschen und Tiere können unvermittelt auftauchen.
Dies beeinträchtigt nicht nur die Sicherheitslage, sondern stellt wegen möglicher Unfälle und deren Folgen eine keinesfalls zu unterschätzende Gefahr dar. Ein Zusammenstoß mit einem Tier kann meist finanziell abgegolten werden, zumal der eines Huhnes – wenngleich der Preis zumeist sicher über dem Marktpreis liegen wird, wenn man nicht einen Einheimischen dabei hat, der dies mit dem Geschädigten diskutiert. Bei einem Großtier hat man selbst auch gleich einigen Schaden – wenn das Fahrzeug denn noch fahrtüchtig ist. Die Schadensersatzansprüche des Tierhalters, den de jure zwar auch Mitschuld treffen könnte, gingen wir von deutschen Gesetzen aus, weil er nicht ausreichend auf seine Tiere acht gegeben hat, sind allemal gegeben. De Facto hat ein Tier niemals Schuld! Ein Tier hat immer einen Wert für die betroffenen Menschen, manchmal kommt zu dem ökonomischen Wert noch der psychologische hinzu. Dieser Wert muss geldlich abgegolten werden. Denken Sie bitte nicht, dass die Leute immer nur Geld "abzocken" wollen, wenn AusländerInnen an dem Unfall beteiligt sind. Eine Kuh kann beispielsweise einen Wert von 150 000 bis 300 000 FCFA und mehr Marktwert haben. Der Rat, der manchmal gegeben wird: weiterfahren bevor irgendjemand den Unfall mitbekommt, können wir moralisch oft nicht vertreten, wenn wir sehen, dass das Tier verletzt ist. Äußerst problematisch – nahezu dramatisch – wird die Situation bei Menschenbeteiligung! Es wird da aber nicht drauf geschaut, ob das Opfer Mitschuld trifft, wenn ein Ausländer der Autofahrer ist. Es klingt brutal, und ist es wohl auch. Mitgefühl hätte schon einige Entwicklungshelfer beinahe das Leben gekostet. Wichtig ist es, sich mit dem Thema Verkehrsunfall intensiv auseinander zu setzen.
Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden/auf dem eigenen Gelände, ist nicht allein durch die umgebende Mauer mehr oder weniger gegeben, sondern durch die Tag-/Nachtwächter – besser gesagt: das System der Wächter in einem Quartier. Deshalb ist es wichtig, sich ganz genau Gedanken zu machen: wen stellt man als Wächter ein, gab es vorher Wächter. Bei der Hausbesichtigung/-übernahme sollte dies abgeklärt werden. Bestehen keine alten Verbindlichkeiten, so kann ein Rat sein, Wächter verschiedener Ethnien zu nehmen. Auf jeden Fall geht es nicht ohne – weniger wegen der Sicherheit als vielmehr wegen der sozialen Verpflichtung, Menschen Arbeit geben zu müssen. Mittlerweile sind AusländerInnen auch verpflichtet, mindestens eine Person anzustellen. Wächter übernehmen z.T. auch Haus- oder Gartenarbeiten - das ist im Einzelfall abzuklären. Ansonsten engagieren Sie für jene Arbeitsbereiche einen Koch/Köchin oder Gärtner bzw. auch Kinderfrau zur Betreuung ihres Nachwuchses.
Für den Niger ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Um sich über die spezifischen Krankheiten
zu informieren empfiehlt es sich, das Tropeninstitut der Universität München zu kontaktieren. Wie oben bereits erwähnt, hängen die Notwendigkeiten besonders von den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen ab. Meningitis und Hepatitis sind nicht zu unterschätzen, der Bereich der zu wenig beachteten Zoo-Anthroponoosen betrifft aber nur jene Personen, die in diesen Bereichen arbeiten. Es stellt sich immer wieder die Frage nach der Malaria-Prophylaxe. Klar ist, dass sie keine Malaria verhindert, je nach infektiösem Stamm reagiert; sie schwächt den Erreger, aber macht ihn auch resistenter gegen die Medikamente. Da muss jede/r für sich entscheiden, welches die beste Lösung bei längeren Aufenthalten ist. Die wichtigste Prophylaxe sollte nie vergessen werden: ausreichende und dichte Kleidung in den Morgen und Abendstunden bzw. Insektenschutz an unbedeckten Stellen. Wichtig ist es, die Symptome gut zu beobachten – auch hier in Europa - um schnell zu einem Arzt zu gehen.
Wichtig bei der Gesunderhaltung ist die Versorgung mit gutem Wasser und ausgewogener Ernährung, das muss nicht unbedingt die Ware aus dem europäischen Supermarkt sein.
Postämter mit Postfächern gibt es in allen Städten und größeren Orten, aber keine Straßennamen und Hausnummern. Die Korrespondenz wird immer an ein Postfach adressiert. Luftpost nach Europa kann bis zu 2 Wochen dauern, auf dem regulären Weg (über Land und mit dem Schiff) etwa 4 Wochen.
Um sich eine Telefonleitung legen zu lassen, gehen Sie bitte zu SONITEL
und beantragen Sie dort eine. Telefonieren nach Europa ist mit dem Handy günstiger und Prepaid-Telefonkarten gibt es an jeder Straßenecke. Internationale Telefonate können in jedem Hotel oder aber auch in den sogenannten Telecentre geführt werden, ansonsten aber auch mit der skype-software
(0,14 Euro) oder preiswerten Vorwahlnummern. Die Landesvorwahl ist 00227. Mittlerweile gibt es in vielen kleinen Orten eine Telecabine. Rasant verbreitet sich das Handynetz und Sie werden erstaunt sein, wie viele Menschen auf dem Land mit dem Handy unterwegs sind. Der Zugang zum Internet hat sich erheblich verbessert. Aber nicht jedes Internetcafe ist mit Breitbandtechnologie ausgestattet, und so kann es erhebliche Unterschiede beim Aufbau einer Internetseite geben.
zu Niger
(allgemein)







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(freiwilliger Zusammenschluss von 100 NRO in Deutschland)
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Dr. Antje Bartelsmeier, Pastoralistin aus dem Oberallgäu, ist Ethnologin und Dipl.-Ing. agr.
Seit 1993 in der Entwicklungszusammenarbeit tätig als Beraterin, Gutachterin und Wissenschaftlerin. Lehraufträge und Assistententätigkeiten an verschiedenen Institutionen.
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Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2011 aktualisiert.
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