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Gehöft in Nord-Togo © Otto Frick

Landesübersicht und Naturraum

Offizieller Name:Republik Togo
Fläche:56 785 km²
Einwohner:6,5 Mio.
Regierungssitz:Lomé
Klima (für Hauptstadt):tropisch feuchtheiß

Togo

Landesflagge Togo

Übersichtskarten

Topographische Karte Togos
Topographie Togos, © Wikimedia Commons
Politische Togo-Karte
Politische Togo-Karte © GNU Free Documentation license

Eine interaktive Karte von Togo finden Sie bei Google MapsÖffnet externen Link in neuem Fenster. Unter der Option 'Satellit'  ist der Großraum Lomé sehr präzise dargestellt, so dass man sogar einzelne Häuser identifizieren kann, während die anderen Regionen in einer niedrigeren Auflösung zu sehen sind. Auf der interaktiven KarteÖffnet externen Link in neuem Fenster von Bing Maps können Sie sich die gewünschte Region heranzoomen. Die FAOÖffnet externen Link in neuem Fenster bietet interaktive Karten Togos zu verschiedenen Themen. Togo als Teil der westafrikanischen Staaten­gemeinschaft CEDEAO wird im Online-Atlas zur regionalen IntegrationÖffnet externen Link in neuem Fenster in verschiedenen themenspezifischen Artikeln und Karten dargestellt.

Lage und Größe

Die Republik Togo liegt an der Guineaküste Westafrikas (56 km Küste) zwischen Ghana (877 km gemeinsame Grenze) im Westen und Bénin (644 km) im Osten und Burkina Faso (126 km) im Norden. Die Fläche beträgt 56.785 km² (Weltrang 123) und Togo steht somit an 40. Stelle der 53 unabhängigen Staaten Afrikas. Das entspricht einer Größe von Baden-Württemberg und Hessen zusammen. Damit ist Togo genau halb so groß wie der Nachbarstaat Bénin. Togo hat ca. 6 500 000 Einwohner (2007), das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 114 pro km².

Landesimpressionen

Blick auf die Togo-Gebirgskette © Notse RdView.jpg, Lizenz CC-BY-SA-2.0 BE
Blick auf die Togo-Gebirgskette © Notse RdView.jpg, Lizenz CC-BY-SA-2.0 BE
Dorf bei Bassar © Otto Frick
Dorf bei Bassar © Otto Frick
Der Fluss Kara in der gleichnamigen Stadt Kara © Otto Frick
Der Fluss Kara in der gleichnamigen Stadt Kara © Otto Frick
Landschaft bei Defalé, Nordtogo © Otto Frick
Landschaft bei Defalé, Nordtogo © Otto Frick

Das Goethe-InstitutÖffnet externen Link in neuem Fenster Lomé hat eine schöne Fotoserie zu Togo ins Netz gestellt, die aus einem Fotografie-Workshop hervorging. Nach Völkern geordnet ist die eindrucksvolle Bilderserie von J. F. Ortega ViotaÖffnet externen Link in neuem Fenster: Moba, Batammariba, Kabyé, Ewé und Tchamba. Die Bildagentur Photographers directÖffnet externen Link in neuem Fenster Öffnet externen Link in neuem Fensterbietet über 300 Fotos an. Motive mit Landschaften und KinderporträtsÖffnet externen Link in neuem Fenster zeigt die Trekearth Gallery (siehe auch Kapitel 5).

Grunddaten und Kurzdarstellungen

Länderporträts und tabellarische Darstellungen Togos finden Sie beim Auswärtigen AmtÖffnet externen Link in neuem Fenster, im CIA WorldfactbookÖffnet externen Link in neuem Fenster, bei BBC News CountryprofileÖffnet externen Link in neuem Fenster, dem U.S. Department of StateÖffnet externen Link in neuem Fenster, dem französischen AußenministeriumÖffnet externen Link in neuem Fenster und im Spiegel Online LänderlexikonÖffnet externen Link in neuem Fenster. Ein Kurzporträt Togos in Form einer virtuellen Reise präsentiert die britische OxfamÖffnet externen Link in neuem Fenster.

Vegetationszonen

Mango Allee in Zébé, Aného, dem ersten Regierungssitz der deutschen Kolonie Togo © Otto Frick
Mango Allee in Zébé, Aného, dem ersten Regierungssitz der deutschen Kolonie Togo © Otto Frick
Vegetation bei Kpalimé © Otto Frick
Vegetation bei Kpalimé © Otto Frick
Stausee in Kemeni und die Berge von Alédjo Kadara © Otto Frick
Stausee in Kemeni und die Berge von Alédjo Kadara © Otto Frick
Kapokallee in Tandjoaré, Savannenregion © Otto Frick
Kapokallee in Tandjoaré, Savannenregion © Otto Frick

Togo ist das künstliche Segment eines landschaftlichen Großraumes. Die sandige Küste verfügt über keine Naturhäfen; die starke Brandung verursacht ErosionsproblemeÖffnet externen Link in neuem Fenster und es bildeten sich Nehrungen und Lagunen (Lac Togo und die Lagune in Lomé). Nach dem nur wenige Kilometer breiten Lagunengürtel folgt ein flach welliges Hügelland (Terre de barre) und ein bis zu 500 m ansteigendes Sandsteinplateau, das in der Zentralregion diagonal von Südwest nach Nordost von der Togo-Atakora-Gebirgskette durchzogen wird. Die höchste Erhebung Togos ist der Mont AgouÖffnet externen Link in neuem Fenster mit 986 m. Im Norden fällt das Gebirge zur Oti-Ebene und im Südosten zur Mono-Ebene ab. In ganz Togo ist das Landschaftsbild der SavanneÖffnet externen Link in neuem Fenster(Feuchtsavanne) vorherrschend. Ein für diese Region charakteristischer Baum ist der BaobabÖffnet externen Link in neuem Fenster (Affenbrotbaum). Lediglich im Bergland längs der Ghana-Grenze (etwa im Dreieck Kpalimé - Badou - Atakpamé und im sich nördlich anschließenden Adélé) sind noch Reste von Wäldern vorhanden und die Vegetation unterscheidet sich von den anderen Regionen Togos. Eine Liste der geschützten Wälder und ParksÖffnet externen Link in neuem Fenster gibt es auf der italienischen Park-Website. Eine geographische Kurzbeschreibung Togos sowie weitere Informationen zur Landesnatur, Land- und Forstwirtschaft bietet die FAOÖffnet externen Link in neuem Fenster. Die französische Forschungsorganisation IRD - Institut de recherche pour le Développement (Ex-ORSTOM) bietet eine große Sammlung von DetailkartenÖffnet externen Link in neuem Fenster zu bodenkundlichen Themen aller Regionen Togos zur Ansicht und als PDF-Downloads.

Panoramablick bei Nano, Savannenregion © Otto Frick
Panoramablick bei Nano, Savannenregion © Otto Frick
Regenzeit in der Zentralregion © Otto Frick
Regenzeit in der Zentralregion © Otto Frick

Klima

Bedingt durch die Äquatornähe hat Togo ein feuchtheißes tropisches Klima. Im südlichen Landesteil gibt es zwei Regenzeiten (April bis Juni und Oktober bis November) und im Norden eine (April bis September). Während der Trockenzeit führen die Harmattan-Winde aus der Sahara viele feine Staubpartikel mit sich und sorgen für eine größere nächtliche Abkühlung. Wetterinformationen bietet WetteronlineÖffnet externen Link in neuem Fenster und KlimadiagrammeÖffnet externen Link in neuem Fenster von Lomé, Atakpamé und Mango finden Sie hier (bitte den gewünschten Ort anklicken). Das westafrikanische MonsunsystemÖffnet externen Link in neuem Fenster wird in dem Aufsatz von promet mit vielen Grafiken, Karten und Bildern ausführlich dargestellt.

 

Ökologische Probleme

Erosionsschutz an der Küste in Aného © Otto Frick
Erosionsschutz an der Küste in Aného © Otto Frick
Kahle Berghänge in Yikpa, Région des Plateaux © Otto Frick
Kahle Berghänge in Yikpa, Région des Plateaux © Otto Frick
Buschfeuer © Otto Frick
Buschfeuer © Otto Frick
Atakpamé im Harmattan © Otto Frick
Atakpamé im Harmattan © Otto Frick

Zu den ökologischen Problemen zählen Küstenerosion, GewässerverschmutzungÖffnet externen Link in neuem Fenster, Bodenerosion, Umweltbelastungen im Großraum Lomé, Müllentsorgung, Brandrodung und aus der Kontrolle geratene Buschfeuer, Wetterextreme, Überschwemmungen als Folge des KlimawandelsÖffnet externen Link in neuem Fenster. 2008 und 2009 traten infolge von heftigen RegenfällenÖffnet externen Link in neuem Fenster mehrere Flüsse über die Ufer und zerstörten einige BrückenÖffnet externen Link in neuem Fenster, auch waren mehrere Stadtteile von LoméÖffnet externen Link in neuem Fensterüberschwemmt. WiderstandÖffnet externen Link in neuem Fenster regt sich gegen eine geplante industrielle Ausbeutung von Bauxitvorkommen am Mont AgouÖffnet externen Link in neuem Fenster
Eine kleine Foto-Reportage über die AbfallbeseitigungÖffnet externen Link in neuem Fenster in Lomé hat die kanadische Diastode ins Netz gestellt. Die Regierung will mit finanzieller Hilfe Frankreichs die städtische Abwasserreinigung und AbfallbeseitungÖffnet externen Link in neuem Fenster angehen. Ein paar Aufsätze (Aktuellste Veröffentlichungen) zur Umweltverschmutzung gibt es im englischen Portal Ocean DocsÖffnet externen Link in neuem Fenster-E-Repository of Ocean Publications. Die Alliance Nationale des Consommateurs et de l'Environnement du Togo (ANCE-Togo)Öffnet externen Link in neuem Fenster ist ein Netz von diversen NRO und Privatpersonen, die sich u. a. um Artenvielfalt in der Landwirtschaft und um Verbraucherschutz kümmern. Microsoft unterstützt die Aufforstung in einem Dorf der Zentralregion mit der Kampagne “Jeder Baum zählt”Öffnet externen Link in neuem Fenster.

Sozialgeografische Gegebenheiten

Blick auf Sokodé-Komah © Otto Frick
Blick auf Sokodé-Komah © Otto Frick

Städte und Bevölkerung

Die Hauptstadt ist LoméÖffnet externen Link in neuem Fenster mit ca. 850 000 Einwohnern; mit den Vororten im Norden und im Südosten sind es etwa 1,5 Millionen. Andere größere Städte sind SokodéÖffnet externen Link in neuem Fenster (125 000), Kara (110 000), KpaliméÖffnet externen Link in neuem Fenster (101 000), Atakpamé (85 000), BassarÖffnet externen Link in neuem Fenster (65 000), Tsévié (58 000), Dapaong (50 000), Mango (40 000) und AnéhoÖffnet externen Link in neuem Fenster (25 000).

Togo ist ein "junges" Land: 47% der Bevölkerung sind unter 15 Jahren und lediglich 3% sind älter als 65 Jahre. Der Anteil der städtischen Bevölkerung liegt bei 42%, wobei es eine besonders hohe Konzentration im Großraum Lomé gibt, in dem über 20% der Gesamtbevölkerung leben. Zugleich ist dieser Ballungsraum der bedeutendste Standort des sogenannten modernen Sektors. Die letzte Volkszählung fand 1981 in Togo statt. Die Bevölkerungszahlen basieren auf Hochrechnungen verschiedener internationaler Organisationen und so findet man voneinander abweichende Zahlen. Einen guten Überblick über die wichtigsten Ortschaften TogosÖffnet externen Link in neuem Fenster und ihre Einwohnerzahlen gibt die World Gazetteer; CitypopulationÖffnet externen Link in neuem Fenster erfasst die Städte und Regionen mit interaktiven Tabellen und Karten. 

Die Einwohner von Togo werden nicht Togolesen, sondern Togoer und Togoerin/nenÖffnet externen Link in neuem Fenster genannt. Das entsprechende Adjektiv ist togoisch.

Verwaltungseinteilung

Togo ist (nach französischem Vorbild) zentralistisch strukturiert und in fünf Regionen und 30 Präfekturen und einer Commune (Lomé) gegliedert: Es sind die Küstenregion – Région Maritime, die Region der Hochebenen - Région des Plateaux, die Zentralregion – Région Centrale, die Region der Kara - Région de la Kara und die Savannenregion – Région des Savannes. Die französische Wikipedia bietet eine Aufzählung der Regionen und PräfekturenÖffnet externen Link in neuem Fenster mit Einwohnerzahlen.

Landesname und nationale Symbole

Denkmal von Paul Ahyi in Togoville, das an den Vertragsabschluss von 1884 erinnert © Otto Frick
Denkmal von Paul Ahyi in Togoville, das an den Vertragsabschluss von 1884 erinnert © Otto Frick
Die Flagge Togos
Die Flagge Togos
Das Wappen Togos
Das Wappen Togos

Togo bedeutet in der Ewé-Sprache: da drüben auf dem Hügel (jenseits der Lagune) oder am anderen Hochufer. So wurden die fünf Dörfer bezeichnet, die heute die Ortschaft Togoville bilden, als die Deutschen 1884 mit Vertretern dieser fünf Dörfer Schutzverträge abschlossen. Die englische Bezeichnung "Togoland" (als sachlich richtige Bezeichnung im Gegensatz zu den "Togo-Dörfern") war nie die offizielle deutsche Bezeichnung.

Die FlaggeÖffnet externen Link in neuem Fenster Togos wurde 1960 zur Unabhängigkeit von dem Künstler Paul Ahyi entworfen. Sie besteht aus fünf horizontalen Streifen, drei grünen und zwei gelben und einem weißen Stern im roten Quadrat. Die Farbe Grün steht für die Landwirtschaft und Gelb für die Bodenschätze. Der weiße Stern für die Hoffnung und rot für den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit und das hierbei vergossene Blut. Die Farbgebung entspricht den panafrikanischen Farben. Diese sich für die Einheit Afrikas und aller Menschen afrikanischen Ursprungs einsetzende Bewegung hatte die Farben der äthiopischen Fahne als Vorbild, da Äthiopien als einziges Land (neben dem "Sonderfall" Liberia) Afrikas keine europäische Kolonie war.

Das WappenÖffnet externen Link in neuem Fenster der Republik Togo gab es in mehreren Varianten. Laut Verfassung der IV. Republik vom 27. September 1992 ist es so dargestellt: Silbernes Wappenschild in ovaler Form mit grünem Rand, zuoberst die nationalen Insignien, zwei schräg­ gestellte Fahnen, im Zentrum die Initialen RT der Republik Togo auf goldenem ausgeschnittenem zackenförmigem Hintergrund und zwei Löwen mit leicht geöffneten Schnauzen. Auf der Banderole stehen die Worte: Arbeit, Freiheit, Vaterland. Die zwei jungen Löwen stehen für den Mut des togoischen Volkes. Sie halten Pfeil und Bogen, die traditionellen Waffen, um zu zeigen, dass die wahre Freiheit des togoischen Volkes in seiner Hand liegt und dass seine Stärke vor allem in seinen eigenen Traditionen ruht. Die aufrecht schräg stehenden Löwen drücken die ständige Wachsamkeit des togoischen Volkes in der Wahrung seiner Unabhängigkeit aus.

Die NationalhymneÖffnet externen Link in neuem Fenster Salut à toi, terre de nos aïeux - Sei gegrüßt, Land unserer Ahnen (zur Hörversion bitte das Notensymbol rechts oben anklicken) wurde aus 40 Vorschlägen am 23. April 1960 angenommen. Der erste Satz, der den Hymnus bestimmt, ist von Sikeli, einem Tam-Tam-Lied abgeleitet. Die Melodie enthält Elemente afrikanischen und europäischen Charakters. Der Togoer Alex Casimir DossehÖffnet externen Link in neuem Fenster (1923–2007), der an der der Pariser Musikhochschule Cesar Franck studierte, schrieb Melodie und Text.

 

Autor

Otto Frick arbeitete neun Jahre in Togo und leitete ein Atelier für visuelle Kommunikation und war in mehreren Projekten der EZ tätig. Er erstellte Publikationen zu landeskundlichen Themen Togos und zur Kunst und Kultur Afrikas.

Tätigkeiten in der Erwachsenen-bildung, in der Medien- und Organisationsberatung, in interkulturellen Projekten und als Kurator.

Über Ihr Feedback freue ich mich.

 

Letzte Aktualisierung

Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im Juli 2010 aktualisiert.

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