Sie befinden sich hier: GIZ Start / Webangebote / LIPortal > TadschikistanÜberblick

Hochgebirgslandschaft, Foto: © Markus Hauser

Landesübersicht und Naturraum

BeschreibungInhalt
Offizieller Name:Republik Tadschikistan
Fläche:142.100 km²
Einwohner:7,6 Mio. (hochgerechnet 2011)
Bevölkerungswachstum:2% (geschätzt)
Regierungssitz:Duschanbe
Klima (für Hauptstadt):(extrem) kontinental

Tadschikistan

Landesflagge Tadschikistan

Übersichtskarten

Lagekarte
(© R.Eisener)

Tadschikistan gehört gewiss nicht zu jenen Ländern, von denen jeder auf Anhieb weiß, wo sie liegen. Bis zum Tage seiner Unabhängigkeitserklärung (9. September 1991) war es eine kleine, stark von Moskaus Unterstützung abhängige Sowjetrepublik, die ein Schattendasein im äußersten Süden der UdSSR führte.

 

Detailliertere Ansichten bieten nachfolgende Karten:

kleine Karte
kleine Übersichtskarte (Quelle: Uni of Texas Library)
physikalische Karte
physikalische Karte (Quelle: UN/OCHA)
politische Karte
politische Karte (Quelle: Vereinte Nationen)
ethnographische Karte
ethnographische Karte (Quelle: Uni of Texas Library)
administrative Karte
administrative Karte (Quelle: Vereinte Nationen)

Neben weiteren, thematischen KartenÖffnet externen Link in neuem Fenster bei ReliefWeb ist insbesondere der plastische Eindruck von der Oberflächenbeschaffenheit aus der SatellitenperspektiveÖffnet externen Link in neuem Fenster erhellend.

Lage und Größe

Tadschikistan ist ein kleiner Binnenstaat im Süden Zentralasiens mit einer West-Ost-Ausdehnung von 700 km und von Nord nach Süd erstreckt es sich über 350 km. Seine Fläche wird allerorten mit 143.100 km² angegeben (muss eigentlich 142.100 km² lauten, da 2002 Tadschikistan vertraglich 1.000 km² im Pamir an China abgetreten hat, das im Gegenzug auf weitere 28.000 km² Gebietsansprüche verzichtete; das zugehörige Protokoll wurde Januar 2011 vom Tadschikischen Parlament ratifiziert). Dies entspricht etwas mehr als einem Drittel der Fläche Deutschlands. – Tadschikistan grenzt im Westen und Norden an Uzbekistan (ca. 1330 km), im Norden an Kirgizstan (ca. 980 km), im Osten an China (ca. 520 km), und im Süden an Afghanistan (ca. 1340 km).


Historisch-politische Geographie

Als territorial-staatliche Einheit existiert Tadschikistan seit 1924 (in seinen heutigen Grenzen seit 1929), als es innerhalb des einheitlichen Gefüges der Sowjetunion als eine "nationale Republik" geschaffen wurde. Gewissermaßen im Widerspruch zu dieser staatlichen Einheit steht seine starke naturräumliche Zerklüftetheit. Hohe Gebirgsriegel zerschneiden das Land in distinkte Regionen, mit wenig Flachland (im Südwesten und Norden) sowie verteilt auf eine ganze Reihe von abgeschiedenen Tälern.

Foto Garm
Im westlichen Rascht-Tal (Garm) – Zentraltadschikistan (Foto: © R.Eisener)

Die historisch-geographischen Hauptregionen des Landes spiegeln sich noch heute in seiner administrativen Großgliederung wider: 1) die Provinz Sughd im Norden (Teil des Beckens von Fergana, stand seit der 2. Hälfte des 19. Jh. unter russischer Herrschaft); 2) die Provinz Chatlon im Süden, und 3) nach Westen und Norden orientiert die "Gebiete unter direkter Regierungshoheit" in Zentraltadschikistan (die Regionen unter Pkt. 2) und 3) gehörten beide in Form einiger kleiner Statthalterschaften zu dem bis 1920 existierenden Emirat von Buchara); 4) die Autonome Provinz Berg-Badachschan (die Talausgänge zum Oberlauf des Oxus im Süwesten Badachschans gehörten einst noch zu Buchara, das Hochgebirge und Plateau der Pamire aber zum Zarenreich).

Grunddaten

Umfängliche Zusammenstellungen von BasisdatenÖffnet externen Link in neuem Fenster zu Tadschikistan bieten zum Beispiel die Library of Congress oder die auf das Sammeln von InformationenÖffnet externen Link in neuem Fenster einschlägig spezialisierte CIA an. Darüber hinaus empfehlenswert sind statistische DatenÖffnet externen Link in neuem Fenster der Vereinten Nationen sowie ein breites, mehr entwicklungspolitisch orientiertes LänderprofilÖffnet externen Link in neuem Fenster bei der FAO.

Fotographische ImpressionenÖffnet externen Link in neuem Fenster hat in größerem Umfang Mikhail Romanyuk ins Netz gestellt oder auch z.B. die deutsche Zeitschrift WostokÖffnet externen Link in neuem Fenster. Seit einigen Jahren finden sich in zunehmendem Maße auch VideoclipsÖffnet externen Link in neuem Fenster aus und über Tadschikistan im WWW.

Naturräumliche Gegebenheiten

Der höchste Berg Tadschikistans
Der höchste Berg (7495 m), von Norden (Foto: © R.Eisener)

Auch wenn Tadschikistan flächenmäßig ein recht kleines Land ist, so gestaltet sich doch sein Naturraum ausgesprochen extrem und abwechslungsreich. Gut 90% seines Territoriums sind gebirgig, wobei fast die Hälfte des Landes mehr als 3.000 m ü.M. liegt. Der höchste Punkt ist der Qullai Ismoili Somoni (7.495 m), der niedrigste liegt am Fluss Syr DaryaÖffnet externen Link in neuem Fenster (300 m), der aus dem Becken von FerghanaÖffnet externen Link in neuem Fenster kommend das Land im Norden durchquert. Der Norden (die Provinz SughdÖffnet externen Link in neuem Fenster) wird von ost-westlichen Ausläufern des Alai-GebirgesÖffnet externen Link in neuem Fenster gleich einem mächtigen Riegel von Zentral- und Südtadschikistan abgetrennt. Im Osten nimmt rund ein Drittel des Staatsterritoriums der Hochgebirgsknoten der PamireÖffnet externen Link in neuem Fenster ein. Die Gebirgsmassive Tadschikistans sind von einer ganzen Reihe von tief eingeschnittenen Tälern durchzogen. Nach Westen hin läuft die Bergwelt allmählich in Vorgebirge und Hügellandschaften aus, die – außer im Südwesten – erst jenseits der Staatsgrenzen in die zentralasiatischen Steppen und Wüsten übergehen.


An Wasser herrscht im Prinzip kein Mangel. Fast 60% der Ressourcen der zentralasiatischen Region liegen in Tadschikistan. Dort gibt es über 900 Flüsse, die mehr als 10 km lang sind, insgesamt 28.500 km. Der Wasserablauf (pro Jahr mehrere km³) erfolgt nach Westen in Richtung des heute weitgehend ausgetrockneten AralseesÖffnet externen Link in neuem Fenster und wird durch zahlreiche Gletscher reguliert, die mehr als 8.000 km² Fläche, mithin rund 6% des Landes bedecken. Unter diesen befindet sich mit dem Fedchenko-GletscherÖffnet externen Link in neuem Fenster einer der größten der Welt. – Die Hauptflüsse sind der Syr Darya im Norden und der Pandsch (Oberlauf des Amu DaryaÖffnet externen Link in neuem Fenster) im Süden entlang der afghanischen Grenze, zu dessen breitem Einzugsbereich u.a. die für Südwest-Tadschikistan wirtschaftlich wichtigen (Wasserkraft, Irrigation) Nebenflüsse Vachsch und Kafirnihon zählen. Aus dem Gebirgsriegel zwischen Zentral- und Nordtadschikistan nimmt der Zaravschon seinen Lauf nach Westen, wo er in Uzbekistan für die Bewässerung der Flussoasen Samarkand und Buchara sorgt und sich dann verliert.

Klima

Tadschikistan befindet sich in der subtropischen Zone mit kontinentalem KlimaÖffnet externen Link in neuem Fenster, je nach Höhenlage arid bis semiarid, lange heiße bis kurze warme Sommer, kurze milde bis lange strenge Winter. Die Wechsel zwischen den Hauptjahreszeiten erfolgen relativ abrupt. In Zahlen ausgedrückt: die Jahresniederschlagsmengen liegen im Tiefland und den Tälern bei 100-200 mm (auf dem Hochplateau des Ostpamir z.B. auch deutlich unter 100 mm), in einzelnen Gipfelregionen der Gebirge können aber auch 2.000 mm überschritten werden. Die Temperaturextreme reichen in Tieflagen von um die 0°C im Winter bis an +50°C im Sommer, im Hochgebirge bewegen sich die Extreme von +10-20°C im Sommer bis zu punktuell an die -60°C im Winter.

Satellitenkarte von Tadschikistan
Satellitenkarte (Quelle: Public Domain)

Natürliche Ressourcen

Trotz des Wasserüberflusses und der zu Hochwasserzeiten (Schnee- und Gletscherschmelze im Frühjahr und Sommer) von den Flüssen mitgeführten Sedimente, die über die Jahrtausende für fruchtbare Böden im Tiefland und den Tälern sorgten, beträgt die ackerbaulich nutzbare Fläche Tadschikistans nur etwas über 6% seines Territoriums. Sein Wasserkraftpotenzial ist enorm (auf 527 Terawatt geschätzt), wird derzeit aber zu weniger als 4% genutzt. Auch mit Bodenschätzen ist Tadschikistan reich gesegnet (fossile Brennstoffe, Gold, Silber, Zink, Blei, Quecksilber, Antimon, Wismut, Molybdän, Wolfram u.a. seltene Metalle, Edelsteine und Mineralien), jedoch viele der Lagerstätten sind nur schwer erschließbar.

Fauna und Flora

Die naturräumlichen Extreme Tadschikistans schlagen sich auch in der Gestaltung einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt nieder – eine der AttraktionenÖffnet externen Link in neuem Fenster des Landes, über das sich gleich einem Mosaik unterschiedliche ÖkosystemeÖffnet externen Link in neuem Fenster mit großer BiodiversitätÖffnet externen Link in neuem Fenster ausbreiten. Die Spannweite der VegetationÖffnet externen Link in neuem Fenster erstreckt sich von tropisch über arid und alpin bis zu polar. Unter den rund 5.000 höheren und 3.000 niederen Pflanzenarten zählen Dutzende als endemisch, und es finden sich allein ca. 400 Heilpflanzen, die nicht nur in der traditionellen Medizin verwendet werden. Die ökologisch produktivsten Bedingungen bieten Berg- und Auenwälder (TugaiÖffnet externen Link in neuem Fenster) sowie alpine Wiesen.

Bei aller Reichhaltigkeit der Natur ist allerdings auch zu verzeichnen, dass derzeit nur noch etwa 3% des Landes bewaldetÖffnet externen Link in neuem Fenster sind. Die Auenwälder, die bis in die 1950er Jahre noch Tiger beherbergten, sind in den letzten 80 Jahren auf etwa ein Fünftel ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft, und schließlich leiden die Wälder und Wiesen u.a. unter Folgen von Überweidung. Zwar stehen 21% des Landes unter Naturschutz, aber dies zuvörderst nur auf dem Papier. Die Folgen von illegaler Holzgewinnung, Wilderei und anderer zivilisatorischer Eingriffe sind unübersehbar. So stehen beispielsweise von den 84 registrierten Säugetierarten mittlerweile 42 auf der Roten Liste der seltenen und bedrohten Spezies – darunter der SchneeleopardÖffnet externen Link in neuem Fenster und das Marco Polo SchafÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Schneeleopard
Schneeleopard (Quelle: Wikimedia Commons)
Marco Polo Schaf
Jagdtrophäe Marco Polo Schaf (Quelle: Wikimedia Commons)

Ökologische Probleme

Im Environmental Performance IndexÖffnet externen Link in neuem Fenster für 2012 wird Tadschikistan auf Platz 121 unter 132 Ländern eingestuft. Es findet sich damit im hinteren Feld unter den schwächsten Kandidaten wieder. Ein solches Ranking ist sicherlich relativ zu nehmen, da es gerade bei Entwicklungsländern häufig einer soliden Datenbasis ermangelt. Aber erste BestandsaufnahmenÖffnet externen Link in neuem Fenster um die Jahrtausendwende deuten auf teilweise empfindliche ökologische Störungen in Tadschikistan hin, sowohl durch Altlasten als auch durch Vernachlässigung und Raubbau seit den 1990er Jahren.

Flächenübergreifende HauptumweltproblemeÖffnet externen Link in neuem Fenster sind Wasserverschmutzung (Abwasser, Eintrag toxischer Stoffe) und Bodenverschlechterung (Erosion, Versalzung, Desertifikation) sowie EntwaldungÖffnet externen Link in neuem Fenster und schwindende BiodiversitätÖffnet externen Link in neuem Fenster. Eher punktuell stellt sich die Frage der Verschmutzung durch unsachgemäß deponierten Haus- und Industriemüll, etwa im Fall der HauptstadtÖffnet externen Link in neuem Fenster oder der riesigen Altlast von Uran-AbfalldeponienÖffnet externen Link in neuem Fenster im Norden des Landes. UmweltschutzÖffnet externen Link in neuem Fenster und ein Bewusstsein dafür sind in vielen Bereichen noch gering ausgebildet. Laut einer Mai 2008 publizierten Studie der Weltbank beliefen sich die (theoretischen) Kosten für Umweltschäden 2006 auf 9,5% des BIP. Im gleichen Jahr 2006 legte die Tadschikische Regierung einen UmweltaktionsplanÖffnet externen Link in neuem Fenster vor, der die Tragweite der Problematik gut zu erkennen gibt, aber schon allein angesichts der schieren Größe der Aufgaben bislang kaum ansatzweiseÖffnet externen Link in neuem Fenster zur Umsetzung gekommen ist.

Neuere Beobachtungen zeigen, dass die fragile Natur Tadschikistans sehr empfindlich auf KlimaveränderungenÖffnet externen Link in neuem Fenster oder Folgen des KlimawandelsÖffnet externen Link in neuem Fenster reagiert. Da das Land in einer Zone hoher seismischer AktivitätÖffnet externen Link in neuem Fenster liegt, ist es einem hohen Risiko von NaturkastrophenÖffnet externen Link in neuem Fenster (Erdrutsche, Schnee- und Schlammlawinen) ausgesetzt, das durch ökologische Veränderungen noch erhöhtÖffnet externen Link in neuem Fenster wird.

Duschanbe – Vorstadtstraßen aus den 1970-1980er Jahren

Straße in Duschanbe
traditionell (Foto: © R.Eisener)
Straße in Duschanbe
modern (Foto: © R.Eisener)

Sozialraum

Mit rund 52 EW/km² weist Tadschikistan gemessen am Weltmaßstab eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte auf. Diese verteilt sich jedoch sehr ungleich: 100-150 EW/km² im Tiefland, 1-5 EW/km² in den Gebirgsregionen. Fast ¾ der Bevölkerung leben im ländlichen Raum, wobei Tadschikistan zur Zeit weniger als die Hälfte seines Nahrungsmittelbedarfs aus eigenem Anbau decken kann. An größeren Städten von über 100.000 EW verzeichnet das Land nur zwei: 1) die Hauptstadt DuschanbeÖffnet externen Link in neuem Fenster mit laut Statistik rund 650.000 EW (halboffiziellen Angaben zufolge um einiges mehr), die seit Ende der 1920er Jahre aus einem kleinen Marktflecken heraus entwickelt wurde, und 2) die Metropole des Nordens ChudschandÖffnet externen Link in neuem Fenster mit an die 150.000 EW – eine Gründung Alexanders des Großen und zu sowjetischen Zeiten Zentrum einer bedeutenden Industrieregion.

Die zerklüftete Topographie Tadschikistans setzt seiner verkehrstechnischen Erschließbarkeit enge Grenzen bzw. gestaltet diese sehr aufwendig. Das vorhandene Netzwerk an Straßen (rund 14.000 km, wovon 29% asphaltiert sind), Eisenbahnen (680 km Hauptlinien, zwischen denen wesentliche Verbindungen über das Nachbarland Uzbekistan laufen) und an Flughäfen (ingesamt 34, davon 4 mit festen Landebahnen, vom Rest sind nur 13 betriebsbereit) wurde zu Zeiten der Sowjetunion angelegt und ist seit den 1990er Jahren zunehmend in Verfall geraten. Die Transport- und Logistikkosten (90% des Passagier- und 68% des Güterverkehrs laufen über die Straße) zählen zu den höchsten der Welt. Wiederherstellung und AusbauÖffnet externen Link in neuem Fenster der Verkehrsinfrastruktur werden lange Zeit in Anspruch nehmen, sind jedoch seit einigen Jahren spürbar angegangen worden, z.B. im Rahmen eines regionsweit geplanten TransportkorridorsystemsÖffnet externen Link in neuem Fenster zwischen Asien und Europa.

Staatliche und nationale Symbole

Abb. animierte Flagge
Nationalflagge
3dflagsÖffnet externen Link in neuem Fenster)

Die Staatsflagge Tadschikistans (rechteckiges Tuch im Verhältnis 1:2) besteht aus drei Längsstreifen, oben Rot und unten Grün in jeweils gleicher Breite, dazwischen anderthalbmal so breit ein weißer Streifen. In der Mitte des weißen Streifens befindet sich eine stilisierte goldene Krone mit 7 halbkreisförmig darüber angeordneten fünfzackigen Sternen. Die Farbe Grün steht für das Flachland und die Täler Tadschikistans, Weiß für Baumwolle, die als Hauptreichtum der Republik betrachtet wird, und für den Schnee und die Gletscher der Hochgebirge. Rot symbolisiert Völkerfreundschaft und die Einigkeit Tadschikistans.

Staatswappen
aktuelles Wappen (Quelle: Wikimedia Commons)

Das Staatswappen (seit 28.12.1993) besteht aus einer Krone mit 7 Sternen darüber (s. auch Flagge) vor den Strahlen einer hinter Bergen mit schneebedeckten Gipfeln aufgehenden Sonne, die von einem Kranz aus Weizenähren und einem Baumwollzweig mit geöffneten Fruchtkapseln umrahmt sind. Der Kranz ist von einem Band in den Landesfarben umwunden und im unteren Teil von einem Buch überdeckt, das auf einem Lesegestell ruht.

Wappen Tadschikische SSR 1937
bis 1991 (Quelle: Wikimedia Commons)
Wappen 1992
bis 1993

Zum Vergleich sind obenstehend das alte Staatswappen (1937-1991) aus sowjetischer Zeit und rechts daneben das 1992-1993 gültige Wappen zu sehen.

Hymne abspielen

Im TextÖffnet externen Link in neuem Fenster der Nationalhymne (am 7.9.1994 angenommen; ihre Melodie ist per Mausklick auf die Klaviertasten links zu hören) werden Wohl und Glück des freien Tadschikistan sowie innige Verbundenheit mit dem Vaterland besungenÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Ismoili Somoni-Denkmal

Einen augenscheinlichen Bestandteil des offiziellen nationalen Selbstverständnisses bildet die Verknüpfung tadschikischer Staatlichkeit mit der historischen Herrschaft der iranischen Dynastie der SamanidenÖffnet externen Link in neuem Fenster in Transoxanien (9.-10. Jh.). In dies Selbstverständnis sind die heute in Nordostiran und in Afghanistan lebenden Tadschiken miteingeschlossen (ohne dabei expansionistische Absichten zu hegen). Das nebenstehend abgebildete Denkmal (Quelle: www.tajnet.com) des ersten unabhängigen Samanidenherrschers Ismo'il ibn AhmadÖffnet externen Link in neuem Fenster (reg. 892-907) wurde anläßlich der 1999 abgehaltenen 1100-Jahrfeier der Samanidenherrschaft errichtet. Es steht an zentraler Stelle in der Hauptstadt Duschanbe, gegenüber dem Parlamentsgebäude.

Auf den untenstehenden Abbildungen ist zu sehen, was zuvor an gleicher Stelle auf dem selben Platz stand:

Lenin-Denkmal
1990: Lenin, mit der linken(!) Hand auf das Parlament weisend
leerer Sockel
1992: leerer Sockel der gestürzten Leninstatue
Firdausi-Denkmal
1995: Firdausi (10.Jh.), der Dichter des iranischen Nationalepos (Fotos: © R.Eisener

Über den Autor

Reinhard Eisener
Dr.phil., geb. 1956, Studium der Islamkunde, Iranistik und Geschichte. Seit den 1970er Jahren kontinuierlich Reisen und Forschungsaufenthalte im Nahen und Mittleren Osten, Russland und Zentralasien; zahlreiche Fachpublikationen.

Über Kommentare und Anregungen freue ich mich stets.

auf dem Bazar in Duschanbe

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.

Literaturhinweise

Literatur zu Geographie und UmweltÖffnet externen Link in neuem Fenster Tadschikistans

R.Middleton/H.Thomas: Tajikistan and the High Pamirs: A compagnion and Guide. 2.Aufl., 2011

Trainingsangebote AIZ

Die AIZ mit Sitz in Bad Honnef bietet mehr als 50 monatlich stattfindende Trainingskurse zu folgenden Themen an: 

 

Gerne konzipieren wir für Sie maßgeschneiderte Trainingskurse, die sich an Ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen orientieren. Wir freuen uns über Ihre Anfragen!

Kontakt

Thorsten Hölzer
+49 2224 926144

Zum Kontaktformular

Ein Angebot der AIZ

Akademie für Internationale Zusammenarbeit