Direkt zum Seiteninhalt oder zur Haupt-Navigation oder zur Meta-Navigation oder zum Seitenabschluss.
Sie befinden sich hier: GIZ Start / Webangebote / LIPortal > Peru / Überblick

Peru hat 2 400 km Küste am pazifischen Ozean und grenzt an Kolumbien und Ekuador im Norden, an Brasilien und Bolivien im Osten und Chile im Süden. Peru ist in 24 Departements und die verfassungsmäßige Provinz Callao eingeteilt. Die Departements sind in Provinzen und diese in Bezirke (Distritos) gegliedert.
Detailliertere Karten gewünscht?:
(mit verschiedenen Suchmöglichkeiten auf Provinz- und Distriktebene)




(interaktive Karte)

Es herrscht kein Mangel an Impressionen über Peru
im Internet, die von der aufschlussreichen Kultur und Traditionen
, historischen Stätten
, über Natur und Landschaften
, besondere Interessen
bis zu detallierten Einsichten in Städte und Reisezielen
sowie Aktivurlaub
reichen.
Inter-american Development Bank
, Fischer Weltalmanach
und die CIA
liefern Grundinformationen über Peru. Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer internationaler und nationaler Organisationen, die statistische Daten zum Land bereitstellen. Besonders zu erwähnen sind hier die Zentralbank Perus
und natürlich die Weltbank
.
Die großen Höhenunterschiede bedingen vielfältige Klimazonen
: gemässigtes, feuchtes Klima an der flachen Küste in Lima, trockenes Klima im bergländischen Cuzco
(3326m), warm gemäßigtes bis subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit am Ostabfall der Anden bis hin zum tropischen Klima im östlichen Tiefland (Pucallpa
). Die interaktive Klimakarte
gibt Auskunft über weitere Orte.
In unregelmäßigen Abständen taucht eine warme Meeresströmung, an der pazifischen Küste auf, was zu extremen klimatischen Veränderungen in den betroffenen Regionen führt. Man spricht vom "El Niño"-Phänomen. Das stärkste bisher beobachtete El Niño-Ereignis der Jahre 82/83 löste in den Wüstengegenden Perus nach tagelangen, anhaltenden Niederschlägen Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Die Schadensbilanz betrug damals ca. 13 Mrd. Dollar. Trotz getroffener Vorkehrungen durch den peruanischen Staat waren die Folgen des Niño-Stromes auch im Jahr 1997/98
verheerend. Der angekündigte Niño-Strom für die 2. Hälfte 2002 und 2003 dagegen war nicht so heftig. Das Meteorologische Institut Perus SENAMHI
oder CIIFEN
berichtet regelmässig über dieses Phänomen.
Aktuelle Wetterangaben
zu Peru.

Das Welt-Ressourcen-Institut hat Peru in die auserwählte Gruppe der acht “megadiversen” Ländern eingestuft. Man geht davon aus, dass in Peru 84 der 104 in der Welt existierenden Lebenszonen zu finden sind, wodurch eine Reihe von Weltrekorden aufgestellt werden, die selbst den skeptischsten Forscher verwundern würden: etwa 10% der Säugetiere und Reptilien des Planeten, mehr als 20 % der Vögel dieser Erde und zwischen 40.000 und 50.000 Arten von Gefäßpflanzen (mit höchstem Entwicklungsgrad), von denen bisher nur die Hälfte beschrieben wurde, entstehen und vermehren sich hier.
Zur Erhaltung der biologischen Artenvielfalt hat man in Peru eine Reihe von Maßnahmen zu diesem Zweck eingeführt. Die geschützten Gebiete werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: Nationalparks, Naturschutzgebiete
, Landschaftsschutzgebiete, geschützte historische Stätten und geschützte Zonen.
Die dringlichsten ökologischen Probleme des Landes sind die Zerstörung des Regenwaldes, die Übernutzung der Weiden an den Andenabhängen und einer damit einhergehende Bodenzerstörung und Erosion, die Zunahme der Wüstenbildung an der Küste und an den Abhängen der westlichen Anden, die Luftverschmutzung in den Städten und die Wasserverschmutzung in Bächen und Flüssen durch Bergbau und kommunale Abwässer.
Erdbeben suchen Peru aufgrund seiner geologischen Lage häufig heim, wo sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte schiebt. Beide Platten bewegen sich mit jährlich 78 mm aufeinander zu. Die peruanische Küste ist deswegen regelmäßig von teils starken Erdbeben betroffen. Am 15. August 2007 bebte die Erde erneut mit einer Stärke von 8.0 der Richter-Skala südlich der Hauptstadt bei Pisco
.
Am 14. Mai 2008 wurde das Umweltministerium
ins Leben gerufen. Es löste die Nationale Umweltbehörde CONAM ab, die seit 1994 zentrale staatliche Umweltinstitution war. Das Ministerium ist für die Formulierung, Planung, Koordination, Durchführung, Überwachung und Evaluierung der nationalen Umweltpolitik zuständig. An der Spitze des Ministeriums stand der Sohn deutscher Einwanderer, Dr. Antonio Brack Egg
, der als ausgewiesener Umwelt-Spezialist gilt. Im Nationalen Umweltinformationssystem SINIA
erhält man wertvolle und umfangreiche Informationen (Dokumente, Indikatoren, interaktive Karten, usw.) zu verschiedenen Umweltthemen.
In Peru haben sich außerdem eine Reihe privater und staatlicher Institutionen in dem Umweltforschungsnetz RedPeIA
zusammengeschlossen, die sich mit der Lage der Umwelt, Umweltpolitik und -projekten beschäftigen. Unter den staatlichen Institutionen ragt die Wasserbehörde ANA
heraus. Die Zunahme der sozialen Konflkte im Bergbauprojekten haben zu einer Zusammenarbeit
zwischen dem Umweltministerium und dem Ombudsman geführt.
Peru hat 28,2 Mio Einwohner, von denen 75.9% in Städten und Agglomerationen leben. Das derzeitige jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 1,6 %. Die Bevölkerung des Landes verteilt sich sehr ungleich: 2007 lebten 54,6% an der Küste, 32 im Bergland und 13,4% im Urwald. Die Regionen Lima, Piura, La Libertad, Cajamarca, Puno, Junin, Cuzco, Arequipa Lambayeque und Ancash haben mehr als 1 Mio Einwohner, wobei Lima mit 8,5 Mio die größte Region darstellt.
Die größte Stadt Perus ist die Hauptstadt Lima mit 8,15 Millionen Einwohnern in der Agglomeration. Weitere größere Städte sind Arequipa (819 000), Callao (390 000), Pucallpa (312 000), Trujillo (277 000), Chiclayo (251 000) und Piura (248 000).
Die wichtigste Verkehrsverbindung in Peru, mit über 70 000 km Länge, sind Straßen, die in Längs- und Querrichtung verlaufen. Die wichtigste Längsverbindung ist die von Norden nach Süden an der Küste verlaufende "Carretera Panamericana" (2375 km asphaltierte Straße). Entlang der Dörfer des fruchtbaren Ostabfalls der Anden (Ceja de Selva) erstreckt sich die "Marginal de la Selva" zwischen Ekuador im Norden und Bolivien im Südosten. Die Dörfer und Städte der peruanischen Anden sind durch die zum größten Teil asphaltierte Längsverbindung "Sierra Sur"
zwischen La Oroya (auf der Höhe von Lima) und Desagüadero (an der Grenze zu Bolivien) miteinander verbunden.
Zwischen der pazifischen Küste und dem peruanischen Gebirge (z.B. Pisco - Ayacucho
) bzw. dem Urwald (Puerto San Juan - Iñapari
) verlaufen die Querverbindungsstraßen, die in den 90er Jahren ausgebaut und zum Teil asphaltiert wurden.
Das Eisenbahnnetz besteht aus mehreren nicht miteinander verbundenen Streckennetzen und hat eine Länge von 2 177 Kilometern. Die Streckennetze dienen vorwiegend der Touristen- (Streckennetz Machu Picchu-Puno) und weniger der Güterbeförderung (Streckennetz Matarani-La Paz) und werden von privaten Betreibergesellschaften
unterhalten.
Die rot-weiß-rote Nationalflagge
in senkrechter Streifenform muss am 28. Juli, dem Nationalfeiertag Perus, jedes Gebäude, egal ob Palast oder Hütte schmücken.
Die Symbole im Staatswappen
sollen die Reichtümer des Landes darstellen (Vicuña, Quina-Baum und mineralische Rohstoffe). Den Text der offiziellen Hymne
schrieb José Bernardo Alcedo (1788-1878). Die Vertonung
stammt ebendalls von ihm.

Gerardo Basurco Valverde, Dr. phil, Dipl. Volkswirt, geb. 1953, Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft.
Gutachter von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.
Für Anregungen und Kommentare wäre ich Ihnen dankbar.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.
Die AIZ mit Sitz in Bad Honnef bietet mehr als 50 monatlich stattfindende Trainingskurse zu folgenden Themen an:
Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren. Wir freuen uns über Ihre Anfragen!
Unsere E-Academy bietet zahlreiche Online-Trainingskurse auf Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch an:
Hier finden Sie eine Auswahl unserer Online-Trainingskurse:
Weitere Informationen finden Sie unter E-Academy GIZ.