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"Die philippinische Wirtschaft
weist die für viele Entwicklungsländer typische Zweiteilung auf: Moderne Elektronik-Industrie und boomender Dienstleistungssektor auf der einen Seite, Armut und Subsistenzlandwirtschaft andererseits.
Die Landwirtschaft
beschäftigt zwar noch knapp zwei Fünftel aller Arbeitskräfte, ihr Anteil am Sozialprodukt beträgt jedoch nur noch etwa 16 %. Aufgrund des hohen Anteils der Subsistenzlandwirtschaft ist die Produktivität des Agrarsektors niedrig.
Die Industrie
trägt ca. ein Drittel zur Entstehung des Sozialprodukts bei. Ein wichtiges Standbein ist dabei die Elektronik-Industrie. Das Assembling im Bereich Halbleiter und elektronische Bauteile machte in den vergangenen Jahren ca. zwei Drittel der philippinischen Exporte aus, erlebt derzeit aber erhebliche Einbußen aufgrund des weltweiten Nachfrageeinbruchs. Weitere Wachstumssektoren sind der Bausektor, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie der gesamte Bereich der Infrastruktur. Auf mittlere Sicht könnte auch die Bedeutung des Bergbausektors zunehmen; die Philippinen verfügen über große Lagerstätten an Gold, Kupfer und Nickel.
Der Dienstleistungssektor
hat sich in den vergangenen Jahren zur tragenden Säule der philippinischen Wirtschaft entwickelt und trägt heute etwa zur Hälfte zur Entstehung des Bruttosozialprodukts bei. Einer der stärksten Sektoren ist die Telekommunikation. Manila rühmt sich die 'Welthauptstadt des SMS-Versands' zu sein. Die Philippinen sind
mittlerweile außerdem die weltweit zweitgrößte Outsourcing-Destination
(Call Center
, Business Process Outsourcing)
nach Indien. Insgesamt dürften gegenwärtig über 370.000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt sein. Trotz des globalen Abschwungs wird in den nächsten Jahren weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet (...)
Der direkte Einfluss des Staats auf das Wirtschaftsleben ist begrenzt. Beschränkungen für ausländische Investoren (kein Eigentum an Grund und Boden; in vielen Bereichen nur ein Minderheitsanteil von bis zu 40 % möglich) sowie intransparente Ausschreibungsverfahren bei öffentlichen Aufträgen belasten allerdings das Geschäftsklima für ausländische Investoren. Durch die weitgehend abgeschlossene Privatisierung des Energiesektors spielen staatliche Unternehmen auch in diesem Bereich kaum mehr eine Rolle. Die Steuerquote (Anteil der Steuern am BIP) liegt
trotz einer Erhöhung der Mehrwertsteuer im Jahr 2006 immer noch lediglich bei etwa 14%. Diese im Vergleich zu den Nachbarländern niedrige Zahl ist vor allem auf eine geringe Effizienz bei der Steuererhebung zurückzuführen."
- Auszug aus: "Philippinen: Wirtschaft", hg. vom Auswärtigen Amt, Berlin, März 2010 Auswärtiges Amt
"Seit der Jahrtausendwende ist die philippinische Wirtschaft zunächst durchschnittlich um fünf bis sechs Prozent gewachsen. Die Wirtschaftsentwicklung basiert hauptsächlich auf der Elektronikindustrie und dem Dienstleistungssektor, der die Hälfte des Bruttonationaleinkommens erwirtschaftet. Einer der stärksten Sektoren ist die Telekommunikation. Wegen der guten Englischkenntnisse der Filipinos gibt es im Land sehr viele Firmen, die telefonische Dienstleistungen für US-amerikanische Unternehmen anbieten (Call Center).
(...) Der Anteil derer, die mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen müssen, liegt insgesamt zwischen 10 und 25 Prozent. Mitte der 1990er Jahre waren noch 32 Prozent der Bevölkerung von extremer Armut betroffen, in den ländlichen Regionen sogar mehr als 45 Prozent.
40 Prozent der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft; die Produktivität des Agrarsektors ist jedoch gering. 19 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Für die Verminderung der Armut sind vor allem höhere Staatseinnahmen erforderlich, um dringend notwendige Sozialausgaben finanzieren zu können. Aufgrund der weit verbreiteten Korruption und Vetternwirtschaft halten sich in- und ausländische
Unternehmen jedoch mit Investitionen zurück. Außerdem sind die verabschiedeten fortschrittlichen Dezentralisierungsgesetze bisher kaum umgesetzt worden. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind große Probleme.
(...) Entwicklungschancen bieten unter anderem der Telekommunikationssektor
und der Bergbau. Die Philippinen verfügen über große Lagerstätten an Gold, Kupfer und Nickel. Auch eine Förderung des Tourismus kann die Wirtschaft weiter voranbringen.
Besonders große Potenziale liegen im Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien. Hier stehen besonders Erdwärme, Windenergie und Wasserkraft im Mittelpunkt. Die Philippinen könnten zu einem führenden Produzenten erneuerbarer Energie und zu einem wichtigen Produzenten von Solarzellen werden. Auch an der Konferenz zur Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) im Januar 2009 in Bonn haben die Philippinen teilgenommen.
(...) Vorhaben in den früheren Schwerpunkten "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung" sowie "Umweltschutz und nachhaltiges Ressourcenmanagement" werden noch einige Jahre weiter gefördert. In verschiedenen Regionen der Philippinen wird zudem die Stärkung der lokalen Selbstverwaltung unter Berücksichtigung von Aspekten der
Konfliktbearbeitung, Friedensentwicklung und Armutsbekämpfung unterstützt."
- Auszug aus: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ
), Stand: 28.12.2009
Blockierte Entwicklung(spotenziale)
Reiches Land mit einer wachsenden Zahl armer und marginalisierter Menschen - auf diese Kurzformel lässt sich die ökonomische Entwicklung der Philippinen im vergangenen Jahrzehnt bringen. Bereits im Oktober 2004, knapp ein halbes Jahr nach dem zweifelhaften Wahlerfolg von Präsidentin Arroyo, widmete sich eine fünfteilige Serie der Asia Times Teil 1
, Teil 2
, Teil 3
, Teil 4
, Teil 5
mit dem bezeichnenden Titel "The Philippines: Disgraceful State" ("Philippinen: Der erbärmliche Staat") ausführlich dem Themenkomplex Haushaltsdefizite, chronische Arbeitslosigkeit, laxe Steuereintreibungen bei den einkommensstarken Schichten, sinkende Pro-Kopf-Einkommen, größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich sowie rasches Bevölkerungwachstum.
Internationale Wirtschaftsorganisationen und das Gros philippinischer Ökonomen sind sich in dem entscheidenden Punkt darin einig, dass trotz eines zeitweilig starken Wirtschaftswachstums die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft und die Einkommensverteilung extrem ungleich ist. Gestritten wird lediglich über das Ausmaß und den Umfang von (absoluter und relativer) Armut und welche Kriterien zu ihrer Charakterisierung verwandt werden. Geht beispielsweise die Weltbank davon aus, dass - entgegen dem in der Region ansonsten konstatierten Trend - der Anteil der Armen von 30 Prozent (2003) auf 33 Prozent (2006) angestiegen ist, beziffern philippinische Analysten und Medien deren Zahl auf zirka 60 bis 69 Prozent.
"Um die Zahl der tatsächlich Armen, immerhin 69 Prozent unserer Bevölkerung, zu verschleiern," erläuterte beispielsweise Sonny Africa, Leiter der Forschungsabteilung der Ibon Foundation
(siehe unten), im Vorfeld der Wahlen im Mai 2010, "änderte die Regierung kurzerhand die Kriterien zur Bestimmung von absoluter Armut. Damit unterläuft sie die international anerkannten Standards. Nur wer täglich über weniger als 41 Peso (etwa 0,90 US-Dollar) verfügt, lebt demnach unterhalb der Armutsgrenze." Deshalb würden Regierungszahlen bloß 33 Prozent der Bevölkerung als arm ausweisen. Für 41 Peso bekommt man gerade mal ein Kilogramm Reis; ein Liter Benzin kostet etwa 45 Peso. "Selbst nach diesem Armutskriterium ist die Zahl der Armen seit 2000 um mindestens 2,1 Millionen gestiegen", sagte Africa.
Armut ist insbesondere ein Phänomen in ländlichen Gebiete. Die mit Abstand ärmste Provinz ist die Autonome Region in Muslim-Mindanao, ARMM, wo bis heute militärische Auseinandersetzungen anhalten und noch immer kein Friedensabkommen zwischen der Regierung und muslimischen Aufständischen der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) in Sicht ist. Hier wie andernorts, wo die Guerilla der Kommunistischen Partei (CPP), die Neue Volksarmee (NPA), aktiv ist, ist und bleibt als archimedischer Punkt philippinischer Politik die ungelöste Land- beziehungsweise Agrarreform. Solange diese nicht tatsächlich umgesetzt wird, sieht sich jede Regierung in Manila mit Instabilität und, wenn schon nicht mit "bad", so doch mit "poor governance" konfrontiert.
Arbeitslosigkeit (geschätzte 7,4 Prozent), Unterbeschäftigung (offiziell leicht über 21 Prozent) und die in der Region mit über zwei Prozent höchste Geburtenrate sind weitere Probleme, die dringend der Lösung harren. Noch hat die neue Aquino-Regierung kein bündiges Wirtschaftsprogramm und damit kein Konzept vorgelegt, wie sie die skizzierten Probleme in der Griff bekommen will.
Wirtschaftsindikatoren, Analysen, Statistiken
Externe Analysen zur Wirtschaftslage in den Philippinen erstellen in regelmäßigen Abständen u.a.:
Data.worldbank.org.Philippines
World Trade Organisation
(WTO), deren Mitglied die Philippinen seit dem 1. Januar 1995 sind
Central Intelligence Agency CIA World Factbook
Asian Development Bank
, dessen aktueller "Asian Development Outlook 2010"
auch online gestellt ist
Asian Development Bank - Philippine Factsheet
BBC News - Philippines country
profile
European Chamber of Commerce
of the Philippines, das u.a. einen Monatsbericht
herausgibt
German-Philippine Chamber of Commerce
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung
das 2007 erschienene Managerhandbuch
Philippinen
sowie das 2011 in vierter, aktualisierter und erweiterter Ausgabe erscheinende "Handbuch Philippinen"
Aktuelle Wirtschaftsdaten und -analysen von philippinischer Seite offerieren u.a.:
Bangko Sentral ng Pilipinas
, die Philippinische Zentralbank
National Statistical Coordination Board
, die gerade das "2009 Philippine Statistical Yearbook"
publiziert hat
National Economic and Development Authority
(NEDA), welche jeweils Updates nationaler und regionaler Wirtschaftsindikatoren liefert. Darüber hinaus befindet sich auf der rechten Seite der NEDA-Website eine Spalte "DevPulse" (NEDA Development Advocacy Factsheet), die Links zu einer Vielzahl interessanter Beiträge über aktuelle Entwicklungen und Datenblätter liefert.
Department of Finance
(DoF) mit ständigen Updates, was die fiskalischen Belange der philippinischen Regierung betrifft.
Wer regierungsoffizielle Zahlen und Statistiken, die häufig auseinanderklaffen und einander widersprechen, zu hinterfragen und kritisch zu würdigen gedenkt, dem sei das Konsultieren der Website der bereits zitierten IBON Foundation
(siehe oben) empfohlen. Die Stiftung entstand vor über drei Jahrzehnten und gab zunächst hektographierte Blätter, die IBON: Facts & Figures, heraus, in denen sie konzise zu drängenden sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Problemen Stellung bezog, entsprechende Materialien didaktisch gut aufbereitete und diese der vitalen NGO-Szene zur Verfügung stellte. Heute ist IBON eine national wie international anerkannte, unabhängige Denkfabrik mit Verlag und diversen Bildungsangeboten.
Wie schwer allein das Überleben für die Masse der Bevölkerung im Grossraum Manila ist, erläuterte im Frühjahr 2010 Sonny Africa, Wirtschaftsfachmann und Leiter der IBON-Forschungsabteilung, am Beispiel des staatlich festgelegten Mindestlohns: "Dieser beträgt in Manila 382 Peso (zirka sieben Euro). Doch laut der nationalen Statistikbehörde sind mindestens 917 Peso nötig, um das schiere Überleben einer
durchschnittlich sechsköpfigen Familie zu garantieren." Die Ära der promovierten Ökonomin Gloria Macapagal-Arroyo war für Africa von einer rasanten Umverteilung geprägt: "Die Präsidentin hat dem internationalen Big Business und der einheimischen Oligarchie fette Jahre beschert. Nach eigenen Angaben vermochten die tausend wichtigsten Unternehmen ihre durchschnittlichen Jahresnettogewinne von 116 Milliarden Peso im Jahre 2001 auf durchschnittlich 416 Milliarden zu steigern." Im Vergleich dazu werde die Regierung im laufenden Jahr "pro Einwohner täglich nur 6,85 Peso für Bildung, 1,10 Peso für Gesundheit und gerade mal 16 Centavos für den Wohnungsbau ausgeben - für die Rückzahlung der Auslandsschulden allerdings 21,75 Peso». (The Economy Under Arroyo
IBON-Dark Legacy of Gloria Macapagal-Arroyo, GMA)
Produkte und Produktionsweisen
Zu den Hauptexportgütern zählen elektronische Produkte, Textilien, Kokosprodukte, Kupfer und Meeresfrüchte, während in erster Linie petrochemische Erzeugnisse, Industriemaschinen und -ausrüstungen und andere Investitionsgüter eingeführt werden.
In der Industrie sind vor allem Unternehmen in den Bereichen Kleidung und Textil, Pharmazie und Chemie, Holz, Nahrungs- und Genussmittel, Elektronik und Fischverarbeitung tätig. Die Schwerindustrie konzentriert sich auf die Fertigung von Zement, Glass, Industriechemikalien, Dünger, Eisen und Stahl sowie raffinierten Petroleumprodukte. In der Landwirtschaft liegt die Konzentration auf den Anbau von Reis, Kokosnüssen, Mais, Zuckerrohr, Bananen, Ananas und Mangos. Haupterzeugnisse aus der Viehzucht sind Schweinefleisch, Rindfleisch und Eier.
Insgesamt sind die Philippinen ein von der Natur gesegntes und an Bodenschätzen überaus reiches Land. Zu den wichtigsten Bodenschätzen des Landes zählen Kupfer, Nickel, Gold, Silber, Eisenerze, Chrom, Kohle, Quecksilber, Kalkstein, Quarz, Marmor, Phosphor und Asbest. Größere Erdöl- und Erdgasvorkommen werden in einigen Regionen - unter anderem auf den von mehreren Anrainerstaaten beanspruchten Spratlys sowie in der Sulu-See - vermutet, wo denn auch bereits Probebohrungen im Gange oder avisiert sind. Erdgasreserven liegen vor Palawan und werden neben geothermischer und Wasserenergie zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Allein im Bergbau wird der Wert bis dato unangetasteter Vorkommen auf umgerechnet annähernd eine Billion US-Dollar geschätzt. 1995 verabschiedete die Regierung den kontroversen Mining Act
, der u.a. auch zu 100 Prozent in ausländischem Besitz befindliche Firmen die Exploration, Entwicklung und Ausbeutung philippinischer Bodenschätze gestattet. Sehr zum Leidwesen dagegen protestierender indigenen
Völker und zahlreicher Organisationen der Zivilgesellschaft, die darin eine zusätzliche Belastung für Mensch, Umwelt und Natur und eine große Hürde für eine nachhaltige (Wirtschafts-)Entwicklung sehen.
In den letzten Jahren entstanden auf Initiative der Regierung sogenannte Provinzclusters, wodurch mehrere der landesweit 80 Provinzen in größere Entwicklungsregionen unterteilt wurden, um Infrastrukturprojekte besser zu planen und ausländischen Investoren größere Anreize zu verschaffen. So entstand beispielsweise mit CALABARZON südlich der Metrople Manila eine "Superregion", welche die Provinzen Cavite, Laguna, Batangas, Rizal und Quezon umfasst. Hier ist auch ein Großteil der von der Philippine Economic Zone Authority
gemanagten Sonderwirtschaftszonen (PEZA-Zones) lokalisiert.
Laut der letzten PEZA-Map
vom März 2010 existieren landesweit 211 solcher Zonen. Ein gewaltiger Sprung, bedenkt man die bescheidenen Anfänge solcher Zonen, die vor etwa drei Jahrzehnten zunächst in Bataan, Mactan, Baguio und Cavite entstanden waren. In diesen Sonderwirtschaftszonen genießen ausländische Firmen steuerliche Vorteile. Dazu zählt eine vier- bis achtjährige Befreiung von der Körperschaftssteuer, nach deren Ablauf ein pauschaler Steuersatz von fünf Prozent der Bruttoeinnahmen zu entrichten ist. Arbeits- und Schulungskosten sind dabei abzugsfähig. Außerhalb dieser Zonen sind ebenfalls Steuerbefreiungen möglich, sofern Investitionen in besonders förderwürdigen Branchen (u.a. IT und IT-gestützte Deinstleistungen, Fahrzeugteile, Baustoffe und ökologische Landwirtschaft) getätigt werden.
Vor allem im Tertiärsektor, im Dienstleistungsbereich, waren in den vergangenen Jahren die größten Wachstumsraten zu verzeichnen. Lag dessen Anteil am Bruttoinlandsprodukt zu Beginn der 1980er Jahre noch bei 37 Prozent, so beträgt er heute - nach unterschiedlichen Quellen - zwischen 51 und 53,2 Prozent. Vor allem im Segment "community, social and personal services" werden beträchtliche Entwicklungspotenziale antizipert. So existieren bereits Kliniken, die sich darauf einstellen, künftig verstärkt ausländische Kunden (zahn-)medizinisch zu betreuen.
Handel / Handelsbilanz
Wichtigste Außenhandelspartner für den philippinischen Export sind die USA, Japan, Niederlande, Hongkong und die VR China mit den Warengruppen elektronische Erzeugnisse, Büromaschinen und Transporteinrichtungen, Bekleidung, optische Erezeugnisse, Kokosprodukte und Früchte.
Wichtigste Außenhandelspartner für den Import sind die Japan, USA, Japan, die VR China, Singapur und Taiwan mit den Warengruppen Rohmaterial, Maschinen und maschinelle Ausrüstungen, Treibstoffe und Fahrzeuge beziehungsweise Fahrzeugteile.
Belief sich das philippinische Ausfuhrvolumen im Jahre 2009 auf umgerechnet 38,34 Mrd. US-Dollar, so betrug das Einfuhrvolumen des Landes im selben Jahr 43 Mrd. Dollar - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 21,9 beziehungsweise 24,2 Prozent.
Verschuldung
Die Auslandsschulden betrugen 2009 53,3 Mrd. Dollar, was einer Schuldendienstquote (in Prozent der Ausfuhren) von 10,5 Prozent entsprach. Die Brutto-Staatsverschuldung belief sich im selben Jahr auf 57,3 Mrd. Dollar, eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Die Regierung der Mutter des jetzigen Präsidenten, Corazon C. Aquino, hatte von der Marcos-Diktatur 26 Milliarden US-Dollar "geerbt", während die Auslandsverschuldung zur Zeit seines Amtsantritts gerade mal bei zwei Milliarden Dollar gelegen hatte. Die Rückzahlung von Auslandsschulden und die Personalkosten der Regierungsverwaltung verzehrten in der jüngeren Vergangenheit nahezu 90 Prozent des Haushalts.

Wie verwenden die daheim gebliebenen Familien die Überweisungen
der sogenannten Overseas Filipino Workers, also der zirka zehn Millionen im Ausland lebenden und arbeitenden philippinischen Migranten/innen und Kontraktarbeiter/innen? Dieser spannenden Frage geht eine interessante Website nach, wo auch Tipps
gegeben werden, wie man das Geld weise ausgibt. Neue Studien zeigen, dass der Löwenanteil der überwiesenen Gelder für Gesundhei
t verwandt werden. Ein anderer Bericht weist 60 Prozent der OFWs
als arm aus.
Laut Statistiken der Philippinischen Zentralbank
betrug die Summe dieser Überweisungen im Jahre 2009 umgerechnet 17 Mrd. US-$. Die in Manila beheimatete Asiatische Entwicklungsbank
(ADB) veranschlagt eine höhere, über 20 Mrd. US-$ betragende Summe. Doch letztlich dürfte der Betrag weitaus höher liegen. Denn wer hat schon einen genauen Überblick darüber, was die Filipinos beim Heimaturlaub in den Fliegern an Geldern in all ihren Taschen haben?
Seit der Marcos-Ära (1966-86) ist der systematische Export philippinischer Arbeitskräfte zum Markenzeichen des Landes geworden. Befürworter dieser Politik sprechen deshalb von den OFWs als "neuen Helden der Nation", während Kritiker da völlig anderer Meinung sind und sie als "neue Märtyrer" bezeichnen. In jüngster Zeit rückt unter sozialpolitisch engagierten Filipinos im In- wie Ausland immer mehr die Frage ins Zentrum des entwicklungspolitischen Diskurses
, ob und - wenn ja - wie die im Ausland erwirtschafteten Devisen in der Heimat entwicklungsfördernd eingesetzt werden (können). Dieser Artikel befasst sich mit dem Beitrag contribution
, den OFWs zu vermehrtem Sparen beitragen.
Weiterführende Informationen, die unterschiedliche Facetten des Lebens und Arbeitens von OFWs behandeln, erhalten sie von der POEA
-Philippine Overseas Employment Administration sowie über Remittances
und durch das ofwjournalism consortium
Entwicklungschancen bieten gemäß der Einschätzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ Zusammenarbeit
unter anderen der Telekommunikationssektor und der Bergbau. Die Philippinen - hier in einem von der in Manila beheimateten Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) präsentierten Überblick Development Trend
, Fact Sheet
- verfügen über beträchtliche Lagerstätten an Gold, Kupfer und Nickel. Große Entwicklungspotenziale liegen laut BMZ im Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien. Hier stehen besonders Erdwärme, Windenergie und Wasserkraft im Mittelpunkt. Die Philippinen könnten zu einem führenden Produzenten erneuerbarer Energie und von Solarzellen werden. Auch an der Konferenz zur Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien ( IRENA
) im Januar 2009 in Bonn haben die Philippinen teilgenommen.
Entwicklungszusammenarbeit in den Philippinen
Die Bundesrepublik Deutschland engagiert sich seit 1961 in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in den Philippinen und ist gegenwärtig
nach Japan, den USA und Australien das viertgrößte Geberland der
Philippinen ODA?
. Seit Beginn der deutsch-philippinischen EZ wurden 876 Mio. Euro (umgerechnet zirka 54 Mrd. Peso) in zahlreichen Projekten umgesetzt. Bei Regierungsverhandlungen im Juni 2007 wurden den Philippinen von
Deutschland 20 Millionen Euro für zwei Jahre zugesagt – sieben Millionen für
Finanzielle und 13 Millionen Euro für Technische Zusammenarbeit. Daneben wird
die Arbeit kirchlicher Organisationen, politischer Stiftungen sowie
Nichtregierungsorganisationen aus Bundesmitteln gefördert. Für 2008 und 2009 betrugen die neuen Bewilligungen 33,2 Mio. Euro (etwa zwei Mrd. Peso).
Traditionell bestand die deutsche EZ aus den folgenden Komponenten:
Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
Umwelt
Friedensschaffung und Konfliktlösung in Mindanao
Dezentralisation als Querschnittsthema
Schwerpunkte des deutschen Engagements sind gegenwärtig die Entwicklung
der Caraga-Region im nordwestlichen Teil Mindanaos und die Auswirkungen des Klimawandels in den Philippinen. Weitere regionale Programme, die durch die deutsche Entwicklungshilfe finanziert werden, sind das BIMP-EAGA (Brunei Darussalam, Indonesien, Malaysia, Philippinen-Ost-ASEAN-Wachstumsgebiet) und die
CDIA
(Cities Development Initiatives Alliance for Asia).
Desweiteren leistet die Deutsche Botschaft
in Manila auch im Falle der von ihr betreuten Kleinstprojekte Unterstützung gemäß dem Motto „EZ aus einem Guss“. Dabei stehen einkommenschaffende Maßnahmen und die Sicherung der Grundbedürfnisse der Armen auf den Südphilippinen im Mittelpunkt, wobei auf die Expertise und Kompetenz vor Ort tätiger GTZ- und CIM-Experten zurückgegriffen wird.
Im Jahr 2000 verabschiedeten 189 (inwischen 191) Mitglieder der Vereinten Nationen die Millenniumserklärung, mit der sie sich einen Katalog grundsätzlicher, verpflichtender und innerhalb eines bestimmten zeitlichen Rahmens mess- und überprüfbarer Zielsetzungen gaben. Den einzelnen Länder ist es freigestellt, ihre eigenen Wege zur Zielerreichung zu gehen Ratings of Philippines
hinsichtlich der Millenium Development Goals
. Sie sind jedoch an neue Prinzipien der Zusammenarbeit gebunden.
Vier wesentliche Handlungsfelder wurden definiert:
1. Frieden, Sicherheit und Abrüstung
2. Entwicklung und Armutsbekämpfung
3. Schutz der gemeinsamen Umwelt
4. Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung.
Der Kampf gegen die extreme Armut 'Admitting that poverty can rise'
, die bis 2015 weltweit halbiert werden soll, ist jedoch das alles überragende Hauptziel bei acht bestimmenden Einzelzielen, die je durch bestimmte Indikatoren operationalisiert sind und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit im philippinischen Kontext bewertet wurden.
Die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung ist hoch. Die Reichen werden reicher How rich is rich?
und die Armen leiden immer mehr unter der im Lande grassierenden Korruption Poverty Caused by Corruption
. Der philippinischen Regierung ist es trotz eines zeitweilig starken Wirtschaftswachstums nicht gelungen, die Armut im Lande zu reduzieren. Nach Angaben der Weltbank ist sie im Gegenteil sogar von 30 Prozent im Jahr 2003 auf 33 Prozent im Jahr 2006 angestiegen - und dies gegen den Trend der Südostasien-Region, in der die Armut allgemein rückläufig ist. Ein wesentlicher Grund ist das hohe Bevölkerungswachstum von 2,3 Prozent (etwa zwei Millionen mehr Menschen <abbr title="Millionen"></abbr>pro Jahr).
Während der neuneinhalbjährigen Amtszeit von Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo (Januar 2001 bis Ende Juni 2010) hat nicht nur die Armut im Lande zugenommen. "Die chronische Durchsetzungsschwäche des Staates", konstatiert beispielsweise die Bertelsmann Stiftung
, "die Ineffizienz der Verwaltung, fehlende Kontrolle über Militär und Polizei, weit verbreitete Korruption Corruption
Why fighting corruption is not enough
in Politik und Verwaltung sowie eine hohe Blockadeneigung des politischen Betriebs machen effektives Regieren weitgehend unmöglich. (...) der Regierung Arroyo (ist es) bislang nicht gelungen, demokratische und marktwirtschaftliche Transformation entscheidend voranzubringen. Vielmehr lassen sich bedrohliche Erosionstendenzen bei den demokratischen Standards des politischen Systems erkennen, während die marktwirtschaftliche und soziale Entwicklung stagniert. Historisch und aktuell ist der philippinische Staat schwach."
Armut ist in den Philippinen regional unterschiedlich ausgeprägt, insbesondere in ländlichen Gebieten ist sie wesentlich höher als in den Städten. Die ärmste Provinz ist gegnwärtig die Autonome Region in Muslim-Mindanao
, ARMM. Hier sind Armut und mangelnder Zugang zu Ressourcen und Lebenschancen mitverantwortlich dafür, dass die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und muslimischen Aufständischen - vor allem mit der Moro Islamischen Befreiunsgfront
(MILF) noch nicht zum Erfolg geführt haben. Bewaffnete Konflikte und ihre wirtschaftlichen Kosten - vor allem für die arme Bevölkerung - sind Thema des Philippine Human Development Reports des United Nations Development Programme UNDP
. Er basiert auf dem Konzept menschlicher Sicherheit und mahnt als notwendige Schritte Frieden schaffende, Konflikt vermeidende und Rechte sichernde Prozesse an.
Der Human Development
Index (HDI) für die Philippinen weist eine stetige Verschlechterung der Lebensbedingungen auf den Inseln au. Im Jahre 2007 wurde der HDI für das Land mit 0,751 ausgewiesen, womit die Philippinen weltweit auf Rang 105 von 182 aufgelisteten Staaten platziert waren. Zum Vergleich: 2005 rangierten die Philippinen auf Platz 84; 2002 auf Platz 77 und im Jahre 2001 auf Platz 70. Weitergehende Informationen dazu können Sie unter Asian Development
Bank und dem Annual Poverty Indicators Survey
der National Statistical Coordination Board (NSCB)
einsehen und abrufen.
Dem Themenkomplex Armut-sexuelle Ausbeutung-Kinder widmen sich u.a. die Kampagne End Child Prostitution in Asian Tourism
(ECPAT), das in Osnabrück ansässige Kinderhilfswerk terre des hommes
, welches Reisenden auch Online-Informationen zur Problematik sexueller Ausbeutung von Kindern bietet und mit Porträts von Straßenkindern im Zentrum Bahay Tuluyan
ein konkretes Projekt gegen Kinderprostitution vorstellt, sowie die in Olongapo City beheimate PREDA
Foundation Inc. unter der langjährig rührigen Führung des irischen Priesters Shay Cullen
.
Auch die Arbeitslosigkeit bleibt ein drängendes und - angesichts des starken Bevölkerungswachstums - größer werdendes Problem. Nach Berechnungen der Regierung beträgt die Arbeitslosenrate 7,4 Prozent, während sich die Zahl der Unterbeschäftigten (Erwerbspersonen, die eine Vollzeitstelle suchen, aber nur teilzeitig beschäftigt sind) auf 21 Prozent beläuft. Jährlich verlassen über eine Million Menschen das Land, um im Ausland Arbeit zu suchen – Tendenz steigend. Die Regierung fördert gezielt die Entsendung von Gastarbeitern ins Ausland, um den heimischen Arbeitsmarkt zu entlasten und Devisen zu erwirtschaften.
"(Vor allem) die Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Philippinos", merkt die Bertelsmann Stiftung an, "haben dazu beigetragen, den privaten Konsum zu stärken und das Fehlen eines öffentlichen Sozialsystems auszugleichen. Diese Form der Wirtschaftsentwicklung erweist sich angesichts fortdauernder hoher Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut als wenig nachhaltig. Sozioökonomische Barrieren, ein niedriges Niveau öffentlicher Investitionen in Bildung und Forschung sowie Einschränkungen der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit der philippinischen Volkswirtschaft und behindern die Ansiedlung neuer Unternehmen." Diese sind aufgrund des Abwanderns qualifizierter Fachkräfte ins Ausland mit dem Problem konfrontiert, im Lande selbst gut ausgebildetes Personal zu finden auswaertiges-amt
.
Zahlreiche Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) im Lande und exponierte Streiter/innen der Zivilgesellschaft
, die sich seit dem Ende der Marcos-Diktatur in solchen gesellschaftpolitisch sensiblen Bereichen wie Straßenkinder, Kinderprostitution, Slumkinder, kriegstraumatisierte Kinder, Bildung und Erziehung, ländliche Entwicklung, Verschuldung, Wahrung der Menschen- und Bürgerrechte, Umwelt, Gesundheit, Frauen, Ernährung, städtische Armut etc. engagieren, sind skeptisch und gehen davon aus, dass die Regierung bestenfalls in 40 von 80 Provinzen die MDGs annähernd realisiert.
Die Europäische Union
(EU) ist nach der Asiatischen Entwicklungsbank
(ADB) und der Weltbank
(WB) wichtigster multilateraler Partner der Philippinen BMZ Zusammenarbeit
. Die 27 Mitgliedsstaaten der EU leisten zusammengenommen einen Anteil von rund 60 Prozent der internationalen Entwicklungszusammenarbeit
(EZ) und sind damit der weltweit größte Geber. Als größter Binnenmarkt der Welt ist die EU überdies ein wichtiger Handelspartner vieler Entwicklungsländer und übt einen entsprechenden Einfluss auf die Welthandelsordnung aus. Die Zuständigkeit für die EZ ist dabei zwischen der EU und ihren Mitgliedsstaaten geteilt. Die Politik der EU in diesem Bereich ergänzt die jeweilige Politik der einzelnen Mitgliedsstaaten. Im EU-Haushalt für 2010 sind 8,1 Milliarden Euro für Außenhilfe, die auch die EZ der EU umfasst, vorgesehen.
Durch den Vertrag von Lissabon, der am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten ist, hat die EU einen neuen rechtlichen Rahmen erhalten. Laut diesem Vertrag tritt die EU die Rechtsnachfolge der Europäischen Gemeinschaft (EG) an. Im geänderten EG-Vertrag, der fortan "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union" heißt, ist die Politik der EU auf dem Gebiet der EZ in den Artikeln 208 bis 211 festgeschrieben: Hauptziel der Union ist demnach die Bekämpfung und – auf längere Sicht – die Beseitigung der Armut.
Im Frühjahr 2005 haben über 100 Vertreter von Geber- und Partnerländern die "Paris Declaration on Aid Effectiveness“
unterzeichnet und damit einen Prozess zur Reform der EZ vorangebracht. Ziel der Paris Deklaration ist es, die internationale EZ durch eine stärkere Eigenverantwortlichkeit der Partnerländer und eine Harmonisierung der Geberpraktiken wirksamer zu gestalten. Zentrale Prinzipien sind außerdem die Ausrichtung der Kooperation an den Zielen und Strategien der Partner, eine stärkere Ergebnisorientierung sowie die gegenseitige Rechenschaftspflicht von Geber- und Partnerländern. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regiegierungsorganisationen e.V. (VENRO
) begrüßt zwar den politischen Willen der Gebergemeinschaft, die internationale EZ zukünftig stärker an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auszurichten, wenngleich VENRO aus zivilgesellschaftlicher Sicht kritisch anmerkt und fordert, dass es bei der Umsetzung dieser Prinzipien auch und gerade darum gehen muss, eine breite demokratische Beteiligung im Norden wie im Süden zu gewährleisten.
Im November 2005 wurde schließlich der Europäische Entwicklungskonsens verabschiedet, der fortan die Gestaltung der Entwicklungspolitik der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedsstaaten regelt und vom Europäischen Parlament gebilligt wurde. Demnach sind gemäß dem Prinzip der Konzentration bei gleichzeitiger Flexibilität auf Länderebene neun Kernbereiche festgeschrieben:
Handel und regionale Integration
Umwelt und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Infrastruktur, Kommunikation und Transport
Wasser und Energie
Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Nahrungssicherheit IFAD info
Governance, Demokratie, Menschenrechte und institutionelle Reform
Konfliktprävention und fragile Staaten
Menschliche Entwicklung
Sozialer Zusammenhalt und Beschäftigung
Zusätzlich gibt es die Querschnittsthemen Förderung der Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, Demokratie, verantwortungsvolle Staatsführung, Rechte von Kindern und indigenen Völkern, ökologische Nachhaltigkeit und Bekämpfung von
HIV/AIDS.
Um die EZ der Europäischen Kommission künftig effizient zu gestalten, gilt es, die drei Leitprinzipien - verbesserte Kohärenz, verstärkte Koordinierung und Komplementarität - praktisch umzusetzen. So sollen entwicklungspolitische Ziele auch in anderen Politikbereichen berücksichtigt, Überschneidungen von Hilfsprogrammen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten vermieden sowie zusätzlich sichergestellt werden, dass sich die Entwicklungspolitik der EU und die ihrer Mitglieder zu einer gemeinsam abgestimmten Gesamtpolitik ergänzen, statt miteinander zu konkurrieren.
In der bilateralen deutsch-philippinischen EZ werden zwar die früheren Schwerpunkte "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung" sowie "Umweltschutz und nachhaltiges
Ressourcenmanagement" noch eine Zeitlang gefördert. In verschiedenen Regionen der Philippinen wird zudem die Stärkung der lokalen Selbstverwaltung im Kontext von Konfliktbearbeitung, Friedensentwicklung und Armutsbekämpfung Human Development Report
unterstützt. Doch im Zuge der avisierten Konzentration der deutschen EZ auf
weniger Partnerländer und stärker thematisch und regional ausgerichtete Schwerpunkte ist die Zusammenarbeit mit den Philippinen künftig auf Friedensförderung und Konflikttransformation im südlichen Landesteil civil protection
fokussiert. Im Vordergrund steht dabei die Region Caraga in Mindanao, wo die Bundesregierung bereits Projekte unterstützt.
Eine Übersicht und Bewertung sämtlicher vom Ausland erhaltenen und zurückzuzahlenden ODA
-Kredite bietet der alljährlich unter der Ägide der National Economic and Devevelopment Authority (NEDA) erstellte Annual ODA Portolio
Review. Geprüft wird darin insbesondere, ob die aufgenommenen Darlehen auch in Übereinstimmung mit und gemäß den jeweils mittelfristigen Entwicklungsvorhaben der Regierung in Manila verwandt werden.
Hier finden Sie eine Auswahl bedeutsamer bundesdeutscher und internationaler Organisationen, Institutionen, Verbände, kirchlicher Hilfswerke und Stiftungen aufgelistet, die in den Philippinen entwicklungspolitisch tätig sind und/oder dort humanitäre Hilfe leisten:










to the Philippines




AusAID
Agency
for Development