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Altertum
Das Gebiet des heutigen Sudan bis zum Mittelmeer war besiedelt von schwarzafrikanischen Kulturen
. Die Anwesenheit der Menschen im Sudan seit etwa 100.000 Jahren ist nachweisbar. Zum Beispiel sind im Gebiet von Kerma, zwischen dem 3. und 4. Nilkatarakt, Wohnhäuser und Metropolen bereits für das 8. Jahrtausend v.Chr. und neolitische Siedlungen um 4500 v. Chr. belegbar, siehe das Nubia Salvage Projekt der Uni Chicago
. Jebel Barkal
, der Heilige Berg der Kuschiten, und die Ruinen Napatas
sind heute auf der UNESCO-Liste des Welterbes. Vom Meroitischen Nubien sind Pyramiden, Ruinen von Tempeln und Stadtmauern erhalten. Etwa zeitgleich, während der Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Justinian, begann die Christianisierung
des Sudan. Im frühen Christentum lebten Christen in und um Kerma, Alt-Dongola, Soba. Ausgrabungen von Kirchen und Gebäuden aus jener Zeit zeigen prächtige Wandgemälde, die auf eine hohe Kultur hinweisen.
Die Sudanarchäologische Gesellschaft zu Berlin e.V. bietet nicht nur Informationen über das Altertum
im Sudan an, sondern führt auch Reisen zu den archäologischen Stätten durch.
Islamisierung
Die Islamisierung
im Sudan begann um etwa 1260. Muslime aus Ägypten kommend besiegten die christlichen Städte, zunächst Alt-Dongola und später - mit Unterstützung der Funj (Schwarze Sultane) - wurde Soba, südlich von Khartum, zerstört. Intensive Arabisierung und Islamisierung vereinigte im 16. und 17. Jahrhundert die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Bevölkerungsgruppen im Nord- und Zentralsudan.
Türkisch-ägyptische Herrschaft
Bis das Land unter türkisch-ägyptische Herrschaft (1820-1885) gelangte, bezeichnete der Terminus "Sudan" weder ein besonderes Volk noch ein klares geografisches Areal und schon gar nicht eine Nation. Das arabische Wort "as-sudan" bedeutet "die Schwarzen". Muslime des Mittelalters nannten diesen Teil Afrikas, der sich vom Roten Meer südlich der Sahara bis zum Atlantik erstreckt "bilad as-sudan" - das Land der Schwarzen.
Mahdiya
Die generelle Unzufriedenheit der sudanesischen Bevölkerung, hervorgerufen durch die Ausbeutung und Korruption durch das Osmanische Reich, entlud sich in der "Mahdiya" (1885-1898). Mohammed Ahmed aus Dongola (1843-1885), der sich "Mahdi"
(Messias) nannte, verfügte über die Eigenschaften eines charismatischen Führers. Seine Ausstrahlungskraft verschaffte ihm den Ruf eines Heiligen und durch kluge militärische Strategie gelang es ihm die Osmanische Armee zu schlagen. Er selbst beruft sich auf göttliche Inspiration. Der Mahdi starb jedoch kurz nach der Eroberung von Khartum. Sein Nachfolger Khalifa Abdullahi verlor jedoch 1898 die berüchtigte Schlacht von Kereri vor Omdurman gegen den britischen General Kitchener. Die Mahdiya entstand aus einer Krisensituation und ist der Vorläufer der nordsudanesischen Nationalbewegung. Der Mahdi hatte eine religiös und politisch begründete Rebellion geführt, die im Südsudan keine Wurzeln schlagen konnte.
Der britische Kolonialismus
Der folgende britische Kolonialismus
(1898-1955) war hauptsächlich strategischer Natur und betraf die Nilquellen, die für die britische Vorherrschaft in Ägypten und Ostafrika von großer Bedeutung waren. Wirtschaftliche Interessen oder eine geordnete Verwaltung im Südsudan waren von Anfang an nur von untergeordneter Bedeutung und führten unter anderem zu den bis heute andauenden Problemen zwischen dem Süd- und Nordsudan.
Ismail al-Azhari
führte den Sudan am 1. Januar 1956 als erster Ministerpräsident in die Unabhängigkeit. Der Sudan wurde mit zwei grundlegenden Problemen konfrontiert: mit dem Aufbau staatlicher Institutionen und "nation building". Der Mangel an Flexibilität des Verfassungssystems, das keine Kompromisse zwischen den Interessen der Zentralregierung und der regionalen Eliten zuließ, führte dazu, dass sich der Südsudan der Zentralgewalt weitgehend entzog. Bei den Wahlen 1958 gewann der Südsudan 46 von 183 Sitzen im Parlament und bildete eine neue "Southern Block-Partei". Der Südsudan beanspruchte einen getrennten Beamtenapparat, Englisch als Amtssprache und eine eigene Universität. Andere Gruppen im Westen und Osten des Landes forderten ebenfalls die Dezentralisierung. Der zunehmende Zerfall der Zentralregierung war bedingt durch die Fragmentierung der Parteien. Ihre fehlende Entschlossenheit, gemeinsam mit einer tief greifenden Wirtschaftskrise, schufen die Bedingungen für die Machtübernahme durch die Armee. Mehrere versuchte und erfolgreiche Staatstreiche lösten sich ab. Der längste nachkoloniale Krieg Afrikas, der schon 1955 begann, durch das Addis Abeba Abkommen 1972 zunächst bis 1983 unterbrochen, endete letztlich mit dem Friedensabkommen 2005.
Das Addis Abeba Abkommen zwischen dem Nimeri-Regime und den Rebellen der südsudanesischen Widerstandsbewegung "Anynya one" (Rebellion begann 1955, das Ziel: Unabhängigkeit von der arabischen Herrschaft) wurde 1972 auf Druck internationaler Vermittler wie der Weltkirche, sowie der ägyptischen und äthiopischen Regierung geschlossen. Ergebnis: Autonomie und keine Unabhängigkeit für den Südsudan.
Widerstand gegen die Dominanz zu den nördlichen Nilbewohnern existiert nicht nur im Südsudan, sondern auch die Bewohner der West- und Ostprovinzen fühlen sich ökonomisch und politisch marginalisiert. Ein Beispiel ist der Beja-Konflikt und Darfur.
Staatsoberhaupt ist seit 1989 Feldmarschall Omar Hassan Ahmed Al-Bashir. Al-Bashir kam an die Macht durch einen Coup, der von der National Islamic Front unterstützt wurde. Die letzte Wahl fand im Dezember 2000 statt. Al-Bashir wurde mit überwiegender Mehrheit wieder gewählt.
Erster Vertreter war bis Juli 2005 Ali Osman Mohammed Taha. Am 9. Juli 2005 wurde Dr. John Garang als erster Vertreter nominiert (1. Vice President of Sudan) und gleichzeitig President of Southern Sudan. Ali Osman Mohammed Taha wurde zweiter Vertreter. Am 31.07.2005 verunglückte Dr. John Garang bei einem Hubschrauberabsturz im Grenzgebiet Sudan / Uganda / Kenia. Als Nachfolger wurde General Salva Kiir Mayardit umgehend zum President of Southern Sudan nominiert.
Nach dem Coup d'Etat im Juni 1989 wurde der Revolutionäre Kommandorat von National Islamic Front (NIF)-Anhängern gebildet. Alle Parteien, Verbände und Gewerkschaften wurden aufgelöst. Ausgenommen ist der staatliche kontrollierte Gewerkschaftsverband für Arbeit (Umma as.Sudan).
Der längste nachkoloniale Krieg Afrikas hat bis Anfang 2005 im Sudan stattgefunden. Seit der Unabhängigkeit (1. Januar 1956) sucht der Sudan nach einer gleichberechtigten Verfassungsordnung und einer nationalen Identität. Drei Zivilregierungen, zwei Übergangsregierungen und drei Militärregierungen haben es erst 2005 teilweise geschafft, eine gemeinsame Nord/Süd-Verfassung aufzustellen. Das Comprehensive Peace Agreement (CPA
) ratifizierte am 5. Juli 2005 eine "Power-Sharing Government Interim National Constitution". Eine Satzung für den Südsudan wurde im Dezember 2005 unterzeichnet.
Das Comprehensive Peace Agreement (CPA)
billigte am 5. Juli 2005 eine "Power-Sharing Government Interim National Constitution". Das CPA bietet zahlreiche Inhalte zur Gewaltteilung an, z.B. eine Übergangsperiode (bis 2011), in der über den Status der zehn südlichen Bundesstaaten entschieden werden soll, die Regierungsposten aufgeteilt werden sollen und der Aufbau einer eigenen Executive und Legislative im Südsudan beschlossen wurde.
Die aktuelle politische Entwicklung tendiert auf Unabhängigkeit
des Südsudan. Salva Kiir Magardt ruft die Menschen im Südsudan dazu auf, im Referendum 2011 die Unabhängigkeit zu wählen. Auch neue Investitionen können den Ruf zur Abspaltung des Süden vom Norden nicht verhindern.
Die Verfassung
der Republik Sudan vom 16. März 2005 besteht bisher nur als Entwurf.
Die Nationalversammlung (al-majlis al-watani) ist ein Ein-Kammer-Parlament mit 360 vom Präsident bestimmten Sitzen. Frauen sind nur mit 21 Sitzen vertreten. Legislaturperiode der Versammlung ist 4 Jahre.
Regierungspartei ist National Congress Party
(al-mutammar al-watani).
Exekutive Abteilung - Ministerrat - Gesetzgebende Abteilung
Die Opposition - Democratic Unionist Partei, Umma-Partei, Popular National Congress Partei, Kommunistische Partei und im Süden die SPLA/SPDF hatten sich, ausgenommen Umma-Partei, in der National Democtric Alliance (NDA) zusammen geschlossen.
Der Sudan ist ein Bundesstaat, der 26 Bundesländer
umfasst. Die Gouverneure der Länder werden durch den Präsidenten ernannt. Die Verwaltungsstruktur
teilt sich in 66 Provinzen und 218 Bezirke.
Das Parlament
ist eine Übergangs-Nationalversammlung (almajlis al-watania), hat eine Legislaturperiode, die fünf der sechs Jahre währenden Übergangsperiode einnimmt, dann soll ein neues reguläres Parlament konstituiert werden.
Erläuterungen zum sudanesischen Rechtssystem
. Vorschläge der Opposition zu Reformen
des sudanesischen Rechtssystems.
Allgemeine Wahlen haben im Sudan zuletzt 1986 stattgefunden. Bashir stürzte 1989 die aus diesen Wahlen hervorgegangene Regierung. Im Jahre 2000 wurde er in einer Wahl, die von der Opposition nicht anerkannt wurde, mit 87 % der Stimmen im Amt bestätigt.
In den aktuell durchgeführten Wahlen 2010 wurden der Staatspräsident, der Vizepräsident, der Präsident der südsudanesischen Regierung, die Gouverneure der 25 Bundesstaaten, die Abgeordneten der Nationalversammlung der südsudanesischen Gesetzesgebung und 25 der Bundesparlamente bestimmt.
Die Wahlen sind ein zentraler Bestandteil des 2005 zwischen der Zentralregierung und der Sudan People’s Liberation Army (SPLA) unterzeichneten Comprehensive Peace Agreements (CPA)
und eine wichtige Voraussetzung für das 2011 geplante Referendum
im Südsudan, welches über die Unabhängigkeit vom Sudan entscheiden soll. Die Wahlen und das Referendum rufen Kriegstreiber auf den Plan
, Gewaltausbrüche drohen.
Die Vorbereitung der Wahlen verlief stockend. Gemäß dem CPA sollten die Wahlen bereits Mitte 2009 stattfinden. Wegen der verspäteten Durchführung einer Volkszählung, deren umstrittenen Ergebnisse
und der verzögerten Einsetzung der Nationalen Wahlkommission
wurden die Wahlen auf April 2010 verschoben.
Die Probleme im Vorfeld der Wahlen waren vor allem logistischer Natur
, die höchst umstritten waren. Dazu kam, dass die sudanesische Bevölkerung eine nicht unbedeutende Anzahl Analphabeten aufweist, in ihrer großen Mehrheit keinerlei Erfahrungen mit Abstimmungen hat und nun die Wahl aus einer schwer zu überschauenden Parteienlandschaft
treffen soll. Nicht nur aus diesen Gründen wurden dem Sudan schon vor den Wahlen wenig Chancen auf einen demokratischen Wandel
in Aussicht gestellt.
Sechs Parteien hatten zudem schon im Vorfeld ihre Kandidaten für die Präsidentenwahlen unter Betrugsvorwürfen zurückgezogen. Darunter ist auch der Generalsekretär der SPLA für den Nordsudan, Yassir Arman
, ein Nordsudanese, der als Außenseiter mit großen Chancen auch im Nordsudan gewählt zu werden, angetreten war, so dass eine Wiederwahl Al-Bashirs schon vor den Wahlen als sicher galt.
Die Durchführung der Wahlen
war durch Unregelmäßigkeiten
gekennzeichnet. Durch die logistischen Probleme, die eine Verlängerung der Wahlen auf fünf Tage nötig machten, seien manche Wähler z.B. erst in den Wahllokalen registriert worden.
Weil alle Regierungsebenen zur Wahl standen, gab es im Norden des Landes acht und im Süden sogar zwölf verschiedene Wahlgänge, was oftmals zu einer großen Verunsicherung der Wähler
führte. Hinzu kam der Boykott der 0ppositions-kandidaten.
Nach Ansicht von EU-Beobachtern
lässt das Votum, trotz seiner Mängel, erste demokratische Ansätze erkennen. Andere Wahlbeobachter kommen zu einem differenzierten Ergebnis
. Vor allem das sudanesische Independent Civil Society Network on the Electoral Process übt harsche Kritik
und beklagt mangelnde Transparenz des Urnengangs durch die Blockade ihres Internet Tool Monitorings
, in dem durch 3500 Beobachter per SMS oder Video mögliche Unregelmäßigkeiten direkt gemeldet werden konnten.
Trotz der Auseinandersetzungen
über die Wahlergebnisse und internationaler Kritik
sprachen sich die internationalen Beobachter gegen eine Wiederholung der Wahlen aus. Die EU will das Ergebnis der Wahlen in jedem Fall anerkennen.
Erwartungsgemäß hat Sudans Wahlkommission Präsident Omar al-Bashir zum Wahlsieger erklärt
. Er habe 68,2 % der Stimmen erhalten. Der Kandidat der SPLA, Yassir Arman, kam, obwohl er seine Kandidatur zurückgezogen hatte, noch auf 21,7 %. Die Stimmen für die Oppositionskandidaten wurden gewertet, da die Frist für einen Rückzug von der Wahl vorher abgelaufen war.
Bei den Wahlen zur Regionalregierung des Südsudan konnte der ehemalige Rebellenführer der SPLA Salva Kiir
die Präsidentschaft mit rund 93 % der Stimmen gewinnen.
Die beiden größten Parteien, NCP und SPLA, erklärten, die Wahlergebnisse anerkennen zu wollen
und eine neue gemeinsame Regierung zu bilden.
Dr. John Garang
, geboren 1945 im Südsudan, führte die letzten 16 Jahre, an der Spitze der SPLA/M
, den über 20jährigen Bürgerkrieg zwischen den nach Autonomie strebenden Südsudanesen gegen die islamisch-fundamentalistische Regierung des Nordsudan. Die überwiegend christliche Elite aus dem Süden fühlte sich politisch, kulturell und religiös diskriminiert. Die muslimische Regierung im Norden war dagegen bestrebt, die Erdölvorkommen des Südens auf Kosten der dortigen Bevölkerung auszubeuten.
Die Ölinstallationen von Chevron in Bentui (Upper Nile Province) wurden von der SPLA angegriffen. 1984 zog sich Chevron zurück. Die Erdölförderung kam daraufhin bis 1999 zum Erliegen. Die SPLA fordert(e) einen Neuen Süden, der allen seinen Bürgerinnen und Bürgern gleich welcher religiösen und ethnischen Herkunft, gleiche Chancen bietet. Die immer weiter um sich greifende Islamisierung der Regierung aus Khartum wurde als Provokation angesehen. Im Laufe des Bürgerkrieges gelang es der SPLA große Gebiete des Südsudan und Teile der Nuba Berge unter Kontrolle zu bringen. Im Norden fand die SPLA keine Anhänger. Im Süden entstanden Führungskonflikte der SPLA/M und Splittergruppen, die sich gegenseitig bekämpften und es daher den Regierungstruppen erleichterten, die meisten Städte im Süden zu kontrollieren.
1989 gelang es Leutnant Omar Hassan Ahmed Al-Bashir - geboren 1944 in einem Dorf in Nordsudan - durch einen Militärputsch mit anderen Offizieren die gewählte Regierung von Sadiq Al-Mahdi zu stürzen. Al-Bashir
schaffte durch ausgeprägten Ehrgeiz seinen Oberschulabschluss und besuchte anschließend die Militärakademie. Seine Ausbildung dort zum Piloten und anschließend in Malaysia, Pakistan und den USA verhalfen ihm zu einer aufsteigenden Karriere.
Hinter der Militärclique um Al-Bashir stand lange Zeit der sudanesische Chefideologe Hassan Al-Turabi, der den Sudan islamisch-fundamentalistisch ausrichten wollte. Al-Bashir folgte den Ideen von Al-Turabi. Das Regime weitete die Rechtssprechung des Islamischen Rechts, der Scharia
, aus. Dies führte u.a. zur Verschärfung des Konflikts mit der SPLA. Die Zusammenarbeit von Al-Bashir und Al-Turabi endete im Kampf um die Vormacht. Der hochintelligente und ehrgeizige Al-Turabi trat stärker als Al-Bashir für eine radikale Islamisierung ein. Al-Bashir versuchte den Ideologen Al-Turabi durch Hausausrest auszuschalten. Doch es heißt, dass Al-Turabi die Rebellengruppe (JEM) in Darfur unterstützt, um den Präsidenten zu schwächen. Al-Turabi, der nach 15 Monaten Haft, sich im September 2005 öffentlich über die neue Regierung äußerte, warnte, dass die SPLM sich zwar unparteiisch innerhalb der Unity Government verhält aber zukünftig einen separaten Südsudan anstrebt.
Publikationen:
Dialogue With Hassan Al-Turabi
Reveals Enigmatic, Complex Islamist Intellectual by Mahmood Ibrahim
The Making Of An Islamic Political Leader: Conversations With Hassan Al-Turabi by Mohamed E. Hamdi.
Das Buch enthält Interviews des Autors mit Al-Turabi und einen Vortrag Turabi's bei einer Konferenz im Mai 1990 in Algerien über die Vision des zukünftigen Islam.
Am 24.01.2005 ratifizierte das Gesetzgebende Organ der Sudan People's Liberation Movement ein Friedensabkommen zwischen der sudanesischen Regierung und der Rebellengruppe SPLM/A zur Beendigung des seit 21 Jahren andauernden Bürgerkrieges. Am 02.02.2005 - IRIN: Ratifizierte das Nationale Parlament das Friedensabkommen zwischen Regierung und SPLM/A. Die Ratifizierung ebnet den Weg für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und Bildung einer neuen nationalen Regierung.
Im Juli 2005 setzte der ehemalige Führer der Südsudanesischen Volksbefreiungsbewegung, John Garang, zum ersten Mal nach 22 Jahren seinen Fuß in die sudanesische Hauptstadt Khartum, um als Stellvertreter des Präsidenten Omar el Bashir vereidigt zu werden.
Am 30/31.07.2005 verunglückte Dr. John Garang tödlich. General Salva Kiir Mayardit
, der umgehend im August 2005 nominierte Nachfolger von Dr. John Garang - ein Dinka wie Garang - wurde schon in den 60iger Jahren ein Mitglied der Rebellen im Südsudan. Er graduierte später im Khartum Military College, folgte danach aber Garang 1983 im Widerstand gegen die Regierung in Khartum und wurde Stellvertreter der SPLA. Bisher hatte der charismatische SPLA-Befehlshaber John Garang die internen Machtkämpfe der SPLA/M kontrollieren können. Ob es Salva Kiir gelingt, die kriegerischen Völker im Südsudan zu einigen, um gemeinsam die Bedingungen des Friedensabkommen gegen den Norden durchzusetzen, bleibt abzuwarten. Salva Kiir gilt als abwägend und ruhig. Er ist sehr beliebt im Südsudan, da er im Gegensatz zu Garang die Abtrennung des Südens vom Norden favorisiert, eine Frage, die in einem Referendum 2011 geklärt werden muss. Salva Kiir
will aber auf jeden Fall das so schwierig ausgehandelte Friedensabkommen durchführen. Bei der Beerdigung von John Garang in Juba sagte er: "Die Waffen müssen schweigen!
"Die erste Nachkriegsregierung im Sudan wurde am 22. September 2005 bestimmt. Das neue Unity Cabinet , das sich aus früheren Feinden zusammensetzt, besteht aus 30 Ministern. Fünfzehn Plätze nehmen Mitglieder der regierenden National Congress Party (NCP) ein, neun werden von früheren Rebellen der SPLM besetzt und sechs gehen an die Gruppen der Opposition vom Norden und Süden. Das Kabinett, bestehend aus den oben genannten 30 Ministern und zusätzlichen 34 Ministers of State, ist die umfangreichste Regierung seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1956.
Die letzten politischen Entwicklungen
im Südsudan tendieren zur Autonomie. Salva Kiir Mayardit ruft die Menschen auf, die Unabhängigkeit im 2011 Referendum zu wählen. Auch neue Investitionen können den Ruf zur Abspaltung des Südens vom Norden nicht mehr verhindern.

Der Südsudan besteht aus zehn Bundesstaaten
mit etwa 8 bis 9 Millionen Einwohnern (geschätzt 2006).
Der Anfang 2005 beendete Bürgerkrieg, zwischen dem rohstoffreichen doch wenig entwickelten Süden und der Regierung im Norden, begann nicht mit der Unabhängigkeit des Sudan 1956. Schon 1955 kämpften südsudanesische Anynanya-Rebellen für die Unabhängigkeit des Südens vom Norden. Unter Präsident Gaafar El-Nimeri endete dieser Konflikt 1972 mit dem Abkommen von Addis Abeba.
Das Abkommen garantierte dem Süden eine Teilautonomie und Gleichberechtigung innerhalb der föderalen Struktur des Sudan. Es entstand eine regionale Regierung mit einer regionalen Versammlung, die befugt war das High Execute Council (HEC) zu wählen und zu annullieren. Die Einbeziehung der Anyanya - Einheiten in die Regierung im Süden waren Bedingungen im Abkommen von Addis Abeba unter Präsident Gaafar El-Nimeri. 1977 wurde im Süden Erdöl von besonders hoher Qualität gefunden.
Die Regierung in Khartum wollte die Kontrolle über das Öl nicht der Autonomie-Regierung im Süden überlassen. 1980 scheiterte ein Versuch, die ölreichen Gebiete dem Norden anzuschließen. Die Entscheidung Nimeris, die Regierung im Süden in drei regionale Regierungsabteilungen zu teilen, um die Autonomie auszuhöhlen, wurde von den Südsudanesen nicht akzeptiert. Eine Meuterei in Bor brachte 1983 das Abkommen zu Fall. Die Sudanese People's Liberation Army (SPLA) formierte sich unter dem Dinka Offizier Dr. John Garang. Der Bürgerkrieg begann ein zweites Mal.
Die sudanesische Regierung stimmte im Friedensabkommen von 2005 zu (siehe oben), dem Südsudan Autonomie zu gestatten. In einem Referendum 2011 soll über die Unabhängigkeit entschieden werden.
Trotz des Friedensabkommens von 2005 können angesichts der schwierigen Situation, die der Sudan durchlebt, noch keine substantiellen Entwicklungsprogramme durchgeführt werden. Im Südsudan und den Nuba-Bergen sind Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Grundversorgung erforderlich und möglich. In Dafur wiederholt sich eine humanitäre Katastrophe.

Seit 2003 herrscht der Darfur-Konflikt
. Er kostete bisher mehr als 200.000 Menschen das Leben und hat mehr als 2 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Zwei Rebellengruppen (SLA und JEM), hervorgegangen aus schwarzafrikanischen Volksgruppen in Darfur, werfen der sudanesischen Regierung vor, die Region zu marginalisieren und die Bevölkerung zu unterdrücken. Die sudanesische Regierung reagiert, unterstützt von arabischen Milizen, auf diesen Angriff mit einem bewaffneten Feldzug.
Darfur (Land der Fur) ist eine Region im westlichen Sudan, größenmäßig etwa anderthalbfach so groß wie Deutschland. Politisch wurde Darfur 1994 in drei Provinzen geteilt: West-Dafur (Gharb Darfur), Nord-Darfur (Schamal Dafur), Süd-Darfur (Dschanub Darfur). Der Bereich der drei Provinzen grenzt an Libyen, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Die Hochebene des Marra-Gebirges ist eine Bergkette vulkanischen Ursprungs. Der höchste misst Berg 3088 m.
Die Ureinwohner von Darfur, die Dadschu, wurden von den Fur verdrängt. Christliche Königreiche entstanden um etwa 900 bis 1100. Im 13. Jahrhundert islamisierten muslimische Eroberer die Fur. Etwa im 17. Jahrhundert gründete die regionale Volksgruppe der Kheira in Darfur ein unabhängiges Sultanat. 1821 versuchte Ägypten mehrfach Darfur zu besetzen. Doch erst 1874 gelang es der ägyptischen Armee unter Ismail Pascha. Sultan Brahim fiel im Kampf gegen die Ägypter. 1883 wurde Darfur von der sudanesischen Armee unter Mohammed Ahmed (der sich selbst Mahdi nannte) erobert. Nach der Niederschlagung des Mahdi-Aufstands wurde das Sultanat Darfur unter anglo-ägypticher Herrschaft halbautonom. 1916 führte der letzte Sultan von Darfur (Ali Dinar) einen Aufstand gegen die britische Herrschaft. Der Sultan wurde getötet und Darfur in den von Großbritannien regierten Sudan eingegliedert. Die Einwohnerzahl im 19. Jahrhundert betrug schätzungsweise 1.5 Millionen. Davon waren etwa 1 Millionen Fur, 500.000 Araber und einige Tausend Tukuri und Fulbe. Nach heutigen Informationen leben in Darfur etwa 500.000 Fur. Tausende von ihnen leben außerdem als Vertriebene im Tschad. In den Grenzgebieten mit Kordofan leben etwa 250.000 Berti und jeweils etwa 400.000 arabisch sprechende Messeriya und Rezeigat (Baggara),sowie in den Grenzgebieten mit Tschad jeweils etwa 200.000 Zaghawa und Masalit. Die Ureinwohner von Darfur, die Dadschu sind nur noch in Enklaven (etwa 100.000) in Darfur, den Nubabergen, Südsudan und Tschad zu finden.
Die Vielvölkerprovinz Darfur mit ihren bizarren politischen Grenzen erklärt bestenfalls teilweise den heutigen Konflikt. Schon in vorkolonialen Zeiten hatten die Fur-Sultanate kriegerische Auseinandersetzungen mit den Baggara, besonders mit den Rezeigat. Darfur war im 19. Jahrhundert das Zentrum für den Sklavenhandel mit Menschen aus Bahr el Ghazal. Auseinandersetzungen mit den arabischen Sklavenhändlern waren an der Tagesordnung. Weitere Probleme waren früher und sind heute noch die unterschiedlichen ökonomischen Quellen. Die Fur und Masalit sind sesshafte Bauern. Die Baggara und Zaghawa sind Rinder- und Kamelnomaden. Unterschiedliche Lebensweisen, Mangel an Ressourcen, wie Wasser und Land, führen fortwährend zu Konflikten. Hinzu kommt der Mangel durch anhaltende Dürreperioden und ein starker Anstieg der Bevölkerung.
Tatsächlich fühlt sich die Bevölkerung von der arabisch-dominierten Regierung in Khartum marginalisiert. Wenig Unterstützung gab es bisher für das Gesundheitswesen, die Bildung und die Wasserversorgung von der Khartum-Regierung. Gegen diese Marginalisierung von Khartum eskalierte der Konflikt 2003. Ein Aufbegehren der beiden (schwarzafrikanischen) Rebellengruppen - Sudan Libration Movement (SLM) -gestützt von den USA und Eritrea - und Justice and Equality Movement (JEM) gegen Khartum begann. Die Regierung ging daraufhin gegen die Rebellengruppen mit eigenem Militär und mit Hilfe der Dschandschawid-Milizen vor. Die Dschandschawid-Milizen werden beschuldigt, Kriegsverbrechen und systematische ethnische Säuberung durch Völkermord und Vertreibung in das Nachbarland Tschad auszuüben. Etwa 400.000 Menschen sind nach Schätzungen durch diesen Konflikt gestorben sein. Die sudanesische Regierung wies eine Mitschuld der muslimischen Milizen zurück. Forschungen haben ergeben, dass Darfur reichhaltige Erdöl-Quellen besitzt. Darüber hinaus werden Bodenschätze wie Uran, Kupfer vermutet. Interessengruppen sind schon vor Ort. Was wird aus Darfur und den Vertriebenen?
Nach langem diplomatischen Ringen gab die sudanesische Regierung 2007 ihr Einverständnis zu einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. 26.000 Mann sollen als größte Friedensmission der Welt ab Oktober 2007 in Darfur stationiert werden. Bisher ist aber erst rund ein Drittel der Friedenstruppe vor Ort; die UNO-Mission
wurde verlängert.
Über die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründe dieses Konflikts und neueste Entwicklungen über den Friedensprozess berichten: Sudan Tribune
und das Auswärtige Amt
.



Als Konflikt im Ostsudan
werden die seit den 1990er Jahren bestehenden Spannungen zwischen den lokalen Ethnien angesehen. Recht, Ordnung und staatliche Sicherheit hauptsächlich von den Beja und Rasheida bewohnte Gebiete ist eine arme, unterentwickelte und immer wieder von Dürre und Hunger geplagte Region, die sich von der Regierung in Khartum vernachlässigt fühlt. Mit dem 2006 unterzeichneten Friedensabkommen zwischen den Rebellen
und der Regierung Khartum ist der Konflikt gegenwärtig beigelegt. Das ist sehr wichtig für die Regierung, da die Ölpipeline nach Post Sudan durch Ostsudan führt.
Zum Ostsudan gehören die vier Bundesstaaten El-Bahr al-Ahmar (Blue Nile), Al-Quadarif, Kassala, Nahr an-Nil (River Nile). Dieses Gebiet ist die Heimat der Kamelnomaden Bedja (etwa 1 Million Einwohner) - mit den Untergruppen Adabde, Beni Amer, Bischarin, Hadendowa, Hedareb - und Rashaida (etwa 85.000).
Die Menschen im Ostsudan sind arm und leiden unter Dürre und Hunger. Trotz der reichen Vorkommen an Gold und Eisenerz wird die Region von der Khartumer Zentralregierung marginalisiert.
Schon 1957 wurde die Organisation Beja Congress unter der Führung des Bedja Dr. Taha Osman Bileya gegründet. Die Organisation setzt sich für mehr regionale Autonomie der Bedja ein. Außrdem ist sie ein Teil des oppositionellen Bündnisses National Democratic Alliance (NDA). Auf verstärkte Repressionen durch die Khartum Regierung begannen die Bedja in den 90er Jahren einen bewaffneten Kampf, der sich auf Regierungseinrichtungen, wie die wichtige Erdöl-Pipeline nach Port Sudan konzentrierte.
Als der Sezessionskrieg im Südsudan 2005 endete und der Süden eine gewisse Autonomie erhielt, erhofften sich auch Bevölkerungsgruppen aus anderen Landesteilen des Sudan mehr Regionalautonomie. Im Westen begann der Konflikt in Darfur. Der Beja Congress vereinigte sich mit den Rebellen der SLM in Darfur. Außerdem schlossen der Beja Congress eine Allianz mit der Rashaida-Organisation Free Lions und der JEM in Darfur zur Eastern Front zusammen. Verschärfte Attacken auf Regierungseinrichtungen fanden daraufhin statt, eine Eskalation ist bisher ausgeblieben.
Friedensverhandlungen begannen 2006 in Asmara zwischen der sudanesischen Regierung und den Rebellen des Ostsudan. Einigung herrschte über Zuschüsse für Bildung, Gesundheit und dem Zugang zu Trinkwasser. Verträge zur Sicherheit und Aufteilung von Macht und Wohlstand wurden geschlossen und am 14. Oktober 2006 wurde ein Friedensvertrag unterzeichnet.
Die Medien
- Radio und Fernsehen - werden vom Staat kontrolliert. Druckmedien, falls sie nicht der Regierungspartei gehören oder staatlich sind, unterliegen einer Zensur. Für Internetbenutzer besteht ein begrenzter Zugang zu vom Ausland operierenden kritischen Webseiten. Unerwünschte Webseiten werden von Sicherheitsbehörden blockiert.
Radio Omdurman operiert mit AM 12, FM 1, shortwave 1. Seit kurzem sendet der Privatsender Mango moderne Pop-Musik.
Drei lokale Fernsehsender informieren die sudanesische Bevölkerung. Wer es sich leisten kann und staatliche Erlaubnis erhält, kann Satelliten-Fernsehen einsehen.
Sechs arabischsprachige Zeitungen erscheinen täglich. Khartoum Monitor und Nile Courier sind englischsprachig. Die in englischer Sprache sporadisch erscheinende Zeitschrift AL BAB ist ein wichtiger Führer für Leute, die in Khartum arbeiten und leben. Täglich erscheint ein englisch- und arabischsprachiges Bulletin der Sudan News Agency
( SUNA) über Internet.
Es bestehen momentan keine günstigen Bedingungen für die Entfaltung von Wissenschaft, Kunst und Literatur. Besonders Prinmedien können sich auf Grund der politischen Bedingungen nicht uneingeschränkt entwickeln. Die Situation scheint sich jedoch zu entspannen.
Sehr empfehlenswert für letzte Meldungen, aktuelle Themen aus den Krisengebieten im Sudan und politische Analysen, sowie die Entwicklung im Südsudan finden Sie auf der Website von Sudan Tribune
, u.a. die "Today's breaking news".
Seit dem 1. Juli 1998 ist im Sudan eine neue Verfassung in Kraft. Darin ist als Grundprinzip festgelegt, dass "... der Staat Sudan ein Land von rassischer und ethnischer Harmonie und religiöser Toleranz ist ..." Die Studie "Zur Lage der Menschenrechte im Sudan - Islamischer Staat und kulturelle Vielfalt" will eine Antwort geben, wie die Bestimmungen der sudanesischen Verfassung unter Berücksichtigung eine islamischen Weltbildes zu verstehen sind. Quelle: www.missio-aachen.de
.
Die Anwort des sudanesischen Außenministers auf die Anklage des International Court ICC gegen Präsident Al Bashir siehe Sudan Botschaft Berlin - Pressemitteilungen
.
Weitere Informationen: amnesty-sudan.de - Letzte Meldungen
amnesty international Deutschland
und Deutscher Bundestag - Aktuelle Themen
Die bilateralen Beziehungen
zwischen dem Sudan und Deutschland befassen sich zur Zeit ausführlich mit dem Darfur-Konflikt.
Die Republik hat die Folgen seiner selbst gewählten Isolierung fast ganz überwunden. Die Beziehungen zu den arabischen Nachbarstaaten, insbesondere zu Ägypten und Libyen, haben sich normalisiert. Gleiches gilt für Äthiopien, das einen Großteil seiner Erdölimporte aus Sudan bezieht. Die Republik bietet Äthiopien den Ausbau einer Straße zum Hafen Port Sudan als Exportverbindung an. Sudan hat auch mit Eritrea und zuletzt mit Uganda diplomatische Beziehungen aufgenommen. Uganda und Sudan haben erklärt, dass sie die gegenseitige Unterstützung bewaffneter Oppositionsgruppen (LRA/SPLA) einstellen wollen.
Das sich wandelnde Engagement Chinas
, in der Innen- und Außenpolitik im Sudan war hauptsächlich verbunden mit und geprägt durch den wechselhaften Kurs der NIF/NCP seit 1989. Waffen und Öl
sind Chinas bedeutendeste Verwicklungen im Sudan.
Die Außenpolitik ist geprägt durch den fortwährenden Darfur-Konflikt. Die USA leisten in Darfur den größten Anteil an humanitärer Hilfe. Durch die positive Entwicklung im Nord-Süd-Konflikt hat die EU einen kritischen politischen Dialog begonnen. Die Beziehungen zu den Nachbarländern haben sich in den letzten Jahren normalisiert.

Ellen Ismail
promovierte in Ethnologie, Afrikanistik und Anglistik.
Sie lebte mehr als 20 Jahre im Sudan, lehrte und forschte an der Universität Khartoum. Nach wie vor ist sie in der Entwicklungshilfe im Sudan tätig und seit mehreren Jahren Tutorin für Landeskunde Sudan.