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RuandaLandesflagge Ruanda
neuer Gebäudekomplex der mächtigen Steuerbehörde in Kigali (Rwanda Revenue Authority) ©RRA Rwanda

Ruanda

Die Bilder von den Gräueltaten, die radikale Hutu-Milizen in April 1994 unter der Tutsi-Minderheit anrichteten, gingen um die Welt. Heute, 15 Jahre nach dem schrecklichen Völkermord, gilt Ruanda als vorbildlich in der wirtschaftlichen Modernisierung. In der Hauptstadt Kigali entstehen Luxushotels, Einkaufszentren und Bürokomplexe. Der Aufschwung der Hauptstadt soll aber nicht über die enormen Probleme hinweg täuschen. Die Ernährung der Bevölkerung bleibt die größte Herausforderung in Afrikas dichtest bevölkertem Land, wo fast 90 Prozent der 10 Mio. Einwohner von der Landwirtschaft leben müssen. Dazu kommt der schwierige Ackerbau auf Steilhängen im „Land der tausend Hügel“.

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Das Länderinformationsportal (LIPortal) wird von der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) der InWEnt gGmbH bereitgestellt. Ausgewiesene Landesexpertinnen und Landesexperten wurden mit der Erstellung der Inhalte beauftragt und betreuen diese kontinuierlich. Das LIPortal dient als Orientierungshilfe durch den Informationsdschungel des WorldWideWeb.  mehr....

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Land der tausend Huegeln © Goebel/LMZ Koblenz

Überblick

Das Land ist flächenmäßig sehr klein, zeichnet sich jedoch durch eine erstaunliche Vielfalt der Landschaften und Biotopsysteme aus. Die Bezeichnung "Land der tausend Hügel" weist darauf hin, dass der größte Teil der Staatsfläche von einer hügeligen Hochebene (1.500-1.700 m) eingenommen wird. mehr....

Genozid Gedenkstaette in Kigali, foto: Nshimyumukiza

Geschichte & Staat

Ruanda hat von April bis Juli 1994 einen schrecklichen Völkermord erlebt, der als größter Genozid seit dem Holocaust angesehen wird. Bis heute ist jede nennenswerte Entwicklungsaktivität, sei es in politischen, wirtschaftlichen wie soziokulturellen Bereichen, nach wie vor stark vom Genozid und seinen Auswirkungen geprägt. mehr....

eine neue Siedlung in Kigali, foto: Nshimyumukiza

Wirtschaft & Entwicklung

Die Wirtschaft Ruandas befindet sich in einer stabilen Wachstumsphase welche durch die weltweite Wirtschaftskrise unterbrochen worden ist. Aufgrund der geplanten Investitionen zur Behebung der zahlreichen Infrastrukturmängel kann dennoch weiterhin auf mittlere Sicht mit realer Zuwachsrate gerechnet werden. Von den Gebern ist auch in Zukunft mit steigenden Zuflüssen zu rechnen, da Ruanda einen recht guten Ruf hinsichtlich Wirtschaftsreformen und Armutsbekämpfung genießt. mehr....

Folkloretänzer „Intore“, Foto: ORTPN

Gesellschaft

Das Land wird von drei so genanten ethnischen Gruppen bewohnt. Bei "Hutu", "Tutsi" oder "Twa" handelt es sich jedoch nicht um verschiedene Ethnien od. Stämme, wie es in zahlreicher Literatur zu lesen ist. Sie sprechen die gleiche Bantusprache, "Kinyarwanda", bilden eine gemeinsame Sozialstruktur, teilen religiöse Überzeugungen, mehr....

Berggorilla Mutter mit Baby in Virunga Nationalpark, Foto: Nshimyumukiza

Alltag

Im Grenzgebiet von Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda leben in den dichten Nebelwäldern in Höhenlagen zwischen 2.000 und 4.000 Metern die bekanntesten Tiere Ruandas seit der Verfilmung des Lebens von Diane Fossey die Berggorillas. Dort bilden fünf Vulkane die heutige Nordgrenze von Ruanda und stehen als Nationalpark unter strengem Schutz.  mehr....

Über den Ersteller

Jacques Nshimyumukiza

ist Architekt und in seinem Fachgebiet, Umwelt- und Raumplanung, als Consultant tätig. Nebenberuflich organisiert und leitet er Projekt- und Studienreisen nach Ruanda, hauptsächlich im Rahmen der langjährigen Länderpartnerschaft zwischen Ruanda und dem Bundesland Rheinland-Pfalz. Seit 2002 ist er als Landeskunde-Tutor für Ruanda und Burundi bei der V-EZ tätig.

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+49 2224 926144

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