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Um Unannehmlichkeiten bei der Einreise nach Nigeria aus dem Weg zu gehen, sollten die Einreisebestimmungen
des Auswärtigen Amtes ernst genommen werden. Neben einem gültigen Reisepass benötigt der Reisende ein Visum und einen Impfpass mit gültigen Impfungen. Das Visum
und andere nützliche Reiseinformationen sind bei der nigerianischen Botschaft in Berlin
erhältlich.
Es ist zu empfehlen, mit der Visumbeantragung rechtzeitig zu beginnen, da sich der Prozess oftmals etwas in die Länge zieht.
In den Großstädten Nigerias sind die Immobilienpreise exorbitant, Tendenz steigend. In den meisten Fällen stellen die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bei längeren Aufenthalten in Nigeria Unterkünfte zur Verfügung oder sind bei der Suche behilflich. Bezüglich der Wohnungssuche sollte man wissen, dass es in einigen nigerianischen Großstädten nicht unüblich ist, wenn der Vermieter je nach Lage und Größe der Wohnung, zwei bis drei Jahre Miete im Voraus verlangt.
In den Großstädten Lagos, Abuja, Kano und Port Harcourt gibt es alles, was man mit Geld kaufen kann. Dort sind die Einkaufszentren mit Waren internationalen Standards ausgestattet. Suchhilfe bieten dabei LagoSmart
und Abuja Guide
. Auf den lokalen Märkten werden zudem Güter für den täglichen Bedarf angeboten.
Der Wert der nigerianischen Währung Naira
(1 Naira = 100 Kobo) kann stark variieren, weshalb Sie möglichst in offiziellen Wechselstuben umtauschen sollten, um einen besseren Kurs zu erzielen. Die Währung Kobo gibt es praktisch gar nicht mehr, stattdessen werden stets höherwertige Banknoten
in Naira gedruckt.
Der aktuelle Wechselkurs
ist 1 Euro = 212,54 Naira. Empfehlenswert ist es, für die ersten Wochen Traveller-Cheques bei sich zu haben, die man bei jeder Bank in Nigeria umtauschen kann. Für den Geldtransfer von Deutschland nach Nigeria ist Western Union
zu empfehlen. Informationen zur Kontoeröffnung in Nigeria finden Sie bei den folgenden, in Nigeria zugelassenen Banken
.
Eine Reise mit dem Auto ist risikoreich, da die Unfallquote im Land hoch ist. Deshalb wird vor Reisen mit dem Auto gewarnt. Siehe dazu das Kapitel "Transportwege" auf der Seite "Landesüberblick und Naturraum".
Um innerhalb einer der Städte Nigerias von einem Ort zum anderen zu kommen (Stadtverkehr), gibt es Taxen und Motorrad-Taxis, die "Okada"
genannt werden. Bei Fahrten mit Okadas sollte man seinen eigenen Motorradhelm dabei haben, da sich die meisten Fahrer weder für sich selbst noch für ihre Passagiere einen Helm leisten können.
Für Überlandfahrten werden von mehreren Busunternehmen Busdienste angeboten. Die Busse bieten Komfort, sind sicher, fahren planmäßig und kommen i.d.R. pünktlich am Zielort an.
Flugreisende innerhalb Nigerias sollten die Sicherheitstipps des "Federal Airports Authority of Nigeria (FAAN)" lesen.
Die nigerianische Eisenbahn gilt als preisgünstiges, aber unzuverlässiges Transportmittel.
Da es Nigeria an attraktiven Stränden fehlt, wird das Land im Allgemeinen nicht als Tourismusziel angesehen. Eine Reise durch Nigeria lohnt sich aber dennoch angesichts seiner Nationalparks, der großen Feste wie das Id-el-Fitr in muslimischen Gebieten im Norden, seiner Stadtfeste wie in Oshogbo (Osun State), des Abuja Karnevals in Abuja (Federal Capital Territory) und des Mmanwu Festivals in Enugu
(Enugu Bundesstaat).
Weitere Touristenattraktionen sind die berühmten heiligen Yoruba-Haine in Oshogbo
, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Hier befinden sich zahlreiche Heiligtümer und Schreine der traditionellen Yoruba-Religion. Ebenfalls zum Weltkulturerbe zählen die wunderschön angelegten Bergdörfer der Sukur an der Grenze zu Kamerun im Bundesstaat Adamawa, die allerdings verkehrsmäßig schwer zu erreichen sind. Dazu finden Sie hier einen guten Reiseführer
.
Armut und Reichtum sind in Nigeria eine Frage der Verteilung. Gerade die nicht oder ungerecht gelöste Verteilungsfrage ist eine der Hauptursachen der Konflikte, die im Land seit dem Demokratisierungsprozess, der 1999 begann, schwelen.
Insbesondere gelten auch der Norden des Landes (Scharia-Bundesstaaten) und das Nigerdelta (Ölförderregion) als instabile und gefährliche Regionen. Reisende sollten sich deshalb streng an die Sicherheitshinweise
des Auswärtigen Amtes halten. Weitere Informationen zu Sicherheitsfragen
liefert das U.S. State Department.
Informationen über die häufigsten Krankheiten, Impfempfehlungen und -vorschriften sowie Gesundheitsrisiken bieten "fit for travel"
und "gesundes reisen"
. Weitere reisemedizinische Informationen geben Ihnen auch das Bernard-Nocht-Institut
in Hamburg sowie der reisemedizinische Infoservice des Tropeninstituts der Universität München
.
Durchfallerkrankungen sind in tropischen Ländern normal. Kinder sind besonders schnell betroffen. Deshalb ist es empfehlenswert, mindestens in den ersten Wochen des Aufenthaltes das Trinken von ungefiltertem Wasser sowie den Verzehr von ungekochtem Essen und ungeschältem Obst zu vermeiden.
Der Telekommunikationsmarkt in Nigeria boomt. Mobilfunknetz und Internetprovider sind flächendeckend vertreten. Um günstig telefonieren zu können, sind Prepaid-Karten der örtlichen Anbieter, die an allen Ecken zu kaufen sind, zu empfehlen.
In den meisten Städten des Landes ist es möglich, in den mittlerweile zahlreich vorhandenen Internetcafes
ins Internet zu gehen und E-Mails abzurufen. Allerdings sind die Verbindungen oftmals sehr langsam und man sollte sich auf jeden Fall auf Unterbrechungen der Internetverbindung aufgrund von Stromausfällen einstellen.
Dr. Emmanuel I. Ede wurde 1955 in Agbani/Enugu-State, Nigeria, geboren und lebt seit 1971 in Deutschland. Neben seinem Beruf als selbstständiger Architekt ist er als Trainer für Interkulturelle Handlungskompetenzen mit den Schwerpunkten West- und Zentralafrika, als Tutor für landesspezifische Auslandsvorbereitung für Nigeria sowie als Gutachter für politische Bildung tätig.
Der Autor freut sich über Ihre Kommentare und Anregungen zu dieser Nigeria-Länderinformationsseite.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Dezember 2011 aktualisiert.
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