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Chan-Chan, grösste Lehmstadt der Welt

Landesübersicht und Naturraum

BeschreibungInhalt
Offizieller Name:Republik Peru
Fläche:1.285.220 km²
Einwohner:28,2 Mio.
Bev.-Wachstum1,229% (2010)
Regierungssitz:Lima
Klima (für Hauptstadt):gemässigt

Peru

Landesflagge Peru

Übersichtskarte

Link zu den Seiten von go2Peru
Quelle: go2Peru

Peru hat 2 400 km Küste am pazifischen Ozean und grenzt an Kolumbien und Ekuador im Norden, an Brasilien und Bolivien im Osten und Chile im Süden. Peru ist in 24 Departements und die verfassungsmäßige Provinz Callao eingeteilt. Die Departements sind in Provinzen und diese in Bezirke (Distritos) gegliedert. 

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Landesimpressionen

Der Fluss Amazonas
Der Fluss Amazonas

Es herrscht kein Mangel an Impressionen über Peru Öffnet externen Link in neuem Fenster im Internet, die von der aufschlussreichen Kultur und TraditionenÖffnet externen Link in neuem Fenster historischen StättenÖffnet externen Link in neuem Fenster, über Natur und LandschaftenÖffnet externen Link in neuem Fenster, besondere InteressenÖffnet externen Link in neuem Fenster bis zu detallierten Einsichten in Städte und ReisezielenÖffnet externen Link in neuem Fenster sowie AktivurlaubÖffnet externen Link in neuem Fenster reichen.

Grunddaten

Inter-american Development BankÖffnet externen Link in neuem FensterFischer WeltalmanachÖffnet externen Link in neuem Fenster und die CIAÖffnet externen Link in neuem Fenster liefern Grundinformationen über Peru. Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer internationaler und nationaler Organisationen, die statistische Daten zum Land bereitstellen. Besonders zu erwähnen sind hier die Zentralbank PerusÖffnet externen Link in neuem Fenster und natürlich die WeltbankÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Klima

Die großen Höhenunterschiede bedingen vielfältige KlimazonenÖffnet externen Link in neuem Fenster: gemässigtes, feuchtes Klima an der flachen Küste in Lima, trockenes Klima im bergländischen Cuzco Öffnet externen Link in neuem Fenster (3326m), warm gemäßigtes bis subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit am Ostabfall der Anden bis hin zum tropischen Klima im östlichen Tiefland (PucallpaÖffnet externen Link in neuem Fenster). Die interaktive KlimakarteÖffnet externen Link in neuem Fenster gibt Auskunft über weitere Orte.
In unregelmäßigen Abständen taucht eine warme Meeresströmung, an der pazifischen Küste auf, was zu extremen klimatischen Veränderungen in den betroffenen Regionen führt. Man spricht vom "El Niño"-Phänomen. Das stärkste bisher beobachtete El Niño-Ereignis der Jahre 82/83 löste in den Wüstengegenden Perus nach tagelangen, anhaltenden Niederschlägen Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Die Schadensbilanz betrug damals ca. 13 Mrd. Dollar. Trotz getroffener Vorkehrungen durch den peruanischen Staat waren die Folgen des Niño-Stromes auch im Jahr 1997/98 Öffnet externen Link in neuem Fenster verheerend. Der angekündigte Niño-Strom für die 2. Hälfte 2002 und 2003 dagegen war nicht so heftig. Das Meteorologische Institut Perus SENAMHIÖffnet externen Link in neuem Fenster oder CIIFENÖffnet externen Link in neuem Fenster berichtet regelmässig über dieses Phänomen.
Aktuelle WetterangabenWetter in Perú zu Peru.

Flora und Fauna

Kondor in der Colca-Schlucht (Arequipa), Freddy
Kondor in der Colca-Schlucht (Arequipa), © Freddy Hernani Chávez

Das Welt-Ressourcen-Institut hat Peru in die auserwählte Gruppe der acht “megadiversen” Ländern eingestuft. Man geht davon aus, dass in Peru 84 der 104 in der Welt existierenden Lebenszonen zu finden sind, wodurch eine Reihe von Weltrekorden aufgestellt werden, die selbst den skeptischsten Forscher verwundern würden: etwa 10% der Säugetiere und Reptilien des Planeten, mehr als 20 % der Vögel dieser Erde und zwischen 40.000 und 50.000 Arten von Gefäßpflanzen (mit höchstem Entwicklungsgrad), von denen bisher nur die Hälfte beschrieben wurde, entstehen und vermehren sich hier.

Zur Erhaltung der biologischen Artenvielfalt hat man in Peru eine Reihe von Maßnahmen zu diesem Zweck eingeführt. Die geschützten Gebiete werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: Nationalparks, NaturschutzgebieteÖffnet externen Link in neuem Fenster, Landschaftsschutzgebiete, geschützte historische Stätten und geschützte Zonen.

Ökologische Probleme

Ökologische Probleme

Die dringlichsten ökologischen Probleme des Landes sind die Zerstörung des Regenwaldes, die Übernutzung der Weiden an den Andenabhängen und einer damit einhergehende Bodenzerstörung und Erosion, die Zunahme der Wüstenbildung an der Küste und an den Abhängen der westlichen Anden, die Luftverschmutzung in den Städten und die Wasserverschmutzung in Bächen und Flüssen durch Bergbau und kommunale Abwässer.

Erdbeben suchen Peru aufgrund seiner geologischen Lage häufig heim, wo sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte schiebt. Beide Platten bewegen sich mit jährlich 78 mm aufeinander zu. Die peruanische Küste ist deswegen regelmäßig von teils starken Erdbeben betroffen. Am 15. August 2007 bebte die Erde erneut mit einer Stärke von 8.0 der Richter-Skala südlich der Hauptstadt bei PiscoÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Am 14. Mai 2008 wurde das UmweltministeriumÖffnet externen Link in neuem Fenster ins Leben gerufen. Es löste die Nationale Umweltbehörde CONAM ab, die seit 1994 zentrale staatliche Umweltinstitution war. Das Ministerium ist für die Formulierung, Planung, Koordination, Durchführung, Überwachung und Evaluierung der nationalen Umweltpolitik zuständig. An der Spitze des Ministeriums stand der Sohn deutscher Einwanderer, Dr. Antonio Brack EggÖffnet externen Link in neuem Fenster, der als ausgewiesener Umwelt-Spezialist gilt. Im Nationalen Umweltinformationssystem SINIAÖffnet externen Link in neuem Fenster erhält man wertvolle und umfangreiche Informationen (Dokumente, Indikatoren, interaktive Karten, usw.) zu verschiedenen Umweltthemen.

In Peru haben sich außerdem eine Reihe privater und staatlicher Institutionen in dem Umweltforschungsnetz RedPeIAÖffnet externen Link in neuem Fenster zusammengeschlossen, die sich mit der Lage der Umwelt, Umweltpolitik und -projekten beschäftigen. Unter den staatlichen Institutionen ragt die Wasserbehörde ANAÖffnet externen Link in neuem Fenster heraus. Die Zunahme der sozialen Konflkte im Bergbauprojekten haben zu einer ZusammenarbeitÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen dem Umweltministerium und dem Ombudsman geführt.

Video zu Bergbaukonflikt Yanacocha (23 Minuten)
Video zu Bergbaukonflikt Yanacocha (Cajamarca)

Städte und Verkehrsinfrastruktur

Peru hat 28,2 Mio Einwohner, von denen 75.9% in Städten und Agglomerationen leben. Das derzeitige jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 1,6 %. Die Bevölkerung des Landes verteilt sich sehr ungleich: 2007 lebten 54,6% an der Küste, 32 im Bergland und 13,4% im Urwald. Die Regionen Lima, Piura, La Libertad, Cajamarca, Puno, Junin, Cuzco, Arequipa Lambayeque und Ancash haben mehr als 1 Mio Einwohner, wobei Lima mit 8,5 Mio die größte Region darstellt.

Die größte Stadt Perus ist die Hauptstadt Lima mit 8,15 Millionen Einwohnern in der Agglomeration. Weitere größere Städte sind Arequipa (819 000), Callao (390 000), Pucallpa (312 000), Trujillo (277 000), Chiclayo (251 000) und Piura (248 000).

Die wichtigste Verkehrsverbindung in Peru, mit über 70 000 km Länge, sind Straßen, die in Längs- und Querrichtung verlaufen. Die wichtigste Längsverbindung ist die von Norden nach Süden an der Küste verlaufende "Carretera Panamericana" (2375 km asphaltierte Straße). Entlang der Dörfer des fruchtbaren Ostabfalls der Anden (Ceja de Selva) erstreckt sich die "Marginal de la Selva" zwischen Ekuador im Norden und Bolivien im Südosten. Die Dörfer und Städte der peruanischen Anden sind durch die zum größten Teil asphaltierte Längsverbindung "Sierra Sur"Öffnet externen Link in neuem Fenster zwischen La Oroya (auf der Höhe von Lima) und Desagüadero (an der Grenze zu Bolivien) miteinander verbunden.

Zwischen der pazifischen Küste und dem peruanischen Gebirge (z.B. Pisco - AyacuchoÖffnet externen Link in neuem Fenster) bzw. dem Urwald (Puerto San Juan - IñapariÖffnet externen Link in neuem Fenster) verlaufen die Querverbindungsstraßen, die in den 90er Jahren ausgebaut und zum Teil asphaltiert wurden. 

Das Eisenbahnnetz besteht aus mehreren nicht miteinander verbundenen Streckennetzen und hat eine Länge von 2 177 Kilometern. Die Streckennetze dienen vorwiegend der Touristen- (Streckennetz Machu Picchu-Puno) und weniger der Güterbeförderung (Streckennetz Matarani-La Paz) und werden von privaten Betreibergesellschaften Öffnet externen Link in neuem Fenster unterhalten.

Nationale Symbole

Die rot-weiß-rote NationalflaggeÖffnet externen Link in neuem Fenster in senkrechter Streifenform muss am 28. Juli, dem Nationalfeiertag Perus, jedes Gebäude, egal ob Palast oder Hütte schmücken.
Die Symbole im StaatswappenÖffnet externen Link in neuem Fenster sollen die Reichtümer des Landes darstellen (Vicuña, Quina-Baum und mineralische Rohstoffe). Den Text der offiziellen HymneÖffnet externen Link in neuem Fenster schrieb José Bernardo Alcedo (1788-1878). Die VertonungLeitet Herunterladen der Datei ein stammt ebendalls von ihm.

Flagge Perus
© 3dflags.com Flagge Perus
Wappen Perus
Wappen Perus

Über den Autor

Gerardo Basurco Valverde, Dr. phil, Dipl. Volkswirt, geb. 1953, Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft.
Gutachter von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.

Für Anregungen und Kommentare wäre ich Ihnen dankbar.

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.

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