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Das ostafrikanische Binnenland Uganda ist mit seinem Staatsgebiet von 241038 km² ungefähr so groß wie die alten Länder der Bundesrepublik. Ungefähr 1/5 der Fläche besteht aus Wasser. Die Landschaft wird von einem Hochbecken, mit einer durchschnittlichen Höhenlage von 1000 bis 1300 m, geprägt. Dies liegt zwischen dem Ost- und Zentralafrikanischen Graben.Im Westen grenzt Uganda an die Demokratische Republik Kongo
, im Norden an den neuen Staat Südsudan, im Westen an Kenia
und im Süden sowohl an Tansania
als auch an Ruanda
.

Weitere Karten:

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finden Sie eine wahre Fundgrube von Karten mit humanitären Informationen und Analysen
und eine Auswahl weiterer interessanter Karten zu Uganda finden Sie bei FAO

Winston Churchill nannte Uganda einst "The Pearl of Africa". In zehn Nationalparks finden Sie eine Vielzahl an Wildlife.
Beim Reisen durch das Land werden Sie die abwechslungsreiche Landschaft
, Berge bis über 5000 m, Seen, Wasserfälle, Ebenen und nicht zuletzt die freundlichen Menschen
kennen- und lieben lernen.
Weitere Impressionen:
der Association for Wildlife Conservation e. V.
mit aktuellen Bildern und Informationen über Kampala Ugandas über 34,5 Millionen Einwohner
haben eine Lebenserwartung von ca. 51 Jahren und leben vorwiegend in den ländlichen Regionen. Die Verstädterung beträgt in Uganda lediglich 13 %. Gut 85 % der Bevölkerung sind Christen
, etwas mehr Katholiken als Anglikaner, ca. 12 % gehören dem Islam an.
In Uganda werden im Alltag die indigenen Sprachen
gesprochen, die nationale Sprache ist Englisch und seit 2005 zusätzlich Kiswahili, das allerdings noch nicht stark vertreten ist.
Im Human Development Report
2011 des UNDP rangiert Uganda auf Rang 161 von 187 untersuchten Ländern.
Das Binnenland Uganda
ist derzeit in 111 Distrikte
unterteilt. Seit einer Verfassungsänderung im Jahr 2005 hat die Hauptstadt Kampala einen sog. Special Status
als nationale Hauptstadt und gilt nicht mehr als Distrikt.
Präsident Museveni ist seit 1986 an der Macht. Nach einer Verfassungsänderung 2005 hat Uganda ein Multiparteiensystem.
Der britische Premierminister Winston Churchill nannte Uganda einst die Perle Afrikas.
Trotz jahrzehntelangem Bürgerkrieg und der Schreckensherrschaft Idi Amins sind die Reize Ugandas bis heute erhalten geblieben.
Das Land liegt am Äquator, durch die Höhenlage des zentralen Hochbeckens ist das Klima
dennoch angenehm mit einer Durchschnittstemperatur von 23 Grad. Regional gibt es starke Unterschiede, während in Kampala
das Thermometer häufig über 30° C klettert, ist dies in Kabale
, im äußersten Südwesten, selten. Dort kann das es Nachts bis auf 3° C abkühlen.
Uganda beherbergt insgesamt zehn Nationalparks
und mehrere Naturreservate. Seit 1994 gehören der Bwindi Impenetrable
National Park (dort leben ca. die Hälfte der noch verbliebenen Weltpopulation der Berggorillas) und der Rwenzori-Mountains-Nationalpark
mit seiner einzigartigen Landschaft, zum UNESCO-Weltnaturerbe
.
Seit Alters her wurden die Ruwenzoriberge
wegen der im Nebel verhangenen Bergspitzen auch "Mondberge" genannt. Schon im Altertum wurde darüber spekuliert, ob hier der Nil seinen Ursprung hat. Mit der Magaritaspitze (5149 m hoch), die von einer ewigen Schneedecke bedeckt ist, liegt der dritthöchste Berg Afrikas in Uganda. Doch nach neuesten Forschungen werden die Gletscher
in 20 Jahren verschwunden sein. In den Höhenlagen zwischen 3000 und 4000 Metern kommt im Ruwenzori-Gebirge eine einzigartige Flora vor, die sich durch sogen. Gigantismus (Riesenwachstum der Pflanzen) auszeichnet und dadurch das Gebirge zum Ziel vieler Expeditionen macht.
Uganda ist das wasserreichste Land Ostafrikas, ca. 1/5 der Landesfläche besteht aus Wasser
. Der Nil hat einen seiner Ursprünge in Uganda, eine Quelle befindet sich am Ausgang des Viktoriasees bei Jinja. Der sog. Viktorianil fließt über die Owenfälle, durch den Kyogasee
und über die Murchisonfälle in den Albertsee. Die Nutzung des Nils
wurde vor 75 Jahren in Verträgen geregelt. Diese sollen nun erneuert werden. Experten warnen davor, dass ohne klare Regelung Afrika in Zukunft ein Krieg um die Wassernutzung drohe.
Bisher galt Uganda als arm an Bodenschätzen, außer geringen Kupfervorkommen in Ugandas Westen waren kaum wertvolle Mineralien zu finden. Dies änderte sich durch die Ölfunde in der Region des Albertsees
nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo wesentlich.

Umweltproblem Lake Victoria
Uganda beherbergt den größten tropischen Binnensee, der gleichzeitig zweitgrößter Frischwasser-See der Welt ist, den Lake Victoria. Der englische Abenteurer und Afrikaforscher Speke hat ihn im vorletzten Jahrhundert als erster Europäer entdeckt und zu Ehren seiner Königin "Lake Victoria" getauft. Doch inzwischen ist der See ein ökologisches Problemkind. Die internationale Stiftung für Umwelt und Natur Global Nature
will auf den dramatischen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation und die wachsende Verarmung der am See lebenden Bevölkerung aufmerksam machen. Die Organisation ernannte den Viktoriasee gar als Bedrohten See des Jahres 2005
.
In den Staaten des Horns von Afrika
hat sich die Versorgungslage nach andauernder Dürre derart verschärft, dass Experten seit Mitte Juli 2011 von einer Dürrekatastrophe sprechen, deren Ende derzeit nicht absehbar ist. Betroffen sind die Länder Kenia, Somalia, Äthiopien, sowie Dschibuti und Uganda
. Die Vereinten Nationen haben Mitte Juli die Situation in Teilen Somalias zur Hungerkatastrophe erklärt. Es handelt sich um die schlimmste Dürrekatastrophe seit 60 Jahren, fast 12 Millionen Menschen, Tendenz steigend, sind betroffen. Immense Flüchtlingsströme
bewegen sich aus Somalia in die benachbarten Länder Äthiopien und Kenia. Bei dem Flüchtlingslager in Dadaab
, Kenia handelt es sich um das derzeitig größte Flüchtlingslager der Welt. In Uganda ist vor allem der Osten und Norden
betroffen, dabei vor allem die ohnehin schon von Unruhen gebeutelte Karamoja Region.
Das Ziel der ugandischen Regierung ist eine universelle Stromversorgung
der ländlichen Bevölkerung bis zum Jahr 2035. Doch in den letzten Jahren wurde nicht einmal das bescheidene Ziel von 10 % erreicht. Zu wenig Intresse haben die Ugander an der hohen Investition von Verkabelung und Folgekosten. Den Großteil seines Energiebedarfs
deckt Uganda aus Biomasse, wie Brennholz und Holzkohle. Folge sind kontinuierlich abnehmende Baumbestände. Seinen Strom bezieht Uganda derzeit aus einem einzigen Wasserkraftwerk am Owen-Fall. Ein zweiter Staudamm, ebenfalls am Nil, an den Bujagali-Fällen, wurde Anfang 2012 in Betrieb genommen
. Der Bau führte zu heftigen und kontroversen Diskussionen zwischen Befürwortern
und Gegnern
. In den letzten Jahren ist der Wasserspiegel des Viktoriasees deutlich gesunken. Kritiker vermuten, dass Uganda heimlich zu viel Wasser aus dem Viktoriasee in den Weißen Nil leitet, um so den Energiebedarf
des Landes zu decken. Dazu kommen Klimaveränderungen, unter anderem auch provoziert durch massive Abholzung an den Uferflächen. Die Ugander spüren die Konsequenzen deutlich: Der Strom ist knapp und wird rationiert. Internetcafés, Kleinbetriebe und Industrieanlagen können nicht bzw. nur noch eingeschränkt arbeiten. Als Notlösung rattern immer mehr Dieselgeneratoren, dies lässt wiederum die Kraftstoffpreise steigen. Der hohe Strompreis führt auch dazu, dass Strom illegal abgezweigt
wird. Im Moment beklagt Ugandas Strombehörde UMEME
einen Verlust von 40 % der Strommenge, das meiste durch Diebstahl, ein kleinerer Anteil durch das kaputte Stormnetz.
Bis Mitte des letzten Jahrhunderts hatte Uganda noch gute Waldreserven. Während der Diktatur Idi Amins wurde fast die Hälfte des Waldes gefällt. Seither geht der Waldbestand stetig zurück, im Moment bei einer Abholzungsrate von jährlich ca. 2 % und einer noch verbliebenen Waldfläche von ca. 7 %. Geht die Abholzung
so weiter, gibt es in 50 Jahren in Uganda keinen Wald mehr. Investoren sind in Uganda sehr willkommen. Doch vielmals benötigen sie große Landflächen zum Anlegen von Plantagen. Nicht selten bedeutet dies den Kahlschlag der noch wenigen Regenwaldgebiete, wie des Mabira Waldes
in Ostuganda oder des Regenwaldes auf den Inseln des Viktoriasees. Angebaut werden sollen Zuckerrohr
bzw. Ölpalmen
. Doch es regt sich auch Protest im Land
; bei einer Demonstration im Jahr 2007 mit über 1000 Teilnehmern gegen den Kahlschlag des Waldes kamen drei Menschen ums Leben. Damals wurde die Abholzung von Teilen des Mabira Waldes untersagt, jedoch versuchte der Präsident 2011 erneut einen Großteil des Waldes an die indische Sugar Corporation of Uganda Limited (SCOUL) zu geben. Erneute Proteste verhinderten dies, zumindest bis jetzt!
Wie fatal Abholzung sein kann, zeigten die Erdrutsche
im Mount Elgon Gebirge mit hunderten Toten im März 2010. Das Jahr 2011 zeugte zwar von extremer Trockenheit, doch die einsetzenden Regen im August führten am Mount Elgon erneut zu Schlammlawinen
, wieder mit Toten. Die Gefahr ist nicht gebannt, laut ugandischer Nationalparkbehörde weisen die Berge oberhalb des stark besiedelten Gebietes bis zu 1,5 m tiefe Risse auf, die bei starkem Regen weitere Erdrutsche
verursachen könnten. Von der Gefahr sind ca. 8.000 Menschen betroffen.
Früher hielt der Bergregenwald die Erdkrume fest. Durch den Bevölkerungsdruck, gerade im Osten Ugandas, pflanzen die Bauern heute ihre Feldfrüchte immer höher am Berg. Nun sollen im und rund um den Mount Elgon Nationalpark 1.000.000 Bäume
gepflanzt werden, finanziert wird das Projekt von UNDP, der britischen und der walisischen Regierung.
Doch eines der wenigen noch intakten Urwaldgebiete Ugandas, der Budongo Forest, soll durch ein Gemeinschaftsprojekt von GEO schützt den Regenwald
e.V., der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und der ugandischen Entwicklungsorganisation BUCODO vor weiterer Zerstörung bewahrt werden. Als ein positives Beispiel für den Erhalt der Natur, stellte Uganda von 2006 bis 2009 zwölf Feuchtgebiete und das Ruwenzorigebirge unter den Schutz der Ramsar-Konvention
.
Circa 85 % der Bevölkerung Ugandas leben in ländlichen Regionen, die Meisten sind in der Landwirtschaft involviert. Die mit Abstand größte Stadt Ugandas ist Kampala
mit einer Einwohnerzahl von 1.507.042 (Stand 2008). Damit konzentrieren sich sechs Prozent der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. Lange Zeit galt Jinja
als zweitgrößte Stadt Ugandas (99.500 EW). Bedingt durch Unruhen und Flüchtlingsströme im Norden führt nun aber Gulu
(190.000 EW), gefolgt von Lira
(160.000 EW) die Liste der bevölkerungsreichsten Städte
Ugandas an.
Was die Verkehrsinfrastruktur
betrifft, so bilden Straßen den Hauptverkehrsträger Ugandas. Circa. 90 % des Transportaufkommens werden darüber bewältigt.
Die existierenden Hauptverbindungswege
sind inzwischen in relativ gutem Zustand, allerdings mangelt es oftmals an Reparaturen
. Gerade im ländlichen Raum fehlen gut befahrbare Verkehrswege. Die ugandische Regierung plant derzeit mit internationaler Hilfe ein langfristiges Ausbauprogramm
.
Die Eisenbahn
, einst in der Kolonialzeit erbaut
, verband die kenianische Küstenstadt Mombasa, aber auch Nairobi, Eldoret und Kisumu mit Ost- und West- bzw. Nordwestuganda. Derzeit ist nur die Strecke von Kampala bis zur kenianischen Grenze für Güter begrenzt in Betrieb.
Allerdings sind die Verträge zum gemeinsamen Ausbau des ugandischen und kenianischen Streckennetzes
bereits unterschrieben, auch vom Anschluss an den Südsudan ist die Rede.
Uganda verfügt über einen internationalen Flughafen
in Entebbe, unweit der Hauptstadt Kampala gelegen. Weitere 30 Flugplätze und Landepisten
stehen für Luftverkehr zur Verfügung. In Soroti, Ostuganda, befindet sich die Flugschule
für Ostafrika.

Bei der Unabhängigkeit Ugandas am 9. Oktober 1962 wurde die Nationalflagge
in den Farben schwarz, gelb und rot eingeführt. Die schwarze Farbe repräsentiert die Menschen, gelb die Sonne und Savanne und rot die Brüderlichkeit. In der Mitte steht ein Kronenkranich, ein friedlicher Vogel mit einem Fuß nach vorn, er steht für ein friedliches Land, das sich weiter entwickelt. Die Farben der ugandischen Flagge sind im Kronenkranich vertreten.

Die nationale Identiät wird im Wappenschild repräsentiert: Schild und Speere für die Wehrbereitschaft; Sonne und Wasser für den Ursprung allen Lebens (den Nil -- Uganda beherbergt mit dem Viktoriasee eine der vielen Nilquellen für den längsten Fluss der Welt); den Kranich als nationalen Vogel, ebenso wie den Springbock für den Wildreichtum; eine Trommel für die Traditionsverbundenheit; die Vegetation für das landwirtschaftliche Potenzial.
Der Wappenspruch
For God And My Country
ist sicherlich stark von den Missionaren und den englischen Kolonialherren beeinflusst worden.
"Oh Uganda, Land of Beauty!"
Die ugandische Nationalhymne
wurde zur Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1962 von George Wilberforce Kakomoa geschrieben und komponiert.
Diese Länderseite wurde zum letzten Mal im März 2012 aktualisiert.

Gertrud Schweizer-Ehrler, Sozialmanagerin mit pflegerischer Grundausbildung arbeitete über einen Zeitraum von insgesamt neun Jahren in einer Nicht-Regierungs-Organisation (SALEM International
) in Uganda.
Erste Vorsitzende des Vereins „Tukolere Wamu
, gemeinsam für Eine Welt e.V.“
Freiberufliche Tätigkeit im Bereich der Beratung, Schulung, und Öffentlichkeitsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen
Organisatorin und Reiseleiterin für Projekt- und Begegnungsreisen
nach Uganda und Herausgeberin des Uganda-Ostafrika-Blogs
.
Anregungen und Kommentare sind willkommen.
Weiterführende Literatur zu folgende Themen:
Weitere Daten und Statistiken:
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